<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/plugins/seriously-simple-podcasting/templates/feed-stylesheet.xsl"?><rss version="2.0"
	 xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	 xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	 xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	 xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	 xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	 xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	 xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd"
	 xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0"
	 xmlns:podcast="https://podcastindex.org/namespace/1.0"
	>
		<channel>
		<title>Insights by Boris Gloger - Podcasts</title>
		<atom:link href="https://insightsbyborisgloger.com/feed/podcast/schule" rel="self" type="application/rss+xml"/>
		<link>https://insightsbyborisgloger.com/series/schule/</link>
		<description>Boris Gloger und seine Gäste sprechen für euch im Podcast über ihre Insights zu Nachhaltigkeit, Mitarbeiterführung, Scrum, Agilität und agile Transformation.</description>
		<lastBuildDate>Wed, 15 May 2024 04:01:37 +0000</lastBuildDate>
		<language>de-DE</language>
		<copyright>© 2020 Insights by Boris Gloger</copyright>
		<itunes:subtitle>Boris Gloger im Interview mit Experten zum Thema Leadership, Management, Non-Profit, Sustainability und vielem mehr.</itunes:subtitle>
		<itunes:author>Insights by Boris Gloger</itunes:author>
				<itunes:summary>Boris Gloger und seine Gäste sprechen für euch im Podcast über ihre Insights zu Nachhaltigkeit, Mitarbeiterführung, Scrum, Agilität und agile Transformation.</itunes:summary>
		<itunes:owner>
			<itunes:name>Insights by Boris Gloger</itunes:name>
			<itunes:email>office@borisgloger.com</itunes:email>
		</itunes:owner>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
		<itunes:category text="Society &amp; Culture">
			<itunes:category text="Entrepreneurship"></itunes:category>
		</itunes:category>
		<itunes:category text="Society &amp; Culture">
									<itunes:category text="Management"></itunes:category>
							</itunes:category>
		<itunes:category text="Society &amp; Culture">
									<itunes:category text="Non-profit"></itunes:category>
							</itunes:category>
		<podcast:locked owner="office@borisgloger.com">yes</podcast:locked>
		<podcast:guid>c204c2af-6329-59bf-97e8-889bfda797b0</podcast:guid>
		<generator>https://wordpress.org/?v=6.0</generator>

<item>
	<title>Demokratisiert die Organisationen, euren Kindern zuliebe – mit Andrea Schaffar (Sozialwissenschafterin &#038; Organisationsberaterin)</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/demokratisiert-die-organisationen-euren-kindern-zuliebe-mit-andrea-schaffar-sozialwissenschafterin-organisationsberaterin/</link>
	<pubDate>Thu, 19 Jan 2023 07:30:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=29921</guid>
	<description><![CDATA[<p>„Wie sollen Menschen in einer Demokratie selbst steuerungsfähig sein und eben auch selbst entscheiden, wenn die Organisationen, mit denen wir zu tun haben, inklusive den Bildungsorganisationen, eigentlich alles Diktaturen sind?“</p>





<p>Wir stecken mitten in einem Generationenwechsel, dessen Konfliktpotenzial sich gerade sichtbar entlädt. Die Babyboomer verabschieden sich in den Ruhestand und hinterlassen uns unzeitgemäße, über-bürokratischen Versorgungs-Apparate. Gleichzeitig entscheiden sie aber noch immer über die Zukunft der jüngeren Generationen.</p>



<p>Das beste Beispiel ist zugleich das traurigste: Unser Schulsystem verschlingt immer mehr Geld und liefert trotzdem immer schlechtere Resultate. Also bürokratisiert man weiter und weiter, bis das System endgültig am Ende ist. Während der Veränderungsdruck in der Wirtschaft schon vor zwanzig Jahren klar spürbar war, mahlen die Mühlen in der Bürokratie langsam. Es ist Zeit für echte Reformen.</p>



Mein Gast: Andrea Schaffar





<p>Andrea Schaffar lässt sich nicht in eine Schublade stecken – und genau das macht sie aus. Gestartet in der Kommunikationswissenschaft wechselte sie in die Soziologie und ist heute Postdoc an der Uni für angewandte Kunst Wien sowie an der Universität Salzburg. Mit dem Lehrgang Cross Disciplinary Strategies hat sie einen Weg gefunden, ihre vielfältigen Interessen zu verknüpfen und dem gefürchteten Elfenbeinturm an der Uni zu entkommen. Andrea Schaffar ist überzeugt, dass die Forschung ihren Weg in die Gesellschaft finden muss. Darum ist sie seit Jahren auch als Unternehmerin aktiv und nutzt ihr Wissen als Organisationsentwicklerin sowie Gruppendynamikerin. Sie ist außerdem scharfe Kritikerin des Schulsystems und hat das innovative Lernprojekt <a href="https://lernarena.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lernarena</a> mitgegründet.</p>



Das sind die drei Schlüsselpunkte



1. Agiles Denken ist in der Forschung angekommen.



<p>Zu meiner Studienzeit wurde einem an der Uni noch theoretisch die Welt erklärt. Andrea Schaffar ist überzeugt, dass wir eine neue „Praxis-Theorie“ brauchen. Seit einigen Jahren zeichnet sich ein Paradigmenwechsel in der Forschung ab. Beim Lehrgang Cross Disciplinary Strategies ist das klar erkennbar: „Wir haben den Spieß einfach umgedreht. Es geht nicht mehr darum, in einem Bereich kompetent zu werden, sondern das Kompetente ist, auf die Situation zu schauen und dann zu wissen, wo ich was dazu holen muss, wo ich andere brauche, mit denen ich kooperieren muss.“ Agile goes science!</p>



<p>Für die Wissenschaft ist das ein neuer Zugang zum Erkenntnisgewinn. An die Stelle von Schrebergarten-Denke tritt das cross-disziplinierte Lernen. Den praktischen Mehrwert dieses Zugangs führte Andrea Schaffar mit ihrer eigenen Dissertation zum Wiener Wohnbau vor Augen. Statt sich nur mit theoretischen Problemstellungen des Wohnungsbaus zu beschäftigen, fragte sie soziologisch: „Wie entstehen Communities, wie entstehen soziale, funktionierende Umfelder und Nachbarschaften? Das sind Fragen, die oft gar nicht angeschaut werden.“ Dabei wird es ab diesem Punkt erst richtig spannend!</p>



2. Das Schulsystem hat kein Interesse an Veränderung.



<p>Meine Gesprächspartnerin engagiert sich nicht nur in der Forschung für ein neues Projekt-basiertes Lernen, sondern gründete 2015 auch ein eigenes Schulprojekt, bei dem der Aufbau von Medienkompetenz stark priorisiert war. Dabei war man sich einig, dass klassische Schule falsch strukturiert ist und die Kinder nicht ausreichend auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet werden: „Um Menschen zu Medienkompetenz zu begleiten, brauchen sie Freiheit und das funktioniert im bestehenden Schulsystem nicht. Unser Schulsystem versucht, Kompetenzen zu managen. Kompetenz ist aber etwas sehr Individuelles“, findet die engagierte Gründerin klare Worte. Wir wissen längst, dass Gleichmacherei rein gar nichts bringt (<a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/kinder-brauchen-keine-lehrerinnen-sondern-lernbegleiterinnen-mit-roland-dunzendorfer-mitgruender-des-vereins-colearning/">dazu hier mehr</a>). Kinder lernen besser, wenn sie selbst gestalten können – das bestätigt sich bei jedem einzelnen unserer <a href="http://scrum4schools.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Scrum4Schools</a>-Projekte.</p>



<p>Warum ändert sich dann nichts im Schulsystem? Ich behaupte, dass sich das System gar nicht ändern will (vgl. dazu auch <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wir-wollen-unsere-kinder-gar-nicht-besser-ausbilden-mit-horst-koeltze-autor-und-anna-czerny-borisgloger/">diesen Blog-Beitrag</a> und <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wir-wollen-unsere-kinder-gar-nicht-besser-ausbilden-mit-horst-koeltze-autor-und-anna-czerny-borisgloger/">diese Podcast-Episode</a>). An dem aufgeblähten Bürokratie-Apparat hängen eine Menge Versorgungsjobs und Machtverhältnisse, die erhalten werden wollen. Nicht immer zum Wohl unserer Kinder. „Wir haben besonders in Österreich eine extrem paternalistische Kultur. Es gibt immer diese Annahme: Oben weiß man besser als unten, was richtig ist – gerade im Bildungssystem“, so Andrea Schaffar. Dieser Irrglaube fällt uns gerade spektakulär auf den Kopf.</p>



<p>Angesichts der Herausforderungen, vor denen wir stehen, müssten wir den Kindern beibringen, wie Entrepreneure zu denken. Insofern trifft Andrea Schaffar mit ihrer sehr deutlichen Aussage den Nagel auf den Kopf: „Wie sollen Menschen in einer Demokratie selbst steuerungsfähig sein und eben auch selbst entscheiden, wenn die Organisationen, mit denen wir zu tun haben, inklusive den Bildungsorganisationen, eigentlich alles Diktaturen sind?“ Vielleicht braucht es noch mehr Druck auf diese Institutionen, bevor sie wirklich bereit sind, sich zu verändern. Ich bin überzeugt, dass dieser Druck zunehmen wird. Es ist nur eine Frage der Zeit.</p>



3. Wir müssen verlangen können, dass sich die Älteren ändern.



<p>Als ich vor einiger Zeit ein großes Unternehmen beraten habe, war man dort der Meinung, dass wir die jüngeren Führungskräfte resilient gegenüber den älteren machen sollten. Immerhin müssten diese noch 20 Jahre aushalten, bevor sie dann übernehmen können. Hä? Wie soll das denn gehen? Andrea Schaffar sagt ganz richtig: „So funktioniert Sozialisation nicht. […] Es braucht die Jungen, es braucht die Veränderung und es braucht den Rahmen, so etwas zu machen. Man muss auch verlangen dürfen, dass sich Ältere ändern.“</p>



<p>Über den <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/lasst-junge-menschen-ans-steuer-mit-kathleen-hamilton-force-of-nature/">Generationenkonflikt in den Führungsetagen</a> habe ich bereits mit Kathleen Hamilton von Force of Nature ein spannendes Gespräch geführt. Dieser Konflikt zieht sich aber auch in unsere politischen sowie bürokratischen Institutionen, wie Andrea Schaffar bestätigt: „Die Generation, die an der Macht ist, gleicht ihre Perspektive nicht mit anderen ab.“ Stattdessen macht man Klientelpolitik für die, die eben gerade das Sagen haben – und das sind meist eher die älteren Semester. Zukunftsweisende Politik sieht anders aus und sinnvolle Debatten zum Klimawandel, zur Neugestaltung des Schulsystems oder auch zum leidigen Pensionsthema können nur generationenübergreifend geführt werden.</p>



<p>Insofern kann ich meinen Aufruf an die Führungskräfte da draußen (egal ob in der Wirtschaft, Politik oder Verwaltung) nur noch einmal bekräftigen: Sprecht mit jungen Menschen darüber, wie sie die Zukunft gestalten möchten, und holt sie nicht nur ins Boot, sondern setzt für sie um, was sie umgesetzt haben wollen. Lasst euch auf die Veränderungen ein. Das „Schlimmste”, was passieren kann, ist, dass ihr voneinander lernt, die Jungen recht haben und daraus auch eine bessere Zukunft für die Älteren entsteht.</p>





<p>Hört einmal rein in den Podcast und lasst mich wissen, was eure Gedanken sind. Ich freu mich über eure Kommentare!</p>



Das könnte euch auch interessieren:



<p>Aus meinem Podcast:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/kinder-brauchen-keine-lehrerinnen-sondern-lernbegleiterinnen-mit-roland-dunzendorfer-mitgruender-des-vereins-colearning/">Kinder brauchen keine Lehrer:innen, sondern Lernbegleiter:innen – mit Roland Dunzendorfer (Mitgründer des Vereins Colearning)</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wir-wollen-unsere-kinder-gar-nicht-besser-ausbilden-mit-horst-koeltze-autor-und-anna-czerny-borisgloger/">Wir wollen unsere Kinder gar nicht besser ausbilden – mit Horst Költze (Autor) und Anna Czerny (Scrum4Schools by borisgloger)</a></li></ul>



<p>Aus meinem Blog:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/05/19/kinderfeindliche-gesellschaft-warum-wir-eine-neue-haltung-brauchen/">Kinderfeindliche Gesellschaft: Warum wir eine neue Haltung brauchen</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/08/23/wir-brauchen-den-paradigmenwechsel-jetzt/">Wir brauchen den Paradigmenwechsel jetzt</a></li></ul>



<p>Aus dem borisgloger-Blog:</p>



<ul><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2019/11/21/die-begeisterung-fuer-agilitaet-in-der-verwaltung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Begeisterung für Agilität in der Verwaltung</a></li><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2021/05/25/eine-scrum4schools-projekt-rueckschau-mit-physiklehrer-ivan-topic" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eine Scrum4Schools-Projekt-Rückschau mit Physiklehrer Ivan Topic</a></li></ul>



<p>Foto-Credits: Luiza Puiu</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[„Wie sollen Menschen in einer Demokratie selbst steuerungsfähig sein und eben auch selbst entscheiden, wenn die Organisationen, mit denen wir zu tun haben, inklusive den Bildungsorganisationen, eigentlich alles Diktaturen sind?“





Wir stecken mitten i]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>„Wie sollen Menschen in einer Demokratie selbst steuerungsfähig sein und eben auch selbst entscheiden, wenn die Organisationen, mit denen wir zu tun haben, inklusive den Bildungsorganisationen, eigentlich alles Diktaturen sind?“</p>





<p>Wir stecken mitten in einem Generationenwechsel, dessen Konfliktpotenzial sich gerade sichtbar entlädt. Die Babyboomer verabschieden sich in den Ruhestand und hinterlassen uns unzeitgemäße, über-bürokratischen Versorgungs-Apparate. Gleichzeitig entscheiden sie aber noch immer über die Zukunft der jüngeren Generationen.</p>



<p>Das beste Beispiel ist zugleich das traurigste: Unser Schulsystem verschlingt immer mehr Geld und liefert trotzdem immer schlechtere Resultate. Also bürokratisiert man weiter und weiter, bis das System endgültig am Ende ist. Während der Veränderungsdruck in der Wirtschaft schon vor zwanzig Jahren klar spürbar war, mahlen die Mühlen in der Bürokratie langsam. Es ist Zeit für echte Reformen.</p>



Mein Gast: Andrea Schaffar





<p>Andrea Schaffar lässt sich nicht in eine Schublade stecken – und genau das macht sie aus. Gestartet in der Kommunikationswissenschaft wechselte sie in die Soziologie und ist heute Postdoc an der Uni für angewandte Kunst Wien sowie an der Universität Salzburg. Mit dem Lehrgang Cross Disciplinary Strategies hat sie einen Weg gefunden, ihre vielfältigen Interessen zu verknüpfen und dem gefürchteten Elfenbeinturm an der Uni zu entkommen. Andrea Schaffar ist überzeugt, dass die Forschung ihren Weg in die Gesellschaft finden muss. Darum ist sie seit Jahren auch als Unternehmerin aktiv und nutzt ihr Wissen als Organisationsentwicklerin sowie Gruppendynamikerin. Sie ist außerdem scharfe Kritikerin des Schulsystems und hat das innovative Lernprojekt <a href="https://lernarena.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lernarena</a> mitgegründet.</p>



Das sind die drei Schlüsselpunkte



1. Agiles Denken ist in der Forschung angekommen.



<p>Zu meiner Studienzeit wurde einem an der Uni noch theoretisch die Welt erklärt. Andrea Schaffar ist überzeugt, dass wir eine neue „Praxis-Theorie“ brauchen. Seit einigen Jahren zeichnet sich ein Paradigmenwechsel in der Forschung ab. Beim Lehrgang Cross Disciplinary Strategies ist das klar erkennbar: „Wir haben den Spieß einfach umgedreht. Es geht nicht mehr darum, in einem Bereich kompetent zu werden, sondern das Kompetente ist, auf die Situation zu schauen und dann zu wissen, wo ich was dazu holen muss, wo ich andere brauche, mit denen ich kooperieren muss.“ Agile goes science!</p>



<p>Für die Wissenschaft ist das ein neuer Zugang zum Erkenntnisgewinn. An die Stelle von Schrebergarten-Denke tritt das cross-disziplinierte Lernen. Den praktischen Mehrwert dieses Zugangs führte Andrea Schaffar mit ihrer eigenen Dissertation zum Wiener Wohnbau vor Augen. Statt sich nur mit theoretischen Problemstellungen des Wohnungsbaus zu beschäftigen, fragte sie soziologisch: „Wie entstehen Communities, wie entstehen soziale, funktionierende Umfelder und Nachbarschaften? Das sind Fragen, die oft gar nicht angeschaut werden.“ Dabei wird es ab diesem Punkt erst richtig spannend!</p>



2. Das Schulsystem hat kein Interesse an Veränderung.



<p>Meine Gesprächspartnerin engagiert sich nicht nur in der Forschung für ein neues Projekt-basiertes Lernen, sondern gründete 2015 auch ein eigenes Schulprojekt, bei dem der Aufbau von Medienkompetenz stark priorisiert war. Dabei war man sich einig, dass klassische Schule falsch strukturiert ist und die Kinder nicht ausreichend auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet werden: „Um Menschen zu Medienkompetenz zu begleiten, brauchen sie Freiheit und das funktioniert im bestehenden Schulsystem nicht. Unser Schulsystem versucht, Kompetenzen zu managen. Kompetenz ist aber etwas sehr Individuelles“, findet die engagierte Gründerin klare Worte. Wir wissen längst, dass Gleichmacherei rein gar nichts bringt (<a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/kinder-brauchen-keine-lehrerinnen-sondern-lernbegleiterinnen-mit-roland-dunzendorfer-mitgruender-des-vereins-colearning/">dazu hier mehr</a>). Kinder lernen besser, wenn sie selbst gestalten können – das bestätigt sich bei jedem einzelnen unserer <a href="http://scrum4schools.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Scrum4Schools</a>-Projekte.</p>



<p>Warum ändert sich dann nichts im Schulsystem? Ich behaupte, dass sich das System gar nicht ändern will (vgl. dazu auch <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wir-wollen-unsere-kinder-gar-nicht-besser-ausbilden-mit-horst-koeltze-autor-und-anna-czerny-borisgloger/">diesen Blog-Beitrag</a> und <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wir-wollen-unsere-kinder-gar-nicht-besser-ausbilden-mit-horst-koeltze-autor-und-anna-czerny-borisgloger/">diese Podcast-Episode</a>). An dem aufgeblähten Bürokratie-Apparat hängen eine Menge Versorgungsjobs und Machtverhältnisse, die erhalten werden wollen. Nicht immer zum Wohl unserer Kinder. „Wir haben besonders in Österreich eine extrem paternalistische Kultur. Es gibt immer diese Annahme: Oben weiß man besser als unten, was richtig ist – gerade im Bildungssystem“, so Andrea Schaffar. Dieser Irrglaube fällt uns gerade spektakulär auf den Kopf.</p>



<p>Angesichts der Herausforderungen, vor denen wir stehen, müssten wir den Kindern beibringen, wie Entrepreneure zu denken. Insofern trifft Andrea Schaffar mit ihrer sehr deutlichen Aussage den Nagel auf den Kopf: „Wie sollen Menschen in einer Demokratie selbst steuerungsfähig sein und eben auch selbst entscheiden, wenn die Organisationen, mit denen wir zu tun haben, inklusive den Bildungsorganisationen, eigentlich alles Diktaturen sind?“ Vielleicht braucht es noch mehr Druck auf diese Institutionen, bevor sie wirklich bereit sind, sich zu verändern. Ich bin überzeugt, dass dieser Druck zunehmen wird. Es ist nur eine Frage der Zeit.</p>



3. Wir müssen verlangen können, dass sich die Älteren ändern.



<p>Als ich vor einiger Zeit ein großes Unternehmen beraten habe, war man dort der Meinung, dass wir die jüngeren Führungskräfte resilient gegenüber den älteren machen sollten. Immerhin müssten diese noch 20 Jahre aushalten, bevor sie dann übernehmen können. Hä? Wie soll das denn gehen? Andrea Schaffar sagt ganz richtig: „So funktioniert Sozialisation nicht. […] Es braucht die Jungen, es braucht die Veränderung und es braucht den Rahmen, so etwas zu machen. Man muss auch verlangen dürfen, dass sich Ältere ändern.“</p>



<p>Über den <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/lasst-junge-menschen-ans-steuer-mit-kathleen-hamilton-force-of-nature/">Generationenkonflikt in den Führungsetagen</a> habe ich bereits mit Kathleen Hamilton von Force of Nature ein spannendes Gespräch geführt. Dieser Konflikt zieht sich aber auch in unsere politischen sowie bürokratischen Institutionen, wie Andrea Schaffar bestätigt: „Die Generation, die an der Macht ist, gleicht ihre Perspektive nicht mit anderen ab.“ Stattdessen macht man Klientelpolitik für die, die eben gerade das Sagen haben – und das sind meist eher die älteren Semester. Zukunftsweisende Politik sieht anders aus und sinnvolle Debatten zum Klimawandel, zur Neugestaltung des Schulsystems oder auch zum leidigen Pensionsthema können nur generationenübergreifend geführt werden.</p>



<p>Insofern kann ich meinen Aufruf an die Führungskräfte da draußen (egal ob in der Wirtschaft, Politik oder Verwaltung) nur noch einmal bekräftigen: Sprecht mit jungen Menschen darüber, wie sie die Zukunft gestalten möchten, und holt sie nicht nur ins Boot, sondern setzt für sie um, was sie umgesetzt haben wollen. Lasst euch auf die Veränderungen ein. Das „Schlimmste”, was passieren kann, ist, dass ihr voneinander lernt, die Jungen recht haben und daraus auch eine bessere Zukunft für die Älteren entsteht.</p>





<p>Hört einmal rein in den Podcast und lasst mich wissen, was eure Gedanken sind. Ich freu mich über eure Kommentare!</p>



Das könnte euch auch interessieren:



<p>Aus meinem Podcast:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/kinder-brauchen-keine-lehrerinnen-sondern-lernbegleiterinnen-mit-roland-dunzendorfer-mitgruender-des-vereins-colearning/">Kinder brauchen keine Lehrer:innen, sondern Lernbegleiter:innen – mit Roland Dunzendorfer (Mitgründer des Vereins Colearning)</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wir-wollen-unsere-kinder-gar-nicht-besser-ausbilden-mit-horst-koeltze-autor-und-anna-czerny-borisgloger/">Wir wollen unsere Kinder gar nicht besser ausbilden – mit Horst Költze (Autor) und Anna Czerny (Scrum4Schools by borisgloger)</a></li></ul>



<p>Aus meinem Blog:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/05/19/kinderfeindliche-gesellschaft-warum-wir-eine-neue-haltung-brauchen/">Kinderfeindliche Gesellschaft: Warum wir eine neue Haltung brauchen</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/08/23/wir-brauchen-den-paradigmenwechsel-jetzt/">Wir brauchen den Paradigmenwechsel jetzt</a></li></ul>



<p>Aus dem borisgloger-Blog:</p>



<ul><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2019/11/21/die-begeisterung-fuer-agilitaet-in-der-verwaltung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Begeisterung für Agilität in der Verwaltung</a></li><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2021/05/25/eine-scrum4schools-projekt-rueckschau-mit-physiklehrer-ivan-topic" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eine Scrum4Schools-Projekt-Rückschau mit Physiklehrer Ivan Topic</a></li></ul>



<p>Foto-Credits: Luiza Puiu</p>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/29921/demokratisiert-die-organisationen-euren-kindern-zuliebe-mit-andrea-schaffar-sozialwissenschafterin-organisationsberaterin.mp3" length="89533079"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[„Wie sollen Menschen in einer Demokratie selbst steuerungsfähig sein und eben auch selbst entscheiden, wenn die Organisationen, mit denen wir zu tun haben, inklusive den Bildungsorganisationen, eigentlich alles Diktaturen sind?“





Wir stecken mitten in einem Generationenwechsel, dessen Konfliktpotenzial sich gerade sichtbar entlädt. Die Babyboomer verabschieden sich in den Ruhestand und hinterlassen uns unzeitgemäße, über-bürokratischen Versorgungs-Apparate. Gleichzeitig entscheiden sie aber noch immer über die Zukunft der jüngeren Generationen.



Das beste Beispiel ist zugleich das traurigste: Unser Schulsystem verschlingt immer mehr Geld und liefert trotzdem immer schlechtere Resultate. Also bürokratisiert man weiter und weiter, bis das System endgültig am Ende ist. Während der Veränderungsdruck in der Wirtschaft schon vor zwanzig Jahren klar spürbar war, mahlen die Mühlen in der Bürokratie langsam. Es ist Zeit für echte Reformen.



Mein Gast: Andrea Schaffar





Andrea Schaffar lässt sich nicht in eine Schublade stecken – und genau das macht sie aus. Gestartet in der Kommunikationswissenschaft wechselte sie in die Soziologie und ist heute Postdoc an der Uni für angewandte Kunst Wien sowie an der Universität Salzburg. Mit dem Lehrgang Cross Disciplinary Strategies hat sie einen Weg gefunden, ihre vielfältigen Interessen zu verknüpfen und dem gefürchteten Elfenbeinturm an der Uni zu entkommen. Andrea Schaffar ist überzeugt, dass die Forschung ihren Weg in die Gesellschaft finden muss. Darum ist sie seit Jahren auch als Unternehmerin aktiv und nutzt ihr Wissen als Organisationsentwicklerin sowie Gruppendynamikerin. Sie ist außerdem scharfe Kritikerin des Schulsystems und hat das innovative Lernprojekt Lernarena mitgegründet.



Das sind die drei Schlüsselpunkte



1. Agiles Denken ist in der Forschung angekommen.



Zu meiner Studienzeit wurde einem an der Uni noch theoretisch die Welt erklärt. Andrea Schaffar ist überzeugt, dass wir eine neue „Praxis-Theorie“ brauchen. Seit einigen Jahren zeichnet sich ein Paradigmenwechsel in der Forschung ab. Beim Lehrgang Cross Disciplinary Strategies ist das klar erkennbar: „Wir haben den Spieß einfach umgedreht. Es geht nicht mehr darum, in einem Bereich kompetent zu werden, sondern das Kompetente ist, auf die Situation zu schauen und dann zu wissen, wo ich was dazu holen muss, wo ich andere brauche, mit denen ich kooperieren muss.“ Agile goes science!



Für die Wissenschaft ist das ein neuer Zugang zum Erkenntnisgewinn. An die Stelle von Schrebergarten-Denke tritt das cross-disziplinierte Lernen. Den praktischen Mehrwert dieses Zugangs führte Andrea Schaffar mit ihrer eigenen Dissertation zum Wiener Wohnbau vor Augen. Statt sich nur mit theoretischen Problemstellungen des Wohnungsbaus zu beschäftigen, fragte sie soziologisch: „Wie entstehen Communities, wie entstehen soziale, funktionierende Umfelder und Nachbarschaften? Das sind Fragen, die oft gar nicht angeschaut werden.“ Dabei wird es ab diesem Punkt erst richtig spannend!



2. Das Schulsystem hat kein Interesse an Veränderung.



Meine Gesprächspartnerin engagiert sich nicht nur in der Forschung für ein neues Projekt-basiertes Lernen, sondern gründete 2015 auch ein eigenes Schulprojekt, bei dem der Aufbau von Medienkompetenz stark priorisiert war. Dabei war man sich einig, dass klassische Schule falsch strukturiert ist und die Kinder nicht ausreichend auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet werden: „Um Menschen zu Medienkompetenz zu begleiten, brauchen sie Freiheit und das funktioniert im bestehenden Schulsystem nicht. Unser Schulsystem versucht, Kompetenzen zu managen. Kompetenz ist aber etwas sehr Individuelles“, findet die engagierte Gründerin klare Worte. Wir wissen längst, dass Gleichmacherei rein gar nichts bringt (dazu hier mehr). Kinder lernen besser, wenn sie selbst gestalten können – das bestätigt sich bei jedem einzelnen unserer Scrum4Schools-Projekte.



Warum ändert sich dann nichts im Schulsystem? Ich be]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2023/01/bg_podcast_Andrea_Schaffar_Titelbild.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2023/01/bg_podcast_Andrea_Schaffar_Titelbild.jpg</url>
			<title>Demokratisiert die Organisationen, euren Kindern zuliebe – mit Andrea Schaffar (Sozialwissenschafterin &#038; Organisationsberaterin)</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>1:02:09</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[„Wie sollen Menschen in einer Demokratie selbst steuerungsfähig sein und eben auch selbst entscheiden, wenn die Organisationen, mit denen wir zu tun haben, inklusive den Bildungsorganisationen, eigentlich alles Diktaturen sind?“





Wir stecken mitten in einem Generationenwechsel, dessen Konfliktpotenzial sich gerade sichtbar entlädt. Die Babyboomer verabschieden sich in den Ruhestand und hinterlassen uns unzeitgemäße, über-bürokratischen Versorgungs-Apparate. Gleichzeitig entscheiden sie aber noch immer über die Zukunft der jüngeren Generationen.



Das beste Beispiel ist zugleich das traurigste: Unser Schulsystem verschlingt immer mehr Geld und liefert trotzdem immer schlechtere Resultate. Also bürokratisiert man weiter und weiter, bis das System endgültig am Ende ist. Während der Veränderungsdruck in der Wirtschaft schon vor zwanzig Jahren klar spürbar war, mahlen die Mühlen in der Bürokratie langsam. Es ist Zeit für echte Reformen.



Mein Gast: Andrea Schaffar





Andrea Schaff]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2023/01/bg_podcast_Andrea_Schaffar_Titelbild.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Die Lehre als Chance für junge Frauen – mit Robert Frasch (Lehrlingspower.at)</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/die-lehre-als-chance-fuer-junge-frauen-mit-robert-frasch-lehrlingspower-at/</link>
	<pubDate>Thu, 20 Oct 2022 06:30:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=29820</guid>
	<description><![CDATA[<p>„Wir reden hier von Berufen, die extrem gute Zukunftsaussichten haben. Du wirst hier alles erreichen können, bis hin zur Übernahme eines ganzen Unternehmens.“</p>





Mein Gast: Robert Frasch





<p>Ich freue mich, Robert Frasch wieder bei meinem Podcast zu begrüßen, mit dem ich bereits <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-koennen-wir-die-lehre-verbessern-robert-frasch/">in dieser Episode</a> den Stellenwert und die Verbesserungsmöglichkeiten in der Lehrausbildung diskutiert habe. Robert Frasch hat mit <a href="https://www.lehrlingspower.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lehrlingspower.at</a> ein Netzwerk aufgebaut, in dem sich Unternehmen verschiedenster Branchen austauschen können, um voneinander zu lernen. Sein Credo: Nicht an den Menschen schrauben, sondern am System. In dieser Folge spreche ich mit Robert Frasch über den immer stärker spürbaren Fachkräftemangel, junge Frauen in technischen Berufen und darüber, welche Schritte die Handwerksbetriebe setzen müssen, um auch in Zukunft genügend Nachwuchs im Unternehmen zu haben.</p>



Das sind die drei Haupterkenntnisse



1. Das Tauziehen um die Lehrlinge hat begonnen.



<p>Angesichts der rückläufigen Geburtenrate und der Pensionierungswelle bei den Babyboomern zeichnet sich eine Riesenlücke ab: „Wir werden im Jahr 2030 ca. 300.000 weniger Menschen im beschäftigungsfähigen Alter haben“, rechnet Robert Frasch vor. Es wird uns aber nicht an Akademiker:innen fehlen, sondern an Menschen mit Praxisausbildung, vor allem in technischen und handwerklichen Berufen.</p>



<p>Mit etwas mehr als 100.000 Lehrlingen in Österreich 2021 (Quelle: <a href="https://wko.at/statistik/jahrbuch/lehrlinge21.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wirtschaftskammer</a>) bilden wir aktuell viel zu wenige Fachkräfte aus, um diese Lücke zu schließen. Da werden auch die Rufe nach mehr jungen Frauen in klassisch männerdominierten Lehrberufen wieder lauter. Der Kern des Problems bleibt davon aber häufig unberührt. Denn bei den jungen Frauen, die sich eine technische Lehre vorstellen könnten, scheitert es häufig am sozialen Umfeld. Robert Frasch sagt es klipp und klar: „Wir verstehen immer noch nicht, dass wir auch die Eltern überzeugen müssen – insbesondere in den MINT-Berufen.“ Die frühe Unterscheidung im Schulsystem zwischen vermeintlich weiblichen und männlichen Tätigkeiten (z. B.: Werken vs. Soziales), ist dabei kein konstruktives Signal.</p>



<p>Ein noch größeres Problem ortet Robert Frasch im allgemeinen Image der Lehre. In den letzten Jahrzehnten hat man den Eltern ständig gesagt, dass der akademische Weg die besten Chancen bieten würde. Dieses Bild steckt noch in den Köpfen. Die Realität sieht heute aber anders aus: „Eigentlich brauchen wir keine Akademiker:innen mehr, sondern Menschen, die wirklich da draußen arbeiten – und damit auch Karriere machen können.“</p>



2. Holt Frauen in Lehrbetrieben vor den Vorhang!



<p>Ich habe nie verstanden, was Eltern dagegen haben könnten, wenn die Tochter einen technischen Beruf erlernen möchte – einen Beruf, der Zukunft hat. Vielleicht liegt es daran, dass sich das viele einfach nicht vorstellen können. Gerade deshalb brauche es Role Models, sagt Robert Frasch. Man müsse endlich anfangen, die Vorbilder vor den Vorhang zu holen. Als Beispiel nennt er die Wiener Linien, die jetzt eine weibliche Ausbilderin haben, die auch die Lehrausbildung absolvierte und damit zur Führungskraft aufstieg. Das ist ein Zeichen, das jungen Frauen Mut gibt und den Eltern zeigt, was die Tochter mit einer Lehrausbildung erreichen kann.</p>



<p>„Wir müssen aber auch über Dinge wie die Vereinbarkeit von Familie und Job nachdenken. Das betrifft die Frauen mehr, allein aus der biologischen Tatsache heraus, dass sie die Kinder bekommen“, so Robert Frasch. Noch heute sei das Kinderkriegen die größte Falle für Altersarmut, weil die Zeit auf dem Pensionskonto fehle. Herr Frasch fordert mehr politisches Engagement, aber auch mehr Initiative in den Betrieben. Angebote wie Betriebskindergärten können hier Anreize setzen. Das bedeutet nicht, dass jede kleine Firma einen Kindergarten bräuchte. Die Chancen liegen in der Kooperation: „In einer idealen Welt würden die zehn Handwerksbetriebe im Ort dafür sorgen, dass es eine Kinderbetreuung gibt.“</p>



3. Betriebe müssen sich um junge Frauen bemühen.



<p>Der Bier trinkende, ölverschmierte Mechaniker, der geschmacklose Pin-up-Kalender im Pausenraum, die frauenfeindlichen Witze, das Macho-Gehabe: Man könnte denken, diese Klischees wären Relikte aus einer anderen Zeit. Robert Frasch fallen aber ad hoc 4–5 Betriebe in seiner Umgebung ein, die genau in dieses Bild hineinpassen: „Es gibt viel mehr, als wir glauben. […] Eine junge Frau kommt hier unter Garantie nicht auf die Idee, reinzugehen und mitarbeiten zu wollen.“ Diese Betriebe werden keine Wahl haben, als sich systematisch zu verändern.</p>



<p>Um erste Schritte zu setzen, empfiehlt Robert Frasch zunächst, aktiv das Gespräch mit jungen Frauen zu suchen. Was sind die Erwartungen an einen Arbeitsplatz? Was ist wichtig, was nicht? Dann sollte man auch konsequent am eigenen Erscheinungsbild arbeiten, sofern nötig – damit man die genannten Klischees nicht mehr erfüllt. Robert Frasch ist überzeugt: „Der Change kommt so oder so. Erfolg werden die Unternehmen haben, die diesen Change schaffen. […] In manchen Betrieben läuten die Alarmglocken schon sehr laut.“</p>



<p>Wir sind mit der Lehre in Österreich also noch nicht dort, wo wir hinmüssten, auch wenn in der Politik allmählich wichtige Zeichen gesetzt werden (z. B. Fachhochschulstudiengänge für Praktiker:innen nach Schweizer Vorbild). Fakt ist, dass die Nachfrage nach Lehrlingen kräftig steigen wird. Eine Riesenchance für junge Menschen (und deren Eltern). Robert Frasch fasst zusammen: „Wir reden hier von Berufen mit extrem gute Zukunftsaussichten. Du wirst hier alles erreichen können, bis hin zur Übernahme eines ganzen Unternehmens.“</p>





<p>Hört einfach ‘mal rein, wenn ihr wissen wollt, wie es um die Lehrausbildung in Österreich steht, warum immer noch zu wenig Frauen in technische Lehrberufe gehen und welche Chancen sich in den nächsten Jahren bieten werden!</p>



Das könnte euch auch interessieren:



<p>Aus meinem Podcast:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-koennen-wir-die-lehre-verbessern-robert-frasch/">Wie können wir die Lehre verbessern, Robert Frasch?</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/kinder-brauchen-keine-lehrerinnen-sondern-lernbegleiterinnen-mit-roland-dunzendorfer-mitgruender-des-vereins-colearning/">Kinder brauchen keine Lehrer:innen, sondern Lernbegleiter:innen – mit Roland Dunzendorfer (Mitgründer des Vereins Colearning)</a></li></ul>



<p>Aus meinem Blog:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2019/11/28/wie-wir-schulen-zu-oasen-des-self-directed-learnings-machen-konnen/">Wie wir Schulen zu Oasen des Self-directed learnings machen können</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2022/05/17/was-kann-ich-und-wenn-ja-will-ich-das/">Was kann ich und wenn ja, will ich das?</a></li></ul>



<p>Aus dem borisgloger-Blog:</p>



<ul><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2022/10/04/teamfaehigkeit-und-selbstorganisation-trainieren-so-spannend-war-der-scrum4schools-workshop-an-der-bbs-rohrbach">Teamfähigkeit und Selbstorganisation trainieren – So spannend war der Scrum4Schools Workshop an der BBS Rohrbach</a></li><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2021/10/27/feedforward-denn-feedback-war-gestern">Feedforward – denn Feedback war gestern</a></li></ul>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[„Wir reden hier von Berufen, die extrem gute Zukunftsaussichten haben. Du wirst hier alles erreichen können, bis hin zur Übernahme eines ganzen Unternehmens.“





Mein Gast: Robert Frasch





Ich freue mich, Robert Frasch wieder bei meinem Podcast zu b]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>„Wir reden hier von Berufen, die extrem gute Zukunftsaussichten haben. Du wirst hier alles erreichen können, bis hin zur Übernahme eines ganzen Unternehmens.“</p>





Mein Gast: Robert Frasch





<p>Ich freue mich, Robert Frasch wieder bei meinem Podcast zu begrüßen, mit dem ich bereits <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-koennen-wir-die-lehre-verbessern-robert-frasch/">in dieser Episode</a> den Stellenwert und die Verbesserungsmöglichkeiten in der Lehrausbildung diskutiert habe. Robert Frasch hat mit <a href="https://www.lehrlingspower.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lehrlingspower.at</a> ein Netzwerk aufgebaut, in dem sich Unternehmen verschiedenster Branchen austauschen können, um voneinander zu lernen. Sein Credo: Nicht an den Menschen schrauben, sondern am System. In dieser Folge spreche ich mit Robert Frasch über den immer stärker spürbaren Fachkräftemangel, junge Frauen in technischen Berufen und darüber, welche Schritte die Handwerksbetriebe setzen müssen, um auch in Zukunft genügend Nachwuchs im Unternehmen zu haben.</p>



Das sind die drei Haupterkenntnisse



1. Das Tauziehen um die Lehrlinge hat begonnen.



<p>Angesichts der rückläufigen Geburtenrate und der Pensionierungswelle bei den Babyboomern zeichnet sich eine Riesenlücke ab: „Wir werden im Jahr 2030 ca. 300.000 weniger Menschen im beschäftigungsfähigen Alter haben“, rechnet Robert Frasch vor. Es wird uns aber nicht an Akademiker:innen fehlen, sondern an Menschen mit Praxisausbildung, vor allem in technischen und handwerklichen Berufen.</p>



<p>Mit etwas mehr als 100.000 Lehrlingen in Österreich 2021 (Quelle: <a href="https://wko.at/statistik/jahrbuch/lehrlinge21.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wirtschaftskammer</a>) bilden wir aktuell viel zu wenige Fachkräfte aus, um diese Lücke zu schließen. Da werden auch die Rufe nach mehr jungen Frauen in klassisch männerdominierten Lehrberufen wieder lauter. Der Kern des Problems bleibt davon aber häufig unberührt. Denn bei den jungen Frauen, die sich eine technische Lehre vorstellen könnten, scheitert es häufig am sozialen Umfeld. Robert Frasch sagt es klipp und klar: „Wir verstehen immer noch nicht, dass wir auch die Eltern überzeugen müssen – insbesondere in den MINT-Berufen.“ Die frühe Unterscheidung im Schulsystem zwischen vermeintlich weiblichen und männlichen Tätigkeiten (z. B.: Werken vs. Soziales), ist dabei kein konstruktives Signal.</p>



<p>Ein noch größeres Problem ortet Robert Frasch im allgemeinen Image der Lehre. In den letzten Jahrzehnten hat man den Eltern ständig gesagt, dass der akademische Weg die besten Chancen bieten würde. Dieses Bild steckt noch in den Köpfen. Die Realität sieht heute aber anders aus: „Eigentlich brauchen wir keine Akademiker:innen mehr, sondern Menschen, die wirklich da draußen arbeiten – und damit auch Karriere machen können.“</p>



2. Holt Frauen in Lehrbetrieben vor den Vorhang!



<p>Ich habe nie verstanden, was Eltern dagegen haben könnten, wenn die Tochter einen technischen Beruf erlernen möchte – einen Beruf, der Zukunft hat. Vielleicht liegt es daran, dass sich das viele einfach nicht vorstellen können. Gerade deshalb brauche es Role Models, sagt Robert Frasch. Man müsse endlich anfangen, die Vorbilder vor den Vorhang zu holen. Als Beispiel nennt er die Wiener Linien, die jetzt eine weibliche Ausbilderin haben, die auch die Lehrausbildung absolvierte und damit zur Führungskraft aufstieg. Das ist ein Zeichen, das jungen Frauen Mut gibt und den Eltern zeigt, was die Tochter mit einer Lehrausbildung erreichen kann.</p>



<p>„Wir müssen aber auch über Dinge wie die Vereinbarkeit von Familie und Job nachdenken. Das betrifft die Frauen mehr, allein aus der biologischen Tatsache heraus, dass sie die Kinder bekommen“, so Robert Frasch. Noch heute sei das Kinderkriegen die größte Falle für Altersarmut, weil die Zeit auf dem Pensionskonto fehle. Herr Frasch fordert mehr politisches Engagement, aber auch mehr Initiative in den Betrieben. Angebote wie Betriebskindergärten können hier Anreize setzen. Das bedeutet nicht, dass jede kleine Firma einen Kindergarten bräuchte. Die Chancen liegen in der Kooperation: „In einer idealen Welt würden die zehn Handwerksbetriebe im Ort dafür sorgen, dass es eine Kinderbetreuung gibt.“</p>



3. Betriebe müssen sich um junge Frauen bemühen.



<p>Der Bier trinkende, ölverschmierte Mechaniker, der geschmacklose Pin-up-Kalender im Pausenraum, die frauenfeindlichen Witze, das Macho-Gehabe: Man könnte denken, diese Klischees wären Relikte aus einer anderen Zeit. Robert Frasch fallen aber ad hoc 4–5 Betriebe in seiner Umgebung ein, die genau in dieses Bild hineinpassen: „Es gibt viel mehr, als wir glauben. […] Eine junge Frau kommt hier unter Garantie nicht auf die Idee, reinzugehen und mitarbeiten zu wollen.“ Diese Betriebe werden keine Wahl haben, als sich systematisch zu verändern.</p>



<p>Um erste Schritte zu setzen, empfiehlt Robert Frasch zunächst, aktiv das Gespräch mit jungen Frauen zu suchen. Was sind die Erwartungen an einen Arbeitsplatz? Was ist wichtig, was nicht? Dann sollte man auch konsequent am eigenen Erscheinungsbild arbeiten, sofern nötig – damit man die genannten Klischees nicht mehr erfüllt. Robert Frasch ist überzeugt: „Der Change kommt so oder so. Erfolg werden die Unternehmen haben, die diesen Change schaffen. […] In manchen Betrieben läuten die Alarmglocken schon sehr laut.“</p>



<p>Wir sind mit der Lehre in Österreich also noch nicht dort, wo wir hinmüssten, auch wenn in der Politik allmählich wichtige Zeichen gesetzt werden (z. B. Fachhochschulstudiengänge für Praktiker:innen nach Schweizer Vorbild). Fakt ist, dass die Nachfrage nach Lehrlingen kräftig steigen wird. Eine Riesenchance für junge Menschen (und deren Eltern). Robert Frasch fasst zusammen: „Wir reden hier von Berufen mit extrem gute Zukunftsaussichten. Du wirst hier alles erreichen können, bis hin zur Übernahme eines ganzen Unternehmens.“</p>





<p>Hört einfach ‘mal rein, wenn ihr wissen wollt, wie es um die Lehrausbildung in Österreich steht, warum immer noch zu wenig Frauen in technische Lehrberufe gehen und welche Chancen sich in den nächsten Jahren bieten werden!</p>



Das könnte euch auch interessieren:



<p>Aus meinem Podcast:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-koennen-wir-die-lehre-verbessern-robert-frasch/">Wie können wir die Lehre verbessern, Robert Frasch?</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/kinder-brauchen-keine-lehrerinnen-sondern-lernbegleiterinnen-mit-roland-dunzendorfer-mitgruender-des-vereins-colearning/">Kinder brauchen keine Lehrer:innen, sondern Lernbegleiter:innen – mit Roland Dunzendorfer (Mitgründer des Vereins Colearning)</a></li></ul>



<p>Aus meinem Blog:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2019/11/28/wie-wir-schulen-zu-oasen-des-self-directed-learnings-machen-konnen/">Wie wir Schulen zu Oasen des Self-directed learnings machen können</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2022/05/17/was-kann-ich-und-wenn-ja-will-ich-das/">Was kann ich und wenn ja, will ich das?</a></li></ul>



<p>Aus dem borisgloger-Blog:</p>



<ul><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2022/10/04/teamfaehigkeit-und-selbstorganisation-trainieren-so-spannend-war-der-scrum4schools-workshop-an-der-bbs-rohrbach">Teamfähigkeit und Selbstorganisation trainieren – So spannend war der Scrum4Schools Workshop an der BBS Rohrbach</a></li><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2021/10/27/feedforward-denn-feedback-war-gestern">Feedforward – denn Feedback war gestern</a></li></ul>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/29820/die-lehre-als-chance-fuer-junge-frauen-mit-robert-frasch-lehrlingspower-at.mp3" length="85113595"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[„Wir reden hier von Berufen, die extrem gute Zukunftsaussichten haben. Du wirst hier alles erreichen können, bis hin zur Übernahme eines ganzen Unternehmens.“





Mein Gast: Robert Frasch





Ich freue mich, Robert Frasch wieder bei meinem Podcast zu begrüßen, mit dem ich bereits in dieser Episode den Stellenwert und die Verbesserungsmöglichkeiten in der Lehrausbildung diskutiert habe. Robert Frasch hat mit Lehrlingspower.at ein Netzwerk aufgebaut, in dem sich Unternehmen verschiedenster Branchen austauschen können, um voneinander zu lernen. Sein Credo: Nicht an den Menschen schrauben, sondern am System. In dieser Folge spreche ich mit Robert Frasch über den immer stärker spürbaren Fachkräftemangel, junge Frauen in technischen Berufen und darüber, welche Schritte die Handwerksbetriebe setzen müssen, um auch in Zukunft genügend Nachwuchs im Unternehmen zu haben.



Das sind die drei Haupterkenntnisse



1. Das Tauziehen um die Lehrlinge hat begonnen.



Angesichts der rückläufigen Geburtenrate und der Pensionierungswelle bei den Babyboomern zeichnet sich eine Riesenlücke ab: „Wir werden im Jahr 2030 ca. 300.000 weniger Menschen im beschäftigungsfähigen Alter haben“, rechnet Robert Frasch vor. Es wird uns aber nicht an Akademiker:innen fehlen, sondern an Menschen mit Praxisausbildung, vor allem in technischen und handwerklichen Berufen.



Mit etwas mehr als 100.000 Lehrlingen in Österreich 2021 (Quelle: Wirtschaftskammer) bilden wir aktuell viel zu wenige Fachkräfte aus, um diese Lücke zu schließen. Da werden auch die Rufe nach mehr jungen Frauen in klassisch männerdominierten Lehrberufen wieder lauter. Der Kern des Problems bleibt davon aber häufig unberührt. Denn bei den jungen Frauen, die sich eine technische Lehre vorstellen könnten, scheitert es häufig am sozialen Umfeld. Robert Frasch sagt es klipp und klar: „Wir verstehen immer noch nicht, dass wir auch die Eltern überzeugen müssen – insbesondere in den MINT-Berufen.“ Die frühe Unterscheidung im Schulsystem zwischen vermeintlich weiblichen und männlichen Tätigkeiten (z. B.: Werken vs. Soziales), ist dabei kein konstruktives Signal.



Ein noch größeres Problem ortet Robert Frasch im allgemeinen Image der Lehre. In den letzten Jahrzehnten hat man den Eltern ständig gesagt, dass der akademische Weg die besten Chancen bieten würde. Dieses Bild steckt noch in den Köpfen. Die Realität sieht heute aber anders aus: „Eigentlich brauchen wir keine Akademiker:innen mehr, sondern Menschen, die wirklich da draußen arbeiten – und damit auch Karriere machen können.“



2. Holt Frauen in Lehrbetrieben vor den Vorhang!



Ich habe nie verstanden, was Eltern dagegen haben könnten, wenn die Tochter einen technischen Beruf erlernen möchte – einen Beruf, der Zukunft hat. Vielleicht liegt es daran, dass sich das viele einfach nicht vorstellen können. Gerade deshalb brauche es Role Models, sagt Robert Frasch. Man müsse endlich anfangen, die Vorbilder vor den Vorhang zu holen. Als Beispiel nennt er die Wiener Linien, die jetzt eine weibliche Ausbilderin haben, die auch die Lehrausbildung absolvierte und damit zur Führungskraft aufstieg. Das ist ein Zeichen, das jungen Frauen Mut gibt und den Eltern zeigt, was die Tochter mit einer Lehrausbildung erreichen kann.



„Wir müssen aber auch über Dinge wie die Vereinbarkeit von Familie und Job nachdenken. Das betrifft die Frauen mehr, allein aus der biologischen Tatsache heraus, dass sie die Kinder bekommen“, so Robert Frasch. Noch heute sei das Kinderkriegen die größte Falle für Altersarmut, weil die Zeit auf dem Pensionskonto fehle. Herr Frasch fordert mehr politisches Engagement, aber auch mehr Initiative in den Betrieben. Angebote wie Betriebskindergärten können hier Anreize setzen. Das bedeutet nicht, dass jede kleine Firma einen Kindergarten bräuchte. Die Chancen liegen in der Kooperation: „In einer idealen Welt würden die zehn Handwerksbetriebe im Ort dafür sorgen, dass es eine Kinderbetreuung gibt.“



3. Betriebe müssen sich um junge Fra]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2022/10/bg_podcast_Robert-Frasch.jpeg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2022/10/bg_podcast_Robert-Frasch.jpeg</url>
			<title>Die Lehre als Chance für junge Frauen – mit Robert Frasch (Lehrlingspower.at)</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>59:05</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[„Wir reden hier von Berufen, die extrem gute Zukunftsaussichten haben. Du wirst hier alles erreichen können, bis hin zur Übernahme eines ganzen Unternehmens.“





Mein Gast: Robert Frasch





Ich freue mich, Robert Frasch wieder bei meinem Podcast zu begrüßen, mit dem ich bereits in dieser Episode den Stellenwert und die Verbesserungsmöglichkeiten in der Lehrausbildung diskutiert habe. Robert Frasch hat mit Lehrlingspower.at ein Netzwerk aufgebaut, in dem sich Unternehmen verschiedenster Branchen austauschen können, um voneinander zu lernen. Sein Credo: Nicht an den Menschen schrauben, sondern am System. In dieser Folge spreche ich mit Robert Frasch über den immer stärker spürbaren Fachkräftemangel, junge Frauen in technischen Berufen und darüber, welche Schritte die Handwerksbetriebe setzen müssen, um auch in Zukunft genügend Nachwuchs im Unternehmen zu haben.



Das sind die drei Haupterkenntnisse



1. Das Tauziehen um die Lehrlinge hat begonnen.



Angesichts der rückläufigen Ge]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2022/10/bg_podcast_Robert-Frasch.jpeg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Kinder brauchen keine Lehrer:innen, sondern Lernbegleiter:innen – mit Roland Dunzendorfer (Mitgründer des Vereins Colearning)</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/kinder-brauchen-keine-lehrerinnen-sondern-lernbegleiterinnen-mit-roland-dunzendorfer-mitgruender-des-vereins-colearning/</link>
	<pubDate>Thu, 15 Sep 2022 06:30:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=29778</guid>
	<description><![CDATA[<p>„Anzunehmen, ein Kind wäre ein weißes Blatt, auf das wir draufschreiben müssten, ist für mich eine falsche Denkweise.“</p>





<p>Ich habe oft den Eindruck, dass Schule nicht für die Kinder, sondern für die Bedürfnisse der Eltern gestaltet ist. Sie wird als eine Art Aufbewahrungsanstalt für den Nachwuchs missverstanden, damit man endlich wieder ein paar Stunden Luft hat. Dass die Kids in der durchgetakteten Schule die Freude am Lernen verlieren, scheint nachrangig zu sein.</p>



<p>Neuere Bildungskonzepte hingegen, die versuchen, das starre Korsett der Schule abzulegen, werden tendenziell mit Skepsis betrachtet. Dabei richten sich diese häufig viel stärker an den Interessen der Kinder aus. Aber es gibt sie, die Leuchtturmprojekte, die erfolgreich einen anderen Weg gehen. Mein Gesprächspartner in dieser Podcast-Folge hat eines dieser inspirierenden Projekte mitgestaltet.</p>



Mein Gast: Roland Dunzendorfer





<p>Roland Dunzendorfer ist Landschaftsplaner und hat gemeinsam mit weiteren Eltern ein eigenes Lernzentrum gegründet, das zwischenzeitlich im Markhof Wien angesiedelt war. Dieses „Dorf in der Stadt“ war keine Ergänzung zur Schule, sondern eine Alternative und wurde ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert. Schon zuvor hatte Roland Dunzendorfer eines seiner Kinder als Freilerner begleitet und viel Zeit in eine interessenbezogene Ausbildung investiert. Über Scrum4Schools ist er schließlich auch mit meiner Kollegin Anna Czerny in Kontakt gekommen, die ihr schon <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-funktioniert-schulunterricht-auf-augenhoehe-das-scrum4schools-gespraech/">aus dieser Podcast-Episode</a> kennt.</p>



Das sind die drei Schlüsselpunkte



1. Wie gründet man ein Lernzentrum?



<p>Als Roland Dunzendorfer erkannt hatte, dass „normale“ Schule nicht funktioniert (siehe dazu auch <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wir-wollen-unsere-kinder-gar-nicht-besser-ausbilden-mit-horst-koeltze-autor-und-anna-czerny-borisgloger/">mein Gespräch mit Horst Költze</a>), wagte er einen mutigen Schritt. Er nahm seinen ältesten Sohn von der Schule. Im Gespräch mit weiteren Eltern entstand die Idee, ehrenamtlich ein Lernzentrum zu gründen. „Wir wollten, dass Lernen Spaß macht und getrieben von Neugier ist“, erzählt Herr Dunzendorfer. Aus diesem gemeinsamen Bedürfnis entstand ein Verein, der nach mehrmonatiger Ideenfindungsphase mit einer Informationsveranstaltung an die Öffentlichkeit ging. Das Feedback war überraschend. Plötzlich waren 50 Erwachsene mit Kindern da, die ein konkretes Interesse äußerten. Dass zu diesem Zeitpunkt noch viele Fragezeichen im Raum standen, war kein Problem: „Wir haben bei der Präsentation viel falsch gemacht und viele Fragen nicht beantworten können. Aber die Menschen fanden es sympathisch, dass wir das auch offen kommuniziert haben.“</p>



<p>Beflügelt durch das positive Feedback nahm das Projekt Lernzentrum Schritt für Schritt Gestalt an. Dabei erlebte das Team rund um Roland Dunzendorfer einen regelrechten Flow-Zustand. Zwei Wochen vor dem Start war schließlich in letzter Minute auch der passende Ort gefunden und das Lernzentrum konnte seine Türen öffnen.</p>



2. Projektbasiertes Lernen weckt das Interesse der Kinder



<p>Kinder lernen ihre Sprache selbstständig, indem sie beobachten und ausprobieren. Warum nehmen wir ihnen diese natürliche Fähigkeit, indem wir sie in ein Klassenzimmer stecken? Im Lernzentrum Markhof ist es gelungen, diese Dynamik aufzubrechen. An die Stelle des theoretischen Unterrichts trat das projektbezogene Lernen. Wenn ein neues Lernprojekt startete, lud man geeignete Expert:innen aus dem Netzwerk ein. So kam zum Beispiel ein Ingenieur der Wiener Linien vorbei und zeigte den Kindern, wie Kegelschnitte in der Praxis aussehen und was er für den U-Bahn-Bau berechnen muss. Aus einer sonst stinklangweiligen Zeichenübung im Mathe-Unterricht wurde eine spannende Lernerfahrung, bei der die Kinder mit Begeisterung dabei waren.</p>



<p>Inspiriert von Scrum haben Roland Dunzendorfer und seine Mitgründer:innen die richtige Lernmethode gefunden, um Projekte dieser Art aufzubereiten. Scrum bietet einen Rahmen, aber innerhalb dieses Rahmens können die Kinder selbstständig lernen. Dank regelmäßiger Feedbackschleifen ist es auch möglich, die Richtung zu ändern, wenn es nötig ist. „Uns war wichtig, dass das Lernen ein Stück weit am Arbeiten von Erwachsenen dran ist“, erzählt Herr Dunzendorfer. Im Markhof war diese Voraussetzung sowohl inhaltlich als auch räumlich gegeben. Im selben Gebäude gab es einen Co-Working-Space und Projekträume, in denen die unterschiedlichsten Menschen aufeinandertrafen und sich austauschen konnten.</p>



3. Der Lehrberuf braucht eine grundlegende Neubewertung



<p>Klassische Schule basiert auf der Vorstellung, dass Kinder im gleichen Alter das gleiche Wissen haben sollten. Dagegen spricht aber eigentlich alles, was wir heute über Lernprozesse wissen. Ich habe schon in meiner Schulzeit nicht verstanden, wozu ich die Namen der römischen Kaiser auswendig lernen sollte. Und ich weiß auch heute nicht, wie sie alle hießen. Die Gleichmacherei im Schulsystem ist ein verlässlicher „Begeisterungskiller” beim Lernen, was auch Roland Dunzendorfer anspricht: „Anzunehmen, ein Kind wäre ein weißes Blatt, auf das wir draufschreiben müssten, ist für mich eine falsche Denkweise. […] Ich muss herausfinden, was auf diesem Blatt schon alles draufsteht.“</p>



<p>Bei unseren Projekten im Rahmen von <a href="https://www.borisgloger.com/ueber-uns/csr/scrum-4-schools">Scrum4Schools</a> sehen wir, dass einfach mehr Wissen hängen bleibt, wenn die Kids mit Begeisterung dabei sind – <a href="https://www.borisgloger.com/blog/2022/02/07/mit-scrum4schools-dem-weltraum-auf-der-spur">das berichten die Schüler:innen</a> selbst, aber auch <a href="https://www.borisgloger.com/blog/2021/05/25/eine-scrum4schools-projekt-rueckschau-mit-physiklehrer-ivan-topic">die Lehrer:innen.</a> Ähnliche Erfahrungen hat auch Roland Dunzendorfer im Lernzentrum Markhof mit seinem projektbasierten Lernansatz gemacht. Die Sorge, die viele Eltern hatten, dass dabei auch Allgemeinbildung verloren gehen könnte, sieht er als unbegründet. Die Kinder nehmen auch aus der klassischen Schule nur das mit, was sie wirklich interessiert.</p>



<p>Am Ende des Tages geht es wohl den meisten Kids so wie mir mit den römischen Kaisern: Was für mich nicht interessant ist, geht bei einem Ohr rein und beim anderen raus. Aber wenn ich für ein Thema brenne und die intrinsische Motivation habe, etwas darüber zu wissen, dann lernt es sich wie von selbst. Diese Begeisterung zu wecken, ist die zentrale Aufgabe von Lehrkräften. Das Fachwissen selbst ist heute an jeder Ecke verfügbar.</p>





<p>Hört einmal rein in den Podcast und lasst mich wissen, was eure Gedanken sind. Ich freue mich über eure Kommentare!</p>



Das könnte euch auch interessieren:



<p>Aus meinem Podcast:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wir-wollen-unsere-kinder-gar-nicht-besser-ausbilden-mit-horst-koeltze-autor-und-anna-czerny-borisgloger/">Wir wollen unsere Kinder gar nicht besser ausbilden – mit Horst Költze (Autor) und Anna Czerny (Scrum4Schools by borisgloger)</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/series/schule/">Wie funktioniert Schulunterricht auf Augenhöhe? Das Scrum4Schools-Gespräch</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-koennen-wir-die-lehre-verbessern-robert-frasch/">Wie können wir die Lehre verbessern, Robert Frasch?</a></li></ul>



<p>Aus meinem Blog:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/02/17/lasst-die-kinder-in-ruhe/">Lasst die Kinder in Ruhe!</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/05/17/schafft-die-schulpflicht-ab/">Schafft die Schulpflicht ab!</a></li></ul>



<p>Aus dem borisgloger-Blog</p>



<ul><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2022/02/07/mit-scrum4schools-dem-weltraum-auf-der-spur" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mit Scrum4Schools dem Weltraum auf der Spur</a></li><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2021/05/25/eine-scrum4schools-projekt-rueckschau-mit-physiklehrer-ivan-topic" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eine Scrum4Schools-Projekt-Rückschau mit Physiklehrer Ivan Topic</a></li></ul>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[„Anzunehmen, ein Kind wäre ein weißes Blatt, auf das wir draufschreiben müssten, ist für mich eine falsche Denkweise.“





Ich habe oft den Eindruck, dass Schule nicht für die Kinder, sondern für die Bedürfnisse der Eltern gestaltet ist. Sie wird als ei]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>„Anzunehmen, ein Kind wäre ein weißes Blatt, auf das wir draufschreiben müssten, ist für mich eine falsche Denkweise.“</p>





<p>Ich habe oft den Eindruck, dass Schule nicht für die Kinder, sondern für die Bedürfnisse der Eltern gestaltet ist. Sie wird als eine Art Aufbewahrungsanstalt für den Nachwuchs missverstanden, damit man endlich wieder ein paar Stunden Luft hat. Dass die Kids in der durchgetakteten Schule die Freude am Lernen verlieren, scheint nachrangig zu sein.</p>



<p>Neuere Bildungskonzepte hingegen, die versuchen, das starre Korsett der Schule abzulegen, werden tendenziell mit Skepsis betrachtet. Dabei richten sich diese häufig viel stärker an den Interessen der Kinder aus. Aber es gibt sie, die Leuchtturmprojekte, die erfolgreich einen anderen Weg gehen. Mein Gesprächspartner in dieser Podcast-Folge hat eines dieser inspirierenden Projekte mitgestaltet.</p>



Mein Gast: Roland Dunzendorfer





<p>Roland Dunzendorfer ist Landschaftsplaner und hat gemeinsam mit weiteren Eltern ein eigenes Lernzentrum gegründet, das zwischenzeitlich im Markhof Wien angesiedelt war. Dieses „Dorf in der Stadt“ war keine Ergänzung zur Schule, sondern eine Alternative und wurde ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert. Schon zuvor hatte Roland Dunzendorfer eines seiner Kinder als Freilerner begleitet und viel Zeit in eine interessenbezogene Ausbildung investiert. Über Scrum4Schools ist er schließlich auch mit meiner Kollegin Anna Czerny in Kontakt gekommen, die ihr schon <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-funktioniert-schulunterricht-auf-augenhoehe-das-scrum4schools-gespraech/">aus dieser Podcast-Episode</a> kennt.</p>



Das sind die drei Schlüsselpunkte



1. Wie gründet man ein Lernzentrum?



<p>Als Roland Dunzendorfer erkannt hatte, dass „normale“ Schule nicht funktioniert (siehe dazu auch <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wir-wollen-unsere-kinder-gar-nicht-besser-ausbilden-mit-horst-koeltze-autor-und-anna-czerny-borisgloger/">mein Gespräch mit Horst Költze</a>), wagte er einen mutigen Schritt. Er nahm seinen ältesten Sohn von der Schule. Im Gespräch mit weiteren Eltern entstand die Idee, ehrenamtlich ein Lernzentrum zu gründen. „Wir wollten, dass Lernen Spaß macht und getrieben von Neugier ist“, erzählt Herr Dunzendorfer. Aus diesem gemeinsamen Bedürfnis entstand ein Verein, der nach mehrmonatiger Ideenfindungsphase mit einer Informationsveranstaltung an die Öffentlichkeit ging. Das Feedback war überraschend. Plötzlich waren 50 Erwachsene mit Kindern da, die ein konkretes Interesse äußerten. Dass zu diesem Zeitpunkt noch viele Fragezeichen im Raum standen, war kein Problem: „Wir haben bei der Präsentation viel falsch gemacht und viele Fragen nicht beantworten können. Aber die Menschen fanden es sympathisch, dass wir das auch offen kommuniziert haben.“</p>



<p>Beflügelt durch das positive Feedback nahm das Projekt Lernzentrum Schritt für Schritt Gestalt an. Dabei erlebte das Team rund um Roland Dunzendorfer einen regelrechten Flow-Zustand. Zwei Wochen vor dem Start war schließlich in letzter Minute auch der passende Ort gefunden und das Lernzentrum konnte seine Türen öffnen.</p>



2. Projektbasiertes Lernen weckt das Interesse der Kinder



<p>Kinder lernen ihre Sprache selbstständig, indem sie beobachten und ausprobieren. Warum nehmen wir ihnen diese natürliche Fähigkeit, indem wir sie in ein Klassenzimmer stecken? Im Lernzentrum Markhof ist es gelungen, diese Dynamik aufzubrechen. An die Stelle des theoretischen Unterrichts trat das projektbezogene Lernen. Wenn ein neues Lernprojekt startete, lud man geeignete Expert:innen aus dem Netzwerk ein. So kam zum Beispiel ein Ingenieur der Wiener Linien vorbei und zeigte den Kindern, wie Kegelschnitte in der Praxis aussehen und was er für den U-Bahn-Bau berechnen muss. Aus einer sonst stinklangweiligen Zeichenübung im Mathe-Unterricht wurde eine spannende Lernerfahrung, bei der die Kinder mit Begeisterung dabei waren.</p>



<p>Inspiriert von Scrum haben Roland Dunzendorfer und seine Mitgründer:innen die richtige Lernmethode gefunden, um Projekte dieser Art aufzubereiten. Scrum bietet einen Rahmen, aber innerhalb dieses Rahmens können die Kinder selbstständig lernen. Dank regelmäßiger Feedbackschleifen ist es auch möglich, die Richtung zu ändern, wenn es nötig ist. „Uns war wichtig, dass das Lernen ein Stück weit am Arbeiten von Erwachsenen dran ist“, erzählt Herr Dunzendorfer. Im Markhof war diese Voraussetzung sowohl inhaltlich als auch räumlich gegeben. Im selben Gebäude gab es einen Co-Working-Space und Projekträume, in denen die unterschiedlichsten Menschen aufeinandertrafen und sich austauschen konnten.</p>



3. Der Lehrberuf braucht eine grundlegende Neubewertung



<p>Klassische Schule basiert auf der Vorstellung, dass Kinder im gleichen Alter das gleiche Wissen haben sollten. Dagegen spricht aber eigentlich alles, was wir heute über Lernprozesse wissen. Ich habe schon in meiner Schulzeit nicht verstanden, wozu ich die Namen der römischen Kaiser auswendig lernen sollte. Und ich weiß auch heute nicht, wie sie alle hießen. Die Gleichmacherei im Schulsystem ist ein verlässlicher „Begeisterungskiller” beim Lernen, was auch Roland Dunzendorfer anspricht: „Anzunehmen, ein Kind wäre ein weißes Blatt, auf das wir draufschreiben müssten, ist für mich eine falsche Denkweise. […] Ich muss herausfinden, was auf diesem Blatt schon alles draufsteht.“</p>



<p>Bei unseren Projekten im Rahmen von <a href="https://www.borisgloger.com/ueber-uns/csr/scrum-4-schools">Scrum4Schools</a> sehen wir, dass einfach mehr Wissen hängen bleibt, wenn die Kids mit Begeisterung dabei sind – <a href="https://www.borisgloger.com/blog/2022/02/07/mit-scrum4schools-dem-weltraum-auf-der-spur">das berichten die Schüler:innen</a> selbst, aber auch <a href="https://www.borisgloger.com/blog/2021/05/25/eine-scrum4schools-projekt-rueckschau-mit-physiklehrer-ivan-topic">die Lehrer:innen.</a> Ähnliche Erfahrungen hat auch Roland Dunzendorfer im Lernzentrum Markhof mit seinem projektbasierten Lernansatz gemacht. Die Sorge, die viele Eltern hatten, dass dabei auch Allgemeinbildung verloren gehen könnte, sieht er als unbegründet. Die Kinder nehmen auch aus der klassischen Schule nur das mit, was sie wirklich interessiert.</p>



<p>Am Ende des Tages geht es wohl den meisten Kids so wie mir mit den römischen Kaisern: Was für mich nicht interessant ist, geht bei einem Ohr rein und beim anderen raus. Aber wenn ich für ein Thema brenne und die intrinsische Motivation habe, etwas darüber zu wissen, dann lernt es sich wie von selbst. Diese Begeisterung zu wecken, ist die zentrale Aufgabe von Lehrkräften. Das Fachwissen selbst ist heute an jeder Ecke verfügbar.</p>





<p>Hört einmal rein in den Podcast und lasst mich wissen, was eure Gedanken sind. Ich freue mich über eure Kommentare!</p>



Das könnte euch auch interessieren:



<p>Aus meinem Podcast:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wir-wollen-unsere-kinder-gar-nicht-besser-ausbilden-mit-horst-koeltze-autor-und-anna-czerny-borisgloger/">Wir wollen unsere Kinder gar nicht besser ausbilden – mit Horst Költze (Autor) und Anna Czerny (Scrum4Schools by borisgloger)</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/series/schule/">Wie funktioniert Schulunterricht auf Augenhöhe? Das Scrum4Schools-Gespräch</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-koennen-wir-die-lehre-verbessern-robert-frasch/">Wie können wir die Lehre verbessern, Robert Frasch?</a></li></ul>



<p>Aus meinem Blog:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/02/17/lasst-die-kinder-in-ruhe/">Lasst die Kinder in Ruhe!</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/05/17/schafft-die-schulpflicht-ab/">Schafft die Schulpflicht ab!</a></li></ul>



<p>Aus dem borisgloger-Blog</p>



<ul><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2022/02/07/mit-scrum4schools-dem-weltraum-auf-der-spur" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mit Scrum4Schools dem Weltraum auf der Spur</a></li><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2021/05/25/eine-scrum4schools-projekt-rueckschau-mit-physiklehrer-ivan-topic" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eine Scrum4Schools-Projekt-Rückschau mit Physiklehrer Ivan Topic</a></li></ul>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/29778/kinder-brauchen-keine-lehrerinnen-sondern-lernbegleiterinnen-mit-roland-dunzendorfer-mitgruender-des-vereins-colearning.mp3" length="78554826"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[„Anzunehmen, ein Kind wäre ein weißes Blatt, auf das wir draufschreiben müssten, ist für mich eine falsche Denkweise.“





Ich habe oft den Eindruck, dass Schule nicht für die Kinder, sondern für die Bedürfnisse der Eltern gestaltet ist. Sie wird als eine Art Aufbewahrungsanstalt für den Nachwuchs missverstanden, damit man endlich wieder ein paar Stunden Luft hat. Dass die Kids in der durchgetakteten Schule die Freude am Lernen verlieren, scheint nachrangig zu sein.



Neuere Bildungskonzepte hingegen, die versuchen, das starre Korsett der Schule abzulegen, werden tendenziell mit Skepsis betrachtet. Dabei richten sich diese häufig viel stärker an den Interessen der Kinder aus. Aber es gibt sie, die Leuchtturmprojekte, die erfolgreich einen anderen Weg gehen. Mein Gesprächspartner in dieser Podcast-Folge hat eines dieser inspirierenden Projekte mitgestaltet.



Mein Gast: Roland Dunzendorfer





Roland Dunzendorfer ist Landschaftsplaner und hat gemeinsam mit weiteren Eltern ein eigenes Lernzentrum gegründet, das zwischenzeitlich im Markhof Wien angesiedelt war. Dieses „Dorf in der Stadt“ war keine Ergänzung zur Schule, sondern eine Alternative und wurde ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert. Schon zuvor hatte Roland Dunzendorfer eines seiner Kinder als Freilerner begleitet und viel Zeit in eine interessenbezogene Ausbildung investiert. Über Scrum4Schools ist er schließlich auch mit meiner Kollegin Anna Czerny in Kontakt gekommen, die ihr schon aus dieser Podcast-Episode kennt.



Das sind die drei Schlüsselpunkte



1. Wie gründet man ein Lernzentrum?



Als Roland Dunzendorfer erkannt hatte, dass „normale“ Schule nicht funktioniert (siehe dazu auch mein Gespräch mit Horst Költze), wagte er einen mutigen Schritt. Er nahm seinen ältesten Sohn von der Schule. Im Gespräch mit weiteren Eltern entstand die Idee, ehrenamtlich ein Lernzentrum zu gründen. „Wir wollten, dass Lernen Spaß macht und getrieben von Neugier ist“, erzählt Herr Dunzendorfer. Aus diesem gemeinsamen Bedürfnis entstand ein Verein, der nach mehrmonatiger Ideenfindungsphase mit einer Informationsveranstaltung an die Öffentlichkeit ging. Das Feedback war überraschend. Plötzlich waren 50 Erwachsene mit Kindern da, die ein konkretes Interesse äußerten. Dass zu diesem Zeitpunkt noch viele Fragezeichen im Raum standen, war kein Problem: „Wir haben bei der Präsentation viel falsch gemacht und viele Fragen nicht beantworten können. Aber die Menschen fanden es sympathisch, dass wir das auch offen kommuniziert haben.“



Beflügelt durch das positive Feedback nahm das Projekt Lernzentrum Schritt für Schritt Gestalt an. Dabei erlebte das Team rund um Roland Dunzendorfer einen regelrechten Flow-Zustand. Zwei Wochen vor dem Start war schließlich in letzter Minute auch der passende Ort gefunden und das Lernzentrum konnte seine Türen öffnen.



2. Projektbasiertes Lernen weckt das Interesse der Kinder



Kinder lernen ihre Sprache selbstständig, indem sie beobachten und ausprobieren. Warum nehmen wir ihnen diese natürliche Fähigkeit, indem wir sie in ein Klassenzimmer stecken? Im Lernzentrum Markhof ist es gelungen, diese Dynamik aufzubrechen. An die Stelle des theoretischen Unterrichts trat das projektbezogene Lernen. Wenn ein neues Lernprojekt startete, lud man geeignete Expert:innen aus dem Netzwerk ein. So kam zum Beispiel ein Ingenieur der Wiener Linien vorbei und zeigte den Kindern, wie Kegelschnitte in der Praxis aussehen und was er für den U-Bahn-Bau berechnen muss. Aus einer sonst stinklangweiligen Zeichenübung im Mathe-Unterricht wurde eine spannende Lernerfahrung, bei der die Kinder mit Begeisterung dabei waren.



Inspiriert von Scrum haben Roland Dunzendorfer und seine Mitgründer:innen die richtige Lernmethode gefunden, um Projekte dieser Art aufzubereiten. Scrum bietet einen Rahmen, aber innerhalb dieses Rahmens können die Kinder selbstständig lernen. Dank regelmäßiger Feedbackschleifen ist es auch möglich, die Richtung zu ändern, wenn es nötig ist. „Uns ]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2022/09/bg_podcast_Roland_Dunzendorfer-1.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2022/09/bg_podcast_Roland_Dunzendorfer-1.jpg</url>
			<title>Kinder brauchen keine Lehrer:innen, sondern Lernbegleiter:innen – mit Roland Dunzendorfer (Mitgründer des Vereins Colearning)</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>54:31</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[„Anzunehmen, ein Kind wäre ein weißes Blatt, auf das wir draufschreiben müssten, ist für mich eine falsche Denkweise.“





Ich habe oft den Eindruck, dass Schule nicht für die Kinder, sondern für die Bedürfnisse der Eltern gestaltet ist. Sie wird als eine Art Aufbewahrungsanstalt für den Nachwuchs missverstanden, damit man endlich wieder ein paar Stunden Luft hat. Dass die Kids in der durchgetakteten Schule die Freude am Lernen verlieren, scheint nachrangig zu sein.



Neuere Bildungskonzepte hingegen, die versuchen, das starre Korsett der Schule abzulegen, werden tendenziell mit Skepsis betrachtet. Dabei richten sich diese häufig viel stärker an den Interessen der Kinder aus. Aber es gibt sie, die Leuchtturmprojekte, die erfolgreich einen anderen Weg gehen. Mein Gesprächspartner in dieser Podcast-Folge hat eines dieser inspirierenden Projekte mitgestaltet.



Mein Gast: Roland Dunzendorfer





Roland Dunzendorfer ist Landschaftsplaner und hat gemeinsam mit weiteren Eltern ein eigen]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2022/09/bg_podcast_Roland_Dunzendorfer-1.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Wir wollen unsere Kinder gar nicht besser ausbilden – mit Horst Költze (Autor) und Anna Czerny (Scrum4Schools by borisgloger)</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wir-wollen-unsere-kinder-gar-nicht-besser-ausbilden-mit-horst-koeltze-autor-und-anna-czerny-borisgloger/</link>
	<pubDate>Thu, 23 Jun 2022 06:15:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=29696</guid>
	<description><![CDATA[<p>„Es gibt Interessen, dass Schüler:innen nicht zu ihrem Selbst geführt werden, dass sie nicht Zivilcourage üben. Das ist der Bildungsansatz der OECD.“</p>Horst Költze





<p>Schule ist ineffektiv, veraltet und bürokratisch. Während wir die Führungskräfte von heute mit modernsten agilen Methoden trainieren, werden die Führungskräfte von morgen, unsere Kinder, noch immer mit Lehrmethoden und Ideen aus dem 19. Jahrhundert ausgebildet. Was läuft schief bei uns? Und wie können wir das ändern? Darüber spreche ich in dieser Podcast-Folge mit dem Bildungsautor Horst Költze und meiner Kollegin, Anna Czerny.</p>



Meine Gäste: Horst Költze und Anna Czerny





<p>Horst Költze war kein guter Schüler – dafür ein umso besserer Lehrer. Um seinen Traumberuf auszuüben, machte er das Abitur nach, leitete zunächst eine Landschule und wurde schließlich Rektor einer Grund- und Hauptschule. Als die Lehrer:innenbildung Schleswig-Holstein reformiert wurde, baute er ein Regionalinstitut für Grund- und Hauptschullehre:innen auf und bildete 22 Jahre lang Lehrkräfte aus. Aber auch in seiner wohlverdienten Pension ließ ihn das Bildungsthema nicht los. Als Autor ist Herr Költze scharfer Kritiker des bestehenden Bildungssystems und kämpft für einen radikalen Umbau der Schule, wie wir sie kennen.</p>



<p>Meine Kollegin, <a href="https://www.borisgloger.com/team/anna-czerny" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anna Czerny</a>, habt ihr schon <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-funktioniert-schulunterricht-auf-augenhoehe-das-scrum4schools-gespraech/">in diesem Podcast</a> kennengelernt. Gestartet im Marketing, führte sie ihr Weg später in die Personalentwicklung. Mit ihrer Ausbildung zur Trainerin und zum Coach entdeckte sie schließlich ihr starkes Interesse daran, wie Menschen lernen und sich weiterentwickeln. Heute verantwortet sie die Projektleitung unserer Initiative <a href="http://scrum4schools.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Scrum4Schools</a> in Österreich. Anna Czerny und ich haben ein gemeinsames Ziel: Wir möchten die Art verändern, wie Kinder ausgebildet werden.</p>



Das sind die drei Hauptpunkte



1. Es braucht einen Wandel des öffentlichen Bildungsbewusstseins



<p>In unserem Gespräch fasst Horst Költze einige zentrale Forderungen seines Buches „Schule im Bildungsbeben“ zusammen: „Schule muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Das heißt: Der junge Mensch ist nicht mehr Lernobjekt, sondern -subjekt seiner Bildung. Curriculum ist nicht mehr der Lehrplan, sondern der junge Mensch selbst. Bildungsansatz sind nicht mehr sog. Bildungsstandards, sondern das Lerninteresse des jungen Menschen. Bildungsqualität ist nicht mehr der Rangplatz auf der Pisa-Skala, sondern die Potenzialentwicklung des Kopf-, Herz- und Bauchgehirns im Prozess der Selbstgenese.“</p>



<p>Die meisten erfahrenen Lehrer:innen würden das sofort unterschreiben. Warum fällt es uns dann so schwer, es umzusetzen? Der Autor hat sich im Rahmen eines Essays einmal genauer angesehen, wer die Entscheidungen im Bildungsministerium trifft. Was unsere Kinder lernen müssen, entscheiden Seiteneinsteiger:innen. Die meisten Bildungsminister:innen sind Jurist:innen und ihre Berater:innen nur Schulfach-Expert:innen, keine Pädagog:innen.</p>



<p>Am Beispiel Finnland zeigt sich, dass es auch anders geht. Dort hat der Lehrberuf ein besseres Image, Bildung einen völlig anderen Stellenwert und es wird bereits realisiert, was Herr Költze anspricht. Aber auch in Deutschland gibt es erste Versuchsschulen, etwa an der Universität Dresden. In Österreich hat Anna Czerny im Rahmen von Scrum4Schools gute Erfahrungen mit der Initiative FREI DAY gemacht. „Da bekommen Schüler:innen Zeit, an Dingen zu arbeiten, an denen sie arbeiten möchten“, erzählt meine Kollegin.</p>



2. Nehmt den Kindern den Druck und hört auf, sie ständig zu vergleichen



<p>Kinder sind hochgradig kreativ und können sich neue Fähigkeiten selbst beibringen. Statt sie im eigenverantwortlichen Lernen zu fördern, vereinheitlichen wir aber den Lernstoff und testen, was das Zeug hält. Zu allem Überfluss vergleichen wir sie im Rahmen der Pisa-Studien noch international mit nichtssagenden Zahlen. Anna Czerny wollte ihrem Sohn diesen Druck ersparen und ihm vermitteln, dass Noten nicht so wichtig sind. Aber in der Schule kriegen die Kids das von Mitschüler:innen, Eltern und Lehrkräften mit. „Sie machen sich dann selbst den Druck. Sobald es das System Note gibt, passiert etwas mit den Kindern“, erklärt Anna.</p>



<p>Horst Költze plädiert dafür, das Notensystem abzuschaffen, den Kindern mehr Selbstverantwortung zu geben und ihnen diese Verantwortung bewusst zu machen. Seinem eigenen Sohn hat er es wie folgt erklärt: „Du bist verantwortlich für das, was du werden willst. […] Wahrscheinlich möchtest du später nicht immer gesagt bekommen, was du tun musst, sondern du möchtest auch selbst entscheiden. Dafür musst du etwas tun.“</p>



<p>Wir sehen bei unseren Scrum4Schools-Projekten, dass die Kinder mit Begeisterung dabei sind. Die Freude am Lernen kommt automatisch, wenn man die Schüler:innen Verantwortung übernehmen lässt.</p>



3. Als Gesellschaft wollen wir gar keine besser ausgebildeten Menschen



<p>Ich habe bereits <a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/05/19/kinderfeindliche-gesellschaft-warum-wir-eine-neue-haltung-brauchen/">in diesem Blog-Beitrag</a> eine These formuliert, die sich für mich immer wieder bestätigt hat. Ich glaube, dass wir als Gesellschaft unsere Kinder gar nicht besser ausbilden wollen. Das Establishment scheint glücklich damit zu sein, was aus dem Schulsystem rauskommt. Die Kids sind angepasst und dankbare Konsumierende.&nbsp; Viele von ihnen sind nach dem Besuch von Schule nicht mehr in der Lage, wie Entrepreneure zu denken. Herr Költze kommt in seinem Buch zu einer ähnlichen Erkenntnis. Es gebe Institutionen, die verhindern wollen, dass junge Menschen zu selbstständigen, kreativen Menschen ausgebildet werden: „Das ist der Bildungsansatz der OECD. Der OECD geht es um Anpassung, das ist nachlesbar. Ich habe in meinem Buch die Quellen angeführt.”</p>



<p>Schule in ihrer heutigen Form konditioniert Schüler:innen, damit sie im bestehenden Wirtschaftssystem funktionieren und dieses erhalten. Nur ändert sich gerade auch unsere Wirtschaft und wir stehen in den kommenden Jahrzehnten vor gewaltigen Herausforderungen. Systemerhalter:innen werden uns dabei keine große Hilfe sein. Anna Czerny bringt es auf den Punkt: „Wir wissen heute, dass wir keine Menschen brauchen, die einfach nur Befehle ausführen. Wir brauchen Leute, die fähig sind, Neues zu gestalten und zu experimentieren.“ Darauf müssen wir junge Menschen in der Schule vorbereiten. Damit das gelingen kann, müssen wir sie kreativ, selbstständig und interessenbezogen lernen lassen.</p>





<p>Hört einmal rein in den Podcast und lasst mich wissen, was eure Gedanken sind. Ich freu mich über eure Kommentare!</p>



Das könnte euch auch interessieren:



<p>Aus meinem Podcast:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/lasst-junge-menschen-ans-steuer-mit-kathleen-hamilton-force-of-nature/">Lasst junge Menschen ans Steuer – mit Kathleen Hamilton (Force of Nature)</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-funktioniert-schulunterricht-auf-augenhoehe-das-scrum4schools-gespraech/">Wie funktioniert Schulunterricht auf Augenhöhe? Das Scrum4Schools-Gespräch</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-koennen-wir-die-lehre-verbessern-robert-frasch/">Wie können wir die Lehre verbessern, Robert Frasch?</a></li></ul>



<p>Aus meinem Blog:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/02/17/lasst-die-kinder-in-ruhe/">Lasst die Kinder in Ruhe!</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2019/11/28/wie-wir-schulen-zu-oasen-des-self-directed-learnings-machen-konnen/">Wie wir Schulen zu Oasen des Self-directed learnings machen können</a></li></ul>



<p>Aus dem borisgloger-Blog:</p>



<ul><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2022/02/07/mit-scrum4schools-dem-weltraum-auf-der-spur">Mit Scrum4Schools dem Weltraum auf der Spur</a></li><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2022/02/04/agile-teamentwicklung-am-carl-severing-berufskolleg-ein-erfahrungsbericht-von-bildungsgangleiter-philipp-schulte">Agile Teamentwicklung am Carl-Severing-Berufskolleg – ein Erfahrungsbericht von Bildungsgangleiter Philipp Schulte</a></li><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2022/02/01/team-work-makes-the-dream-work-auch-in-der-agilen-schulentwicklung">“Team work makes the dream work!” – auch in der agilen Schulentwicklung</a></li></ul>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[„Es gibt Interessen, dass Schüler:innen nicht zu ihrem Selbst geführt werden, dass sie nicht Zivilcourage üben. Das ist der Bildungsansatz der OECD.“Horst Költze





Schule ist ineffektiv, veraltet und bürokratisch. Während wir die Führungskräfte von he]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>„Es gibt Interessen, dass Schüler:innen nicht zu ihrem Selbst geführt werden, dass sie nicht Zivilcourage üben. Das ist der Bildungsansatz der OECD.“</p>Horst Költze





<p>Schule ist ineffektiv, veraltet und bürokratisch. Während wir die Führungskräfte von heute mit modernsten agilen Methoden trainieren, werden die Führungskräfte von morgen, unsere Kinder, noch immer mit Lehrmethoden und Ideen aus dem 19. Jahrhundert ausgebildet. Was läuft schief bei uns? Und wie können wir das ändern? Darüber spreche ich in dieser Podcast-Folge mit dem Bildungsautor Horst Költze und meiner Kollegin, Anna Czerny.</p>



Meine Gäste: Horst Költze und Anna Czerny





<p>Horst Költze war kein guter Schüler – dafür ein umso besserer Lehrer. Um seinen Traumberuf auszuüben, machte er das Abitur nach, leitete zunächst eine Landschule und wurde schließlich Rektor einer Grund- und Hauptschule. Als die Lehrer:innenbildung Schleswig-Holstein reformiert wurde, baute er ein Regionalinstitut für Grund- und Hauptschullehre:innen auf und bildete 22 Jahre lang Lehrkräfte aus. Aber auch in seiner wohlverdienten Pension ließ ihn das Bildungsthema nicht los. Als Autor ist Herr Költze scharfer Kritiker des bestehenden Bildungssystems und kämpft für einen radikalen Umbau der Schule, wie wir sie kennen.</p>



<p>Meine Kollegin, <a href="https://www.borisgloger.com/team/anna-czerny" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anna Czerny</a>, habt ihr schon <a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-funktioniert-schulunterricht-auf-augenhoehe-das-scrum4schools-gespraech/">in diesem Podcast</a> kennengelernt. Gestartet im Marketing, führte sie ihr Weg später in die Personalentwicklung. Mit ihrer Ausbildung zur Trainerin und zum Coach entdeckte sie schließlich ihr starkes Interesse daran, wie Menschen lernen und sich weiterentwickeln. Heute verantwortet sie die Projektleitung unserer Initiative <a href="http://scrum4schools.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Scrum4Schools</a> in Österreich. Anna Czerny und ich haben ein gemeinsames Ziel: Wir möchten die Art verändern, wie Kinder ausgebildet werden.</p>



Das sind die drei Hauptpunkte



1. Es braucht einen Wandel des öffentlichen Bildungsbewusstseins



<p>In unserem Gespräch fasst Horst Költze einige zentrale Forderungen seines Buches „Schule im Bildungsbeben“ zusammen: „Schule muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Das heißt: Der junge Mensch ist nicht mehr Lernobjekt, sondern -subjekt seiner Bildung. Curriculum ist nicht mehr der Lehrplan, sondern der junge Mensch selbst. Bildungsansatz sind nicht mehr sog. Bildungsstandards, sondern das Lerninteresse des jungen Menschen. Bildungsqualität ist nicht mehr der Rangplatz auf der Pisa-Skala, sondern die Potenzialentwicklung des Kopf-, Herz- und Bauchgehirns im Prozess der Selbstgenese.“</p>



<p>Die meisten erfahrenen Lehrer:innen würden das sofort unterschreiben. Warum fällt es uns dann so schwer, es umzusetzen? Der Autor hat sich im Rahmen eines Essays einmal genauer angesehen, wer die Entscheidungen im Bildungsministerium trifft. Was unsere Kinder lernen müssen, entscheiden Seiteneinsteiger:innen. Die meisten Bildungsminister:innen sind Jurist:innen und ihre Berater:innen nur Schulfach-Expert:innen, keine Pädagog:innen.</p>



<p>Am Beispiel Finnland zeigt sich, dass es auch anders geht. Dort hat der Lehrberuf ein besseres Image, Bildung einen völlig anderen Stellenwert und es wird bereits realisiert, was Herr Költze anspricht. Aber auch in Deutschland gibt es erste Versuchsschulen, etwa an der Universität Dresden. In Österreich hat Anna Czerny im Rahmen von Scrum4Schools gute Erfahrungen mit der Initiative FREI DAY gemacht. „Da bekommen Schüler:innen Zeit, an Dingen zu arbeiten, an denen sie arbeiten möchten“, erzählt meine Kollegin.</p>



2. Nehmt den Kindern den Druck und hört auf, sie ständig zu vergleichen



<p>Kinder sind hochgradig kreativ und können sich neue Fähigkeiten selbst beibringen. Statt sie im eigenverantwortlichen Lernen zu fördern, vereinheitlichen wir aber den Lernstoff und testen, was das Zeug hält. Zu allem Überfluss vergleichen wir sie im Rahmen der Pisa-Studien noch international mit nichtssagenden Zahlen. Anna Czerny wollte ihrem Sohn diesen Druck ersparen und ihm vermitteln, dass Noten nicht so wichtig sind. Aber in der Schule kriegen die Kids das von Mitschüler:innen, Eltern und Lehrkräften mit. „Sie machen sich dann selbst den Druck. Sobald es das System Note gibt, passiert etwas mit den Kindern“, erklärt Anna.</p>



<p>Horst Költze plädiert dafür, das Notensystem abzuschaffen, den Kindern mehr Selbstverantwortung zu geben und ihnen diese Verantwortung bewusst zu machen. Seinem eigenen Sohn hat er es wie folgt erklärt: „Du bist verantwortlich für das, was du werden willst. […] Wahrscheinlich möchtest du später nicht immer gesagt bekommen, was du tun musst, sondern du möchtest auch selbst entscheiden. Dafür musst du etwas tun.“</p>



<p>Wir sehen bei unseren Scrum4Schools-Projekten, dass die Kinder mit Begeisterung dabei sind. Die Freude am Lernen kommt automatisch, wenn man die Schüler:innen Verantwortung übernehmen lässt.</p>



3. Als Gesellschaft wollen wir gar keine besser ausgebildeten Menschen



<p>Ich habe bereits <a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/05/19/kinderfeindliche-gesellschaft-warum-wir-eine-neue-haltung-brauchen/">in diesem Blog-Beitrag</a> eine These formuliert, die sich für mich immer wieder bestätigt hat. Ich glaube, dass wir als Gesellschaft unsere Kinder gar nicht besser ausbilden wollen. Das Establishment scheint glücklich damit zu sein, was aus dem Schulsystem rauskommt. Die Kids sind angepasst und dankbare Konsumierende.&nbsp; Viele von ihnen sind nach dem Besuch von Schule nicht mehr in der Lage, wie Entrepreneure zu denken. Herr Költze kommt in seinem Buch zu einer ähnlichen Erkenntnis. Es gebe Institutionen, die verhindern wollen, dass junge Menschen zu selbstständigen, kreativen Menschen ausgebildet werden: „Das ist der Bildungsansatz der OECD. Der OECD geht es um Anpassung, das ist nachlesbar. Ich habe in meinem Buch die Quellen angeführt.”</p>



<p>Schule in ihrer heutigen Form konditioniert Schüler:innen, damit sie im bestehenden Wirtschaftssystem funktionieren und dieses erhalten. Nur ändert sich gerade auch unsere Wirtschaft und wir stehen in den kommenden Jahrzehnten vor gewaltigen Herausforderungen. Systemerhalter:innen werden uns dabei keine große Hilfe sein. Anna Czerny bringt es auf den Punkt: „Wir wissen heute, dass wir keine Menschen brauchen, die einfach nur Befehle ausführen. Wir brauchen Leute, die fähig sind, Neues zu gestalten und zu experimentieren.“ Darauf müssen wir junge Menschen in der Schule vorbereiten. Damit das gelingen kann, müssen wir sie kreativ, selbstständig und interessenbezogen lernen lassen.</p>





<p>Hört einmal rein in den Podcast und lasst mich wissen, was eure Gedanken sind. Ich freu mich über eure Kommentare!</p>



Das könnte euch auch interessieren:



<p>Aus meinem Podcast:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/lasst-junge-menschen-ans-steuer-mit-kathleen-hamilton-force-of-nature/">Lasst junge Menschen ans Steuer – mit Kathleen Hamilton (Force of Nature)</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-funktioniert-schulunterricht-auf-augenhoehe-das-scrum4schools-gespraech/">Wie funktioniert Schulunterricht auf Augenhöhe? Das Scrum4Schools-Gespräch</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-koennen-wir-die-lehre-verbessern-robert-frasch/">Wie können wir die Lehre verbessern, Robert Frasch?</a></li></ul>



<p>Aus meinem Blog:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/02/17/lasst-die-kinder-in-ruhe/">Lasst die Kinder in Ruhe!</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2019/11/28/wie-wir-schulen-zu-oasen-des-self-directed-learnings-machen-konnen/">Wie wir Schulen zu Oasen des Self-directed learnings machen können</a></li></ul>



<p>Aus dem borisgloger-Blog:</p>



<ul><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2022/02/07/mit-scrum4schools-dem-weltraum-auf-der-spur">Mit Scrum4Schools dem Weltraum auf der Spur</a></li><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2022/02/04/agile-teamentwicklung-am-carl-severing-berufskolleg-ein-erfahrungsbericht-von-bildungsgangleiter-philipp-schulte">Agile Teamentwicklung am Carl-Severing-Berufskolleg – ein Erfahrungsbericht von Bildungsgangleiter Philipp Schulte</a></li><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2022/02/01/team-work-makes-the-dream-work-auch-in-der-agilen-schulentwicklung">“Team work makes the dream work!” – auch in der agilen Schulentwicklung</a></li></ul>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/29696/wir-wollen-unsere-kinder-gar-nicht-besser-ausbilden-mit-horst-koeltze-autor-und-anna-czerny-borisgloger.mp3" length="84459764"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[„Es gibt Interessen, dass Schüler:innen nicht zu ihrem Selbst geführt werden, dass sie nicht Zivilcourage üben. Das ist der Bildungsansatz der OECD.“Horst Költze





Schule ist ineffektiv, veraltet und bürokratisch. Während wir die Führungskräfte von heute mit modernsten agilen Methoden trainieren, werden die Führungskräfte von morgen, unsere Kinder, noch immer mit Lehrmethoden und Ideen aus dem 19. Jahrhundert ausgebildet. Was läuft schief bei uns? Und wie können wir das ändern? Darüber spreche ich in dieser Podcast-Folge mit dem Bildungsautor Horst Költze und meiner Kollegin, Anna Czerny.



Meine Gäste: Horst Költze und Anna Czerny





Horst Költze war kein guter Schüler – dafür ein umso besserer Lehrer. Um seinen Traumberuf auszuüben, machte er das Abitur nach, leitete zunächst eine Landschule und wurde schließlich Rektor einer Grund- und Hauptschule. Als die Lehrer:innenbildung Schleswig-Holstein reformiert wurde, baute er ein Regionalinstitut für Grund- und Hauptschullehre:innen auf und bildete 22 Jahre lang Lehrkräfte aus. Aber auch in seiner wohlverdienten Pension ließ ihn das Bildungsthema nicht los. Als Autor ist Herr Költze scharfer Kritiker des bestehenden Bildungssystems und kämpft für einen radikalen Umbau der Schule, wie wir sie kennen.



Meine Kollegin, Anna Czerny, habt ihr schon in diesem Podcast kennengelernt. Gestartet im Marketing, führte sie ihr Weg später in die Personalentwicklung. Mit ihrer Ausbildung zur Trainerin und zum Coach entdeckte sie schließlich ihr starkes Interesse daran, wie Menschen lernen und sich weiterentwickeln. Heute verantwortet sie die Projektleitung unserer Initiative Scrum4Schools in Österreich. Anna Czerny und ich haben ein gemeinsames Ziel: Wir möchten die Art verändern, wie Kinder ausgebildet werden.



Das sind die drei Hauptpunkte



1. Es braucht einen Wandel des öffentlichen Bildungsbewusstseins



In unserem Gespräch fasst Horst Költze einige zentrale Forderungen seines Buches „Schule im Bildungsbeben“ zusammen: „Schule muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Das heißt: Der junge Mensch ist nicht mehr Lernobjekt, sondern -subjekt seiner Bildung. Curriculum ist nicht mehr der Lehrplan, sondern der junge Mensch selbst. Bildungsansatz sind nicht mehr sog. Bildungsstandards, sondern das Lerninteresse des jungen Menschen. Bildungsqualität ist nicht mehr der Rangplatz auf der Pisa-Skala, sondern die Potenzialentwicklung des Kopf-, Herz- und Bauchgehirns im Prozess der Selbstgenese.“



Die meisten erfahrenen Lehrer:innen würden das sofort unterschreiben. Warum fällt es uns dann so schwer, es umzusetzen? Der Autor hat sich im Rahmen eines Essays einmal genauer angesehen, wer die Entscheidungen im Bildungsministerium trifft. Was unsere Kinder lernen müssen, entscheiden Seiteneinsteiger:innen. Die meisten Bildungsminister:innen sind Jurist:innen und ihre Berater:innen nur Schulfach-Expert:innen, keine Pädagog:innen.



Am Beispiel Finnland zeigt sich, dass es auch anders geht. Dort hat der Lehrberuf ein besseres Image, Bildung einen völlig anderen Stellenwert und es wird bereits realisiert, was Herr Költze anspricht. Aber auch in Deutschland gibt es erste Versuchsschulen, etwa an der Universität Dresden. In Österreich hat Anna Czerny im Rahmen von Scrum4Schools gute Erfahrungen mit der Initiative FREI DAY gemacht. „Da bekommen Schüler:innen Zeit, an Dingen zu arbeiten, an denen sie arbeiten möchten“, erzählt meine Kollegin.



2. Nehmt den Kindern den Druck und hört auf, sie ständig zu vergleichen



Kinder sind hochgradig kreativ und können sich neue Fähigkeiten selbst beibringen. Statt sie im eigenverantwortlichen Lernen zu fördern, vereinheitlichen wir aber den Lernstoff und testen, was das Zeug hält. Zu allem Überfluss vergleichen wir sie im Rahmen der Pisa-Studien noch international mit nichtssagenden Zahlen. Anna Czerny wollte ihrem Sohn diesen Druck ersparen und ihm vermitteln, dass Noten nicht so wichtig sind. Aber in der Schule kriegen die Kids das von Mitschüler:i]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2022/06/bg_podcast_Horst_Koeltze.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2022/06/bg_podcast_Horst_Koeltze.jpg</url>
			<title>Wir wollen unsere Kinder gar nicht besser ausbilden – mit Horst Költze (Autor) und Anna Czerny (Scrum4Schools by borisgloger)</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>58:37</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[„Es gibt Interessen, dass Schüler:innen nicht zu ihrem Selbst geführt werden, dass sie nicht Zivilcourage üben. Das ist der Bildungsansatz der OECD.“Horst Költze





Schule ist ineffektiv, veraltet und bürokratisch. Während wir die Führungskräfte von heute mit modernsten agilen Methoden trainieren, werden die Führungskräfte von morgen, unsere Kinder, noch immer mit Lehrmethoden und Ideen aus dem 19. Jahrhundert ausgebildet. Was läuft schief bei uns? Und wie können wir das ändern? Darüber spreche ich in dieser Podcast-Folge mit dem Bildungsautor Horst Költze und meiner Kollegin, Anna Czerny.



Meine Gäste: Horst Költze und Anna Czerny





Horst Költze war kein guter Schüler – dafür ein umso besserer Lehrer. Um seinen Traumberuf auszuüben, machte er das Abitur nach, leitete zunächst eine Landschule und wurde schließlich Rektor einer Grund- und Hauptschule. Als die Lehrer:innenbildung Schleswig-Holstein reformiert wurde, baute er ein Regionalinstitut für Grund- und Hauptschullehre:inn]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2022/06/bg_podcast_Horst_Koeltze.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Lasst junge Menschen ans Steuer – mit Kathleen Hamilton (Force of Nature)</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/lasst-junge-menschen-ans-steuer-mit-kathleen-hamilton-force-of-nature/</link>
	<pubDate>Thu, 21 Apr 2022 06:30:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=29435</guid>
	<description><![CDATA[<p>„Es gibt eine Kluft zwischen den Debatten. Geschäftsleute sprechen oft darüber, dass die Jugend die Zukunft ist, aber es sind keine jungen Menschen im Raum.“</p>





Mein Gast: Kathleen Hamilton





<p>Ich war ein Teenager, als wir in Deutschland sowohl im Fernsehen als auch in der Schule mehr und mehr über den Kalten Krieg lernten. Wir schauten uns die Waffenarsenale im Osten und Westen an und es kam zur Debatte, ob wir Pershing II stationieren sollten. Es gab eine Friedensbewegung und Ostermärsche. Die Bedrohung durch die Supermächte fühlte sich damals real an und ich erinnere mich noch sehr genau an meine Tagträume darüber, wie ich mich im Fall eines Nuklearschlages retten würde. Später erklärte mir ein Therapeut, dass diese Fantasien eine Bewältigungsstrategie der Psyche sind, um mit der Angst umzugehen.</p>



<p>Heute gibt es eine neue Sorge, die junge Menschen plagt: die <a href="https://www.ecoanxiety.com/what-is-eco-anxiety/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eco Anxiety</a>, eine für viele sehr belastende Sorge, ja eine Angst davor, wie sich unsere Lebensgrundlagen als Folge des Klimawandels verändern werden. Der IPCC Report macht deutlich, dass diese Angst begründet ist: Wir steuern auf dramatische Bedingungen zu und derzeit sieht es so aus, dass wir bei einer durchschnittlichen Klimaerwärmung von 2,3 °C ankommen werden. Es könnte sogar sein, dass sich die <a href="https://open.spotify.com/episode/4hOrkGiMX87T2PWQ82KyTz?si=Pc1F86dyT6K_Cvx4nU_c6Q" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Strömungsrichtung im Atlantik sehr bald ändern wird</a>. Diese Sorge belastet immer mehr Menschen und wie jede Sorge, die einen ohnmächtig dastehen lässt, kann sie schwerwiegende Folgen für das eigene Leben haben. Doch gibt es Bewältigungsstrategien dafür – vielleicht bessere als die Flucht in Tagträume? Diese Frage beantwortet Clover Hogen in diesem wunderbaren TEDx Talk: <a href="https://www.ted.com/talks/clover_hogan_what_to_do_when_climate_change_feels_unstoppable" target="_blank" rel="noreferrer noopener">What to do when climate change feels unstoppable. </a>Sie hat <a href="https://www.forceofnature.xyz/about" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Force of Nature</a> gegründet, um junge Menschen dabei zu unterstützen, mit dieser Sorge produktiv umzugehen und sie in Aktion zu verwandeln. Ich hatte die Möglichkeit, Kathleen Hamilton, Programmes and Partnerships Director bei Force of Nature und außerdem eine enge Freundin der Gründerin, zu interviewen, um mehr über Eco Anxiety, Force of Nature und die Arbeit des Unternehmens zu erfahren.</p>



Das sind die drei Hauptpunkte



1. Wir müssen die Klimaangst der jungen Generationen ernst nehmen



<p>In den letzten 100 Jahren haben wir die Welt an die Wand gefahren und hinterlassen der jüngeren Generation eine tickende Klima-Zeitbombe. Aber nicht nur das. Wir verlassen uns auch noch darauf, dass es diese Generation dann schon irgendwie richten wird. Wenn man Teenagern solche Lasten auf die Schultern lädt, darf man sich nicht wundern, wenn immer mehr junge Menschen eine Klimaangst entwickeln.</p>



<p>Klimaangst, oder Eco-Anxiety, ist ein relativ neues Phänomen, das mit einer Reihe von Emotionen wie Stress, Überforderung, Unsicherheit und existentieller Angst einhergeht. Das Fatale daran: Klimaangst ist keine Angst im evolutionären Sinn, die zu einer Handlung führt (Gefahr ? lauf!), sondern hat einen lähmenden Effekt, weil das Thema Klimawandel zu komplex für einfache Lösungen ist. „Wir haben nicht die Fähigkeit, mit etwas so Großem und Komplexem umzugehen“, fasst Kathleen Hamilton zusammen.</p>



<p>Force of Nature wurde gegründet, um dieses Gefühl zu adressieren. Nicht als NGO, wie man erwarten würde, sondern als Firma. Clover Hogen ist also eine Entrepreneurin, deren Organisation wir zu den Social Businesses zählen müssen. Force of Nature entwickelt u.a. Programme für Schüler:innen, um die Angst auf persönlicher Ebene zu verstehen und zu kanalisieren, damit sie in ihrem Wirkungsbereich etwas gegen den Klimawandel unternehmen können. Auf der anderen Seite arbeitet Force of Nature aber auch mit Unternehmen zusammen. Dabei erzählt mir Kathleen Hamilton, dass die Mitarbeiter:innen in den Unternehmen oft ähnlich ratlos sind wie die Schüler:innen selbst: „Die Menschen glauben, dass sie als Einzelne nichts bewirken können oder das Problem zu groß ist, um etwas zu verändern.“ Kathleen und ihr Team zeigen, dass es für jede:n Wege gibt, zu handeln. Dabei gilt: Think small statt big!</p>



2. Beim Austausch zu Klimathemen in Unternehmen gibt es noch Luft nach oben



<p>Als wir bei borisgloger begonnen haben, über Nachhaltigkeit nachzudenken, ist mir etwas aufgefallen. Man neigt dazu, sich gerade anfangs schnell in Überlegungen zu verstricken wie „Ich trenne doch meinen Müll“ oder „Ich habe keine Zeit, ich muss meinen Job machen, auf meine verrechenbaren Stunden kommen“. Veränderung ruft immer Widerstand hervor, aber durch den offen geführten Diskurs entsteht auch ein neues Denken. Es hat ein bisschen gedauert, doch wir haben dann erkannt, dass wir sehr wohl <a href="https://www.borisgloger.com/ueber-uns/csr">mehr tun</a> können.</p>



<p>Kathleen Hamilton hat ähnliche Erfahrungen in Unternehmen gemacht: „Ich glaube, dass es die Aufgabe der Führungskräfte ist, eine Umgebung zu schaffen, in der Menschen darüber sprechen können, was ihnen wichtig ist, wovor sie Angst haben und was sie motiviert.“ Das ist offenbar aber noch nicht selbstverständlich. Nach Workshops in Unternehmen erhält Force of Nature immer wieder ein ähnliches Feedback: „Ich habe noch nie vor anderen Menschen über dieses Thema gesprochen“ oder „Ich habe nicht gewusst, dass andere so denken“. Genau diesen Austausch brauche es aber, um zu Lösungen zu kommen. Wenn ich weiß, was den Menschen im Unternehmen wichtig ist, wird es mir auch leichter fallen, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln und diese mit der Business-Strategie zu verknüpfen. Wir erleben also auch in Unternehmen ein Ohnmachtsgefühl, und es ist Aufgabe von uns Unternehmer:innen, unsere Kolleg:innen dabei zu unterstützen, Bewältigungsstrategien zu entwickeln.</p>



3. Wir brauchen junge Menschen in Führungspositionen



<p>Das Klimaproblem wird nicht nur für die FFF-Generation, sondern für uns alle stetig dringlicher. Mit dem Klima kann man nicht verhandeln und wir alle müssen Wege finden, damit umzugehen. Vor allem wir Führungskräfte haben dabei die Verantwortung, einen Austausch mit jungen Menschen zu starten, was aktuell noch viel zu selten geschieht. Gerade in den Führungsetagen von großen Unternehmen werden zwar aktivistisch Nachhaltigkeitsmaßnahmen beschlossen, CO2-Zertifikate gekauft und Berichte darüber veröffentlicht und in den Vorstandssitzungen wird pflichtbewusst debattiert, wie man Verantwortung übernehmen und was man besser machen kann. Die Ironie daran: Oft versuchen dann diejenigen, das Problem zu lösen, die jahrzehntelang ein Teil davon waren – und das, ohne mit denen zu reden, die ihr Handeln am meisten betrifft. Kathleen Hamilton ortet dabei einen fehlenden generationenübergreifenden Diskurs: „Es gibt eine Kluft zwischen den Debatten. Geschäftsleute sprechen oft darüber, dass die Jugend die Zukunft ist, aber es sind keine jungen Menschen im Raum.“ Daher kommt der Vorschlag, diese Generation schneller in die Steuerung von Unternehmen zu lassen, sie schon jetzt nicht mehr nur zuhören, sondern aktiv handeln zu lassen.</p>



<p>Force of Nature hat einen Weg gefunden, mit Unternehmen in den Dialog zu gehen. Das Unternehmen unterstützt junge Menschen dabei, in verantwortungsvolle Positionen zu kommen, in denen sie wirklich etwas bewirken können: in die Vorstände, in die Politik und auf die öffentlichen Redner:innen-Bühnen. Es ist Zeit, dass wir sie machen lassen.</p>





<p>Wie wird das Klimathema bei euch im Unternehmen diskutiert und welche Rolle nehmen jüngere Menschen dabei ein? Hört mal in den Podcast rein und lasst mich wissen, was ihr dazu denkt! Ich freu mich über eure Kommentare.</p>



Das könnte euch auch interessieren:



<p>Aus meinem Podcast:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/auch-unternehmen-koennen-und-sollen-aktivisten-sein-mit-stefanie-summerauer-visionistas/">Auch Unternehmen können und sollen Aktivisten sein – mit Stefanie Summerauer (Visionistas)</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/nachhaltigkeitsziele-gemeinschaftlich-erreichen-mit-sina-wans/">Nachhaltigkeitsziele gemeinsam erreichen – mit Sina Wans</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/gemeinschaftsbasiertes-wirtschaften-macht-es-wie-oma-mit-timo-wans-myzelium/">Gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften: Macht es wie Oma! – mit Timo Wans (MYZELIUM)</a></li></ul>



<p>Aus meinem Blog:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/09/21/widerstand-ist-eine-funktion-von-nicht-koennen-oder-warum-sich-in-der-klimafrage-so-wenig-bewegt/">Widerstand ist eine Funktion von Nicht-Können – oder warum sich in der Klimafrage so wenig bewegt</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/08/23/wir-brauchen-den-paradigmenwechsel-jetzt/">Wir brauchen den Paradigmenwechsel jetzt</a></li></ul>



<p>Aus dem borisgloger-Blog</p>



<ul><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2021/12/22/klima-ziele-handhabbar-machen-wie-sie-ihr-unternehmen-vom-reden-ins-tun-bringen">(Klima-)Ziele handhabbar machen – wie Sie Ihr Unternehmen vom Reden ins Tun bringen</a></li></ul>



<p>Von Force of Nature:</p>



<ul><li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=-oyVDRosO74" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Denial or Despair? How to rewrite your climate change story – TED-Talk von Clover Hogan, Gründerin von Force of Nature</a></li><li><a href="https://www.forceofnature.xyz/podcast" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Podcast von Force of Nature</a></li></ul>





Let young people take charge - with Kathleen Hamilton (Force of Nature)



<p>"There is a gap between the conversations happening. Folks in business often talk about how the young are the future, but there are no young people in the room.”</p>



My Guest: Kathleen Hamilton



<p>I was a teenager when we learned more and more about the Cold War in Germany, both on TV and in school. We looked at the arsenals in the East and West, and there was a debate about whether we should deploy Pershing II. There was a peace movement and Easter marches. The threat from the superpowers felt real at the time, and I remember very clearly daydreaming about how I would save myself in the event of a nuclear strike. Later, a therapist explained that these fantasies are a coping strategy of the mind to deal with fear.</p>



<p>Today, there is a new worry plaguing young people: <a href="https://www.ecoanxiety.com/what-is-eco-anxiety/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eco Anxiety</a>, a very stressful concern for many, indeed a fear of how our livelihoods will change due to climate change. The IPCC report confirms that this fear is legitimate: We are heading for dramatic conditions, and at present, it looks like we will arrive at an average climate warming of 2.3 °C. It could be even possible that the <a href="https://open.spotify.com/episode/4hOrkGiMX87T2PWQ82KyTz?si=Pc1F86dyT6K_Cvx4nU_c6Q" target="_blank" rel="noreferrer noopener">flow direction in the Atlantic will change very soon</a>. This worry is weighing on more and more people, and like any worry that makes you feel powerless, it can have severe consequences for your life. But are there coping strategies for this - perhaps better ones than escaping into daydreams? Clover Hogen answers this question in this wonderful TEDx Talk: <a href="https://www.ted.com/talks/clover_hogan_what_to_do_when_climate_change_feels_unstoppable" target="_blank" rel="noreferrer noopener">What to do when climate change feels unstoppable</a>. She founded <a href="https://www.forceofnature.xyz/about" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Force of Nature</a> to help young people deal with this concern productively and turn it into action. I had the opportunity to interview Kathleen Hamilton, Programmes and Partnerships Director at Force of Nature and a close friend of the founder, to learn more about Eco Anxiety, Force of Nature, and the company's work.</p>



These are the three main points



1. We need to take the climate fears of the younger generations seriously



<p>&nbsp;We have destroyed our world in the last 100 years, leaving the younger generation with a ticking climate time bomb. But not only that. We are also relying on this generation to fix it somehow. If you put such burdens on teenagers' shoulders, you shouldn't be surprised if more and more young people develop eco-anxiety.</p>



<p>Eco-anxiety is a relatively new phenomenon that goes hand in hand with a range of emotions such as stress, excessive demands, insecurity and existential fear. The fatal thing is that eco-anxiety is not a fear in the evolutionary sense that leads to action (danger ? run!) but has a paralysing effect because the issue of climate change is too complex for simple solutions. "We are not equipped to deal with something so large and complex", sums up Kathleen Hamilton.</p>



<p>Force of Nature was founded to address this feeling. Not as an NGO, as one would expect, but as a company. Therefore, Clover Hogen is an entrepreneur whose organisation we must count as a social business. Among other things, Force of Nature develops programmes for students to understand and channel fear so that they can do something about climate change in their sphere of influence. On the other hand, Force of Nature also works with companies. Kathleen Hamilton tells me that employees in companies are often as perplexed as the students themselves: "People believe that they can't make a difference as individuals or that the problem is too big to change.” Kathleen and her team show that there are ways for everyone to act. The motto is: Think small instead of big!</p>



2. There is still room for improvement in discussing climate issues in companies 



<p>When we at borisgloger started thinking about sustainability, I noticed something. There is a tendency, especially at the beginning, to quickly get caught up in considerations such as "I'm already separating my rubbish" or "I don't have time; I have to do my job, get to my billable hours". Change always causes resistance, but a new way of thinking also emerges through open discourse. It took a little while, but we realised that <a href="https://www.borisgloger.com/en/about-us/csr">we could do more</a>.</p>



<p>Kathleen Hamilton has had similar experiences in companies: " I think for business leaders, it’s about how you create an environment where people can talk about what they care about, what they’re afraid of and what motivates them." But that's not always possible yet. After workshops in companies, Force of Nature receives similar feedback again and again: "I have never talked about this in front of other people." or "I didn't know that others thought this way". But it is precisely this exchange that is needed to find solutions. If I know what is important to the people in the company, it will be easier for me to develop a sustainability strategy and link it to the business strategy. So we also experience a feeling of powerlessness in companies, and it is the task of us entrepreneurs to support our colleagues in developing coping strategies.</p>



3. We need young people in leadership positions



<p>The climate problem is becoming more and more urgent not only for the FFF generation but for all of us. The climate is not negotiable, and we all have to find ways to deal with it. Above all, we leaders are responsible for starting an exchange with young people, which is still happening far too rarely. Especially on the executive boards of large companies, sustainability measures are adopted in an activist manner, CO2 certificates are bought, and reports are published. In board meetings, there is a dutiful debate on how to take responsibility and what can be done better. The irony is that often those who have been part of the problem for decades try to solve it without talking to those their actions affect most. Kathleen Hamilton identifies a lack of intergenerational discourse: "There is a gap between the conversations happening. Folks in business often talk about how the young are the future, but there are no young people in the room." Hence the suggestion to let this generation into the governance of companies more quickly, to let them take action rather than just listening.</p>



<p>Force of Nature has found a way to engage in dialogue with companies. The company supports young people in getting into positions of power where they can make a difference: on boards, in politics and on public speaker stages. It's time we let them do it.</p>



<p>How is the climate issue discussed in your company, and what role do younger people play in it? Listen to the podcast, and let me know what you think! I look forward to your comments.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[„Es gibt eine Kluft zwischen den Debatten. Geschäftsleute sprechen oft darüber, dass die Jugend die Zukunft ist, aber es sind keine jungen Menschen im Raum.“





Mein Gast: Kathleen Hamilton





Ich war ein Teenager, als wir in Deutschland sowohl im Fe]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>„Es gibt eine Kluft zwischen den Debatten. Geschäftsleute sprechen oft darüber, dass die Jugend die Zukunft ist, aber es sind keine jungen Menschen im Raum.“</p>





Mein Gast: Kathleen Hamilton





<p>Ich war ein Teenager, als wir in Deutschland sowohl im Fernsehen als auch in der Schule mehr und mehr über den Kalten Krieg lernten. Wir schauten uns die Waffenarsenale im Osten und Westen an und es kam zur Debatte, ob wir Pershing II stationieren sollten. Es gab eine Friedensbewegung und Ostermärsche. Die Bedrohung durch die Supermächte fühlte sich damals real an und ich erinnere mich noch sehr genau an meine Tagträume darüber, wie ich mich im Fall eines Nuklearschlages retten würde. Später erklärte mir ein Therapeut, dass diese Fantasien eine Bewältigungsstrategie der Psyche sind, um mit der Angst umzugehen.</p>



<p>Heute gibt es eine neue Sorge, die junge Menschen plagt: die <a href="https://www.ecoanxiety.com/what-is-eco-anxiety/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eco Anxiety</a>, eine für viele sehr belastende Sorge, ja eine Angst davor, wie sich unsere Lebensgrundlagen als Folge des Klimawandels verändern werden. Der IPCC Report macht deutlich, dass diese Angst begründet ist: Wir steuern auf dramatische Bedingungen zu und derzeit sieht es so aus, dass wir bei einer durchschnittlichen Klimaerwärmung von 2,3 °C ankommen werden. Es könnte sogar sein, dass sich die <a href="https://open.spotify.com/episode/4hOrkGiMX87T2PWQ82KyTz?si=Pc1F86dyT6K_Cvx4nU_c6Q" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Strömungsrichtung im Atlantik sehr bald ändern wird</a>. Diese Sorge belastet immer mehr Menschen und wie jede Sorge, die einen ohnmächtig dastehen lässt, kann sie schwerwiegende Folgen für das eigene Leben haben. Doch gibt es Bewältigungsstrategien dafür – vielleicht bessere als die Flucht in Tagträume? Diese Frage beantwortet Clover Hogen in diesem wunderbaren TEDx Talk: <a href="https://www.ted.com/talks/clover_hogan_what_to_do_when_climate_change_feels_unstoppable" target="_blank" rel="noreferrer noopener">What to do when climate change feels unstoppable. </a>Sie hat <a href="https://www.forceofnature.xyz/about" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Force of Nature</a> gegründet, um junge Menschen dabei zu unterstützen, mit dieser Sorge produktiv umzugehen und sie in Aktion zu verwandeln. Ich hatte die Möglichkeit, Kathleen Hamilton, Programmes and Partnerships Director bei Force of Nature und außerdem eine enge Freundin der Gründerin, zu interviewen, um mehr über Eco Anxiety, Force of Nature und die Arbeit des Unternehmens zu erfahren.</p>



Das sind die drei Hauptpunkte



1. Wir müssen die Klimaangst der jungen Generationen ernst nehmen



<p>In den letzten 100 Jahren haben wir die Welt an die Wand gefahren und hinterlassen der jüngeren Generation eine tickende Klima-Zeitbombe. Aber nicht nur das. Wir verlassen uns auch noch darauf, dass es diese Generation dann schon irgendwie richten wird. Wenn man Teenagern solche Lasten auf die Schultern lädt, darf man sich nicht wundern, wenn immer mehr junge Menschen eine Klimaangst entwickeln.</p>



<p>Klimaangst, oder Eco-Anxiety, ist ein relativ neues Phänomen, das mit einer Reihe von Emotionen wie Stress, Überforderung, Unsicherheit und existentieller Angst einhergeht. Das Fatale daran: Klimaangst ist keine Angst im evolutionären Sinn, die zu einer Handlung führt (Gefahr ? lauf!), sondern hat einen lähmenden Effekt, weil das Thema Klimawandel zu komplex für einfache Lösungen ist. „Wir haben nicht die Fähigkeit, mit etwas so Großem und Komplexem umzugehen“, fasst Kathleen Hamilton zusammen.</p>



<p>Force of Nature wurde gegründet, um dieses Gefühl zu adressieren. Nicht als NGO, wie man erwarten würde, sondern als Firma. Clover Hogen ist also eine Entrepreneurin, deren Organisation wir zu den Social Businesses zählen müssen. Force of Nature entwickelt u.a. Programme für Schüler:innen, um die Angst auf persönlicher Ebene zu verstehen und zu kanalisieren, damit sie in ihrem Wirkungsbereich etwas gegen den Klimawandel unternehmen können. Auf der anderen Seite arbeitet Force of Nature aber auch mit Unternehmen zusammen. Dabei erzählt mir Kathleen Hamilton, dass die Mitarbeiter:innen in den Unternehmen oft ähnlich ratlos sind wie die Schüler:innen selbst: „Die Menschen glauben, dass sie als Einzelne nichts bewirken können oder das Problem zu groß ist, um etwas zu verändern.“ Kathleen und ihr Team zeigen, dass es für jede:n Wege gibt, zu handeln. Dabei gilt: Think small statt big!</p>



2. Beim Austausch zu Klimathemen in Unternehmen gibt es noch Luft nach oben



<p>Als wir bei borisgloger begonnen haben, über Nachhaltigkeit nachzudenken, ist mir etwas aufgefallen. Man neigt dazu, sich gerade anfangs schnell in Überlegungen zu verstricken wie „Ich trenne doch meinen Müll“ oder „Ich habe keine Zeit, ich muss meinen Job machen, auf meine verrechenbaren Stunden kommen“. Veränderung ruft immer Widerstand hervor, aber durch den offen geführten Diskurs entsteht auch ein neues Denken. Es hat ein bisschen gedauert, doch wir haben dann erkannt, dass wir sehr wohl <a href="https://www.borisgloger.com/ueber-uns/csr">mehr tun</a> können.</p>



<p>Kathleen Hamilton hat ähnliche Erfahrungen in Unternehmen gemacht: „Ich glaube, dass es die Aufgabe der Führungskräfte ist, eine Umgebung zu schaffen, in der Menschen darüber sprechen können, was ihnen wichtig ist, wovor sie Angst haben und was sie motiviert.“ Das ist offenbar aber noch nicht selbstverständlich. Nach Workshops in Unternehmen erhält Force of Nature immer wieder ein ähnliches Feedback: „Ich habe noch nie vor anderen Menschen über dieses Thema gesprochen“ oder „Ich habe nicht gewusst, dass andere so denken“. Genau diesen Austausch brauche es aber, um zu Lösungen zu kommen. Wenn ich weiß, was den Menschen im Unternehmen wichtig ist, wird es mir auch leichter fallen, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln und diese mit der Business-Strategie zu verknüpfen. Wir erleben also auch in Unternehmen ein Ohnmachtsgefühl, und es ist Aufgabe von uns Unternehmer:innen, unsere Kolleg:innen dabei zu unterstützen, Bewältigungsstrategien zu entwickeln.</p>



3. Wir brauchen junge Menschen in Führungspositionen



<p>Das Klimaproblem wird nicht nur für die FFF-Generation, sondern für uns alle stetig dringlicher. Mit dem Klima kann man nicht verhandeln und wir alle müssen Wege finden, damit umzugehen. Vor allem wir Führungskräfte haben dabei die Verantwortung, einen Austausch mit jungen Menschen zu starten, was aktuell noch viel zu selten geschieht. Gerade in den Führungsetagen von großen Unternehmen werden zwar aktivistisch Nachhaltigkeitsmaßnahmen beschlossen, CO2-Zertifikate gekauft und Berichte darüber veröffentlicht und in den Vorstandssitzungen wird pflichtbewusst debattiert, wie man Verantwortung übernehmen und was man besser machen kann. Die Ironie daran: Oft versuchen dann diejenigen, das Problem zu lösen, die jahrzehntelang ein Teil davon waren – und das, ohne mit denen zu reden, die ihr Handeln am meisten betrifft. Kathleen Hamilton ortet dabei einen fehlenden generationenübergreifenden Diskurs: „Es gibt eine Kluft zwischen den Debatten. Geschäftsleute sprechen oft darüber, dass die Jugend die Zukunft ist, aber es sind keine jungen Menschen im Raum.“ Daher kommt der Vorschlag, diese Generation schneller in die Steuerung von Unternehmen zu lassen, sie schon jetzt nicht mehr nur zuhören, sondern aktiv handeln zu lassen.</p>



<p>Force of Nature hat einen Weg gefunden, mit Unternehmen in den Dialog zu gehen. Das Unternehmen unterstützt junge Menschen dabei, in verantwortungsvolle Positionen zu kommen, in denen sie wirklich etwas bewirken können: in die Vorstände, in die Politik und auf die öffentlichen Redner:innen-Bühnen. Es ist Zeit, dass wir sie machen lassen.</p>





<p>Wie wird das Klimathema bei euch im Unternehmen diskutiert und welche Rolle nehmen jüngere Menschen dabei ein? Hört mal in den Podcast rein und lasst mich wissen, was ihr dazu denkt! Ich freu mich über eure Kommentare.</p>



Das könnte euch auch interessieren:



<p>Aus meinem Podcast:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/auch-unternehmen-koennen-und-sollen-aktivisten-sein-mit-stefanie-summerauer-visionistas/">Auch Unternehmen können und sollen Aktivisten sein – mit Stefanie Summerauer (Visionistas)</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/nachhaltigkeitsziele-gemeinschaftlich-erreichen-mit-sina-wans/">Nachhaltigkeitsziele gemeinsam erreichen – mit Sina Wans</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/podcast/gemeinschaftsbasiertes-wirtschaften-macht-es-wie-oma-mit-timo-wans-myzelium/">Gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften: Macht es wie Oma! – mit Timo Wans (MYZELIUM)</a></li></ul>



<p>Aus meinem Blog:</p>



<ul><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/09/21/widerstand-ist-eine-funktion-von-nicht-koennen-oder-warum-sich-in-der-klimafrage-so-wenig-bewegt/">Widerstand ist eine Funktion von Nicht-Können – oder warum sich in der Klimafrage so wenig bewegt</a></li><li><a href="https://insightsbyborisgloger.com/2021/08/23/wir-brauchen-den-paradigmenwechsel-jetzt/">Wir brauchen den Paradigmenwechsel jetzt</a></li></ul>



<p>Aus dem borisgloger-Blog</p>



<ul><li><a href="https://www.borisgloger.com/blog/2021/12/22/klima-ziele-handhabbar-machen-wie-sie-ihr-unternehmen-vom-reden-ins-tun-bringen">(Klima-)Ziele handhabbar machen – wie Sie Ihr Unternehmen vom Reden ins Tun bringen</a></li></ul>



<p>Von Force of Nature:</p>



<ul><li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=-oyVDRosO74" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Denial or Despair? How to rewrite your climate change story – TED-Talk von Clover Hogan, Gründerin von Force of Nature</a></li><li><a href="https://www.forceofnature.xyz/podcast" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Podcast von Force of Nature</a></li></ul>





Let young people take charge - with Kathleen Hamilton (Force of Nature)



<p>"There is a gap between the conversations happening. Folks in business often talk about how the young are the future, but there are no young people in the room.”</p>



My Guest: Kathleen Hamilton



<p>I was a teenager when we learned more and more about the Cold War in Germany, both on TV and in school. We looked at the arsenals in the East and West, and there was a debate about whether we should deploy Pershing II. There was a peace movement and Easter marches. The threat from the superpowers felt real at the time, and I remember very clearly daydreaming about how I would save myself in the event of a nuclear strike. Later, a therapist explained that these fantasies are a coping strategy of the mind to deal with fear.</p>



<p>Today, there is a new worry plaguing young people: <a href="https://www.ecoanxiety.com/what-is-eco-anxiety/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eco Anxiety</a>, a very stressful concern for many, indeed a fear of how our livelihoods will change due to climate change. The IPCC report confirms that this fear is legitimate: We are heading for dramatic conditions, and at present, it looks like we will arrive at an average climate warming of 2.3 °C. It could be even possible that the <a href="https://open.spotify.com/episode/4hOrkGiMX87T2PWQ82KyTz?si=Pc1F86dyT6K_Cvx4nU_c6Q" target="_blank" rel="noreferrer noopener">flow direction in the Atlantic will change very soon</a>. This worry is weighing on more and more people, and like any worry that makes you feel powerless, it can have severe consequences for your life. But are there coping strategies for this - perhaps better ones than escaping into daydreams? Clover Hogen answers this question in this wonderful TEDx Talk: <a href="https://www.ted.com/talks/clover_hogan_what_to_do_when_climate_change_feels_unstoppable" target="_blank" rel="noreferrer noopener">What to do when climate change feels unstoppable</a>. She founded <a href="https://www.forceofnature.xyz/about" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Force of Nature</a> to help young people deal with this concern productively and turn it into action. I had the opportunity to interview Kathleen Hamilton, Programmes and Partnerships Director at Force of Nature and a close friend of the founder, to learn more about Eco Anxiety, Force of Nature, and the company's work.</p>



These are the three main points



1. We need to take the climate fears of the younger generations seriously



<p>&nbsp;We have destroyed our world in the last 100 years, leaving the younger generation with a ticking climate time bomb. But not only that. We are also relying on this generation to fix it somehow. If you put such burdens on teenagers' shoulders, you shouldn't be surprised if more and more young people develop eco-anxiety.</p>



<p>Eco-anxiety is a relatively new phenomenon that goes hand in hand with a range of emotions such as stress, excessive demands, insecurity and existential fear. The fatal thing is that eco-anxiety is not a fear in the evolutionary sense that leads to action (danger ? run!) but has a paralysing effect because the issue of climate change is too complex for simple solutions. "We are not equipped to deal with something so large and complex", sums up Kathleen Hamilton.</p>



<p>Force of Nature was founded to address this feeling. Not as an NGO, as one would expect, but as a company. Therefore, Clover Hogen is an entrepreneur whose organisation we must count as a social business. Among other things, Force of Nature develops programmes for students to understand and channel fear so that they can do something about climate change in their sphere of influence. On the other hand, Force of Nature also works with companies. Kathleen Hamilton tells me that employees in companies are often as perplexed as the students themselves: "People believe that they can't make a difference as individuals or that the problem is too big to change.” Kathleen and her team show that there are ways for everyone to act. The motto is: Think small instead of big!</p>



2. There is still room for improvement in discussing climate issues in companies 



<p>When we at borisgloger started thinking about sustainability, I noticed something. There is a tendency, especially at the beginning, to quickly get caught up in considerations such as "I'm already separating my rubbish" or "I don't have time; I have to do my job, get to my billable hours". Change always causes resistance, but a new way of thinking also emerges through open discourse. It took a little while, but we realised that <a href="https://www.borisgloger.com/en/about-us/csr">we could do more</a>.</p>



<p>Kathleen Hamilton has had similar experiences in companies: " I think for business leaders, it’s about how you create an environment where people can talk about what they care about, what they’re afraid of and what motivates them." But that's not always possible yet. After workshops in companies, Force of Nature receives similar feedback again and again: "I have never talked about this in front of other people." or "I didn't know that others thought this way". But it is precisely this exchange that is needed to find solutions. If I know what is important to the people in the company, it will be easier for me to develop a sustainability strategy and link it to the business strategy. So we also experience a feeling of powerlessness in companies, and it is the task of us entrepreneurs to support our colleagues in developing coping strategies.</p>



3. We need young people in leadership positions



<p>The climate problem is becoming more and more urgent not only for the FFF generation but for all of us. The climate is not negotiable, and we all have to find ways to deal with it. Above all, we leaders are responsible for starting an exchange with young people, which is still happening far too rarely. Especially on the executive boards of large companies, sustainability measures are adopted in an activist manner, CO2 certificates are bought, and reports are published. In board meetings, there is a dutiful debate on how to take responsibility and what can be done better. The irony is that often those who have been part of the problem for decades try to solve it without talking to those their actions affect most. Kathleen Hamilton identifies a lack of intergenerational discourse: "There is a gap between the conversations happening. Folks in business often talk about how the young are the future, but there are no young people in the room." Hence the suggestion to let this generation into the governance of companies more quickly, to let them take action rather than just listening.</p>



<p>Force of Nature has found a way to engage in dialogue with companies. The company supports young people in getting into positions of power where they can make a difference: on boards, in politics and on public speaker stages. It's time we let them do it.</p>



<p>How is the climate issue discussed in your company, and what role do younger people play in it? Listen to the podcast, and let me know what you think! I look forward to your comments.</p>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/29435/lasst-junge-menschen-ans-steuer-mit-kathleen-hamilton-force-of-nature.mp3" length="33914622"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[„Es gibt eine Kluft zwischen den Debatten. Geschäftsleute sprechen oft darüber, dass die Jugend die Zukunft ist, aber es sind keine jungen Menschen im Raum.“





Mein Gast: Kathleen Hamilton





Ich war ein Teenager, als wir in Deutschland sowohl im Fernsehen als auch in der Schule mehr und mehr über den Kalten Krieg lernten. Wir schauten uns die Waffenarsenale im Osten und Westen an und es kam zur Debatte, ob wir Pershing II stationieren sollten. Es gab eine Friedensbewegung und Ostermärsche. Die Bedrohung durch die Supermächte fühlte sich damals real an und ich erinnere mich noch sehr genau an meine Tagträume darüber, wie ich mich im Fall eines Nuklearschlages retten würde. Später erklärte mir ein Therapeut, dass diese Fantasien eine Bewältigungsstrategie der Psyche sind, um mit der Angst umzugehen.



Heute gibt es eine neue Sorge, die junge Menschen plagt: die Eco Anxiety, eine für viele sehr belastende Sorge, ja eine Angst davor, wie sich unsere Lebensgrundlagen als Folge des Klimawandels verändern werden. Der IPCC Report macht deutlich, dass diese Angst begründet ist: Wir steuern auf dramatische Bedingungen zu und derzeit sieht es so aus, dass wir bei einer durchschnittlichen Klimaerwärmung von 2,3 °C ankommen werden. Es könnte sogar sein, dass sich die Strömungsrichtung im Atlantik sehr bald ändern wird. Diese Sorge belastet immer mehr Menschen und wie jede Sorge, die einen ohnmächtig dastehen lässt, kann sie schwerwiegende Folgen für das eigene Leben haben. Doch gibt es Bewältigungsstrategien dafür – vielleicht bessere als die Flucht in Tagträume? Diese Frage beantwortet Clover Hogen in diesem wunderbaren TEDx Talk: What to do when climate change feels unstoppable. Sie hat Force of Nature gegründet, um junge Menschen dabei zu unterstützen, mit dieser Sorge produktiv umzugehen und sie in Aktion zu verwandeln. Ich hatte die Möglichkeit, Kathleen Hamilton, Programmes and Partnerships Director bei Force of Nature und außerdem eine enge Freundin der Gründerin, zu interviewen, um mehr über Eco Anxiety, Force of Nature und die Arbeit des Unternehmens zu erfahren.



Das sind die drei Hauptpunkte



1. Wir müssen die Klimaangst der jungen Generationen ernst nehmen



In den letzten 100 Jahren haben wir die Welt an die Wand gefahren und hinterlassen der jüngeren Generation eine tickende Klima-Zeitbombe. Aber nicht nur das. Wir verlassen uns auch noch darauf, dass es diese Generation dann schon irgendwie richten wird. Wenn man Teenagern solche Lasten auf die Schultern lädt, darf man sich nicht wundern, wenn immer mehr junge Menschen eine Klimaangst entwickeln.



Klimaangst, oder Eco-Anxiety, ist ein relativ neues Phänomen, das mit einer Reihe von Emotionen wie Stress, Überforderung, Unsicherheit und existentieller Angst einhergeht. Das Fatale daran: Klimaangst ist keine Angst im evolutionären Sinn, die zu einer Handlung führt (Gefahr ? lauf!), sondern hat einen lähmenden Effekt, weil das Thema Klimawandel zu komplex für einfache Lösungen ist. „Wir haben nicht die Fähigkeit, mit etwas so Großem und Komplexem umzugehen“, fasst Kathleen Hamilton zusammen.



Force of Nature wurde gegründet, um dieses Gefühl zu adressieren. Nicht als NGO, wie man erwarten würde, sondern als Firma. Clover Hogen ist also eine Entrepreneurin, deren Organisation wir zu den Social Businesses zählen müssen. Force of Nature entwickelt u.a. Programme für Schüler:innen, um die Angst auf persönlicher Ebene zu verstehen und zu kanalisieren, damit sie in ihrem Wirkungsbereich etwas gegen den Klimawandel unternehmen können. Auf der anderen Seite arbeitet Force of Nature aber auch mit Unternehmen zusammen. Dabei erzählt mir Kathleen Hamilton, dass die Mitarbeiter:innen in den Unternehmen oft ähnlich ratlos sind wie die Schüler:innen selbst: „Die Menschen glauben, dass sie als Einzelne nichts bewirken können oder das Problem zu groß ist, um etwas zu verändern.“ Kathleen und ihr Team zeigen, dass es für jede:n Wege gibt, zu handeln. Dabei gilt: Think small stat]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2022/04/bg_podcast_Kathleen_Hamilton.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2022/04/bg_podcast_Kathleen_Hamilton.jpg</url>
			<title>Lasst junge Menschen ans Steuer – mit Kathleen Hamilton (Force of Nature)</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>35:17</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[„Es gibt eine Kluft zwischen den Debatten. Geschäftsleute sprechen oft darüber, dass die Jugend die Zukunft ist, aber es sind keine jungen Menschen im Raum.“





Mein Gast: Kathleen Hamilton





Ich war ein Teenager, als wir in Deutschland sowohl im Fernsehen als auch in der Schule mehr und mehr über den Kalten Krieg lernten. Wir schauten uns die Waffenarsenale im Osten und Westen an und es kam zur Debatte, ob wir Pershing II stationieren sollten. Es gab eine Friedensbewegung und Ostermärsche. Die Bedrohung durch die Supermächte fühlte sich damals real an und ich erinnere mich noch sehr genau an meine Tagträume darüber, wie ich mich im Fall eines Nuklearschlages retten würde. Später erklärte mir ein Therapeut, dass diese Fantasien eine Bewältigungsstrategie der Psyche sind, um mit der Angst umzugehen.



Heute gibt es eine neue Sorge, die junge Menschen plagt: die Eco Anxiety, eine für viele sehr belastende Sorge, ja eine Angst davor, wie sich unsere Lebensgrundlagen als Folge des K]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2022/04/bg_podcast_Kathleen_Hamilton.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Wie können wir die Lehre verbessern, Robert Frasch?</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-koennen-wir-die-lehre-verbessern-robert-frasch/</link>
	<pubDate>Thu, 02 Sep 2021 09:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=28807</guid>
	<description><![CDATA[<p>„Wir verändern nicht die Jugendlichen, sondern das System der Lehre. Denn wir sollten nicht den Menschen erklären, wie sie anders und besser sein können, sondern es ist doch sinnvoller, das System passend zu machen.“</p>Robert Frasch







Mein Gast: Robert Frasch



<p>Robert Frasch setzt sich seit fünf Jahren für die Verbesserung der dualen Ausbildung ein. Dafür hat er mit Lehrlingspower.at ein Netzwerk für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen und zugleich Forum für Austausch gegründet. Die Idee dahinter: Ausbilder:innen und Personalverantwortliche aus Ausbildungsbetrieben der verschiedensten Größen und Branchen berichten aus der Praxis und lernen voneinander, um die Lehre zu verbessern – da sitzt der Handwerker auch mal neben der Industrieausbilderin. Zudem stellt Robert Arbeitsmittel für die duale Ausbildung bereit. Wir sprechen im Podcast darüber, warum der Lehrberuf noch immer einen geringeren Stellenwert als der akademische Abschluss hat und welche Ansätze Potenzial für die Verbesserung der Lehre haben.</p>



Das sind die drei Hauptpunkte in Kürze:



1. Eltern nehmen eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Berufsweges ein



<p>Es ist absurd: Wir investieren in Österreich einerseits Milliarden in Nachhilfeunterricht, auf der anderen Seite rückt die Lehre, also eine solide Ausbildung, in den Hintergrund. Warum ist das so? In Österreich unterschreiben bis zur Volljährigkeit die Eltern auf dem Lehrvertrag. Das ist das eigentliche Problem. So sind die Jugendlichen zwar sehr offen für Lehrberufe, die Eltern wollen aber oft einen höheren Bildungsabschluss für ihre Kinder. „Ich vermute, dass sie möchten, dass es ihren Kindern besser geht – dass diese mehr erreichen, als sie selbst“, sagt Robert. Das Fatale daran: Eltern schauen oft nicht darauf, ob das auch für das Kind das Beste ist. Der Fehler liegt aber im System, in dem Noten oft noch immer ausschlaggebend für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch sind. Auf der einen Seite haben wir viele Unternehmen, die händeringend Fachkräfte benötigen, sich aber andererseits beschweren, wenn sich nicht nur 1er-Abgänger bewerben. Müssen die Unternehmen also selbst mehr Verantwortung übernehmen? Robert ist davon überzeugt und berichtet von einem großen Industrieunternehmen in der Steiermark, das schon seit Jahren Nachhilfelehrer für die Auszubildenden in Mathematik und Deutsch anstellt – das, was das Schulsystem nicht schafft, wird aktiv bei den Unternehmen nachgeholt.</p>



2.&nbsp;Berufsbilder werden falsch und ungenügend dargestellt



<p>Kennt ihr auch noch diese Plakate aus dem Handwerk, bei dem der Schreinerberuf oft verklärt romantisch dargestellt wird? Damit meine ich z. B., dass ein Lehrling bzw. eine Lehrtochter mit Hobel zu sehen ist, der bzw. die mit der Hand einen Tisch oder Ähnliches bearbeitet. Damit werden aber falsche Assoziationen geweckt, denn die Realität sieht doch heute ganz anders aus. Schreiner:innen arbeiten heute mit ganz anderen Geräten wie zum Beispiel CNC-Fräsen und da geht es oft eher darum, so eine Maschine (technisch) bedienen zu können. Das Berufsbild wird also völlig verzerrt. Robert bringt das Beispiel eines Kochs an: Automatisch verknüpft ein Großteil mit dem Beruf unmögliche Arbeitszeiten, schlechte Arbeitsbedingungen und ein geringes Gehalt. Dabei gäbe es viele Gastronomie-Unternehmen, die ordentlich bezahlen und gute Bedingungen schaffen. </p>



<p>Woher kommt also diese Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit? Wir schaffen es einfach nicht mehr, Berufsbilder adäquat zu vermitteln. Das fängt in der Schule an: Da gibt es die Berufsorientierung quasi nur auf dem Papier – obwohl wir in Österreich sogar ein Schulfach zur „Berufsorientierung“ haben! Das bedeutet in der Praxis aber oft nur: Man liest sich Berufe am Computer durch. Ist in Deutschland übrigens nicht anders.</p>



<p>Statt also ständig neue Lehrberufe zu schaffen (mittlerweile haben wir in Österreich über 200), sollten wir die Aufgaben in den bestehenden Berufen adäquat vermitteln – denn da hat sich über die Jahre schon genug getan. Unsere Jugendlichen haben mittlerweile in der Regel die Wahlmöglichkeit und können sich aussuchen, in welchem Betrieb sie anfangen. Da sollten wir sie nicht noch mit der Komplexität ständig neuer Berufsbilder konfrontieren.</p>



3. Weg von der betrieblichen hin zur Berufsausbildung



<p>Die rasante Weiterentwicklung der Berufe ist eine Sache – früher hat ein:e Schreiner:in gelernt, Fenster, Küchen und Möbel zu bauen. Heute ist er bzw. sie meist auf eine Sache spezialisiert. Vor 30, 40 Jahren lernte ein Lehrling oder eine Lehrtochter also eine viel höhere Bandbreite des Berufes kennen, als das heute der Fall ist. Deshalb sagt Robert richtigerweise: „Wir müssen weg von einer betrieblichen hin zu einer Berufsausbildung kommen“. Also: Die Auszubildenden lernen nicht mehr ausschließlich in einem Betrieb, sondern in verschiedenen Unternehmen. Z. B. im Rahmen einer Logistikausbildung bei der Bahn und in einer Spedition und in weiteren Bereichen. Erst danach entscheiden die Jugendlichen, wo sie später einmal fest arbeiten möchten. Das hat mehrere Vorteile: Der Beruf wird allumfänglich kennengelernt. Jugendliche bauen schon in der Ausbildung ein umfangreiches Netzwerk auf und die Qualität der Ausbildung steigt massiv.</p>





<p>Hört mal rein, wenn ihr wissen wollt, welches Mindset Unternehmen bei der Auszubildendensuche mitbringen sollten, warum die Verbände noch mehr gefragt sind und was es mit der Berufsweltmeisterschaft World Skills auf sich hat. Ich bin gespannt auf eure Kommentare!</p>



<p>Foto: Margit Berger, <a href="http://foto-berger.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">foto-berger.at</a></p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[„Wir verändern nicht die Jugendlichen, sondern das System der Lehre. Denn wir sollten nicht den Menschen erklären, wie sie anders und besser sein können, sondern es ist doch sinnvoller, das System passend zu machen.“Robert Frasch







Mein Gast: Robert]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>„Wir verändern nicht die Jugendlichen, sondern das System der Lehre. Denn wir sollten nicht den Menschen erklären, wie sie anders und besser sein können, sondern es ist doch sinnvoller, das System passend zu machen.“</p>Robert Frasch







Mein Gast: Robert Frasch



<p>Robert Frasch setzt sich seit fünf Jahren für die Verbesserung der dualen Ausbildung ein. Dafür hat er mit Lehrlingspower.at ein Netzwerk für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen und zugleich Forum für Austausch gegründet. Die Idee dahinter: Ausbilder:innen und Personalverantwortliche aus Ausbildungsbetrieben der verschiedensten Größen und Branchen berichten aus der Praxis und lernen voneinander, um die Lehre zu verbessern – da sitzt der Handwerker auch mal neben der Industrieausbilderin. Zudem stellt Robert Arbeitsmittel für die duale Ausbildung bereit. Wir sprechen im Podcast darüber, warum der Lehrberuf noch immer einen geringeren Stellenwert als der akademische Abschluss hat und welche Ansätze Potenzial für die Verbesserung der Lehre haben.</p>



Das sind die drei Hauptpunkte in Kürze:



1. Eltern nehmen eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Berufsweges ein



<p>Es ist absurd: Wir investieren in Österreich einerseits Milliarden in Nachhilfeunterricht, auf der anderen Seite rückt die Lehre, also eine solide Ausbildung, in den Hintergrund. Warum ist das so? In Österreich unterschreiben bis zur Volljährigkeit die Eltern auf dem Lehrvertrag. Das ist das eigentliche Problem. So sind die Jugendlichen zwar sehr offen für Lehrberufe, die Eltern wollen aber oft einen höheren Bildungsabschluss für ihre Kinder. „Ich vermute, dass sie möchten, dass es ihren Kindern besser geht – dass diese mehr erreichen, als sie selbst“, sagt Robert. Das Fatale daran: Eltern schauen oft nicht darauf, ob das auch für das Kind das Beste ist. Der Fehler liegt aber im System, in dem Noten oft noch immer ausschlaggebend für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch sind. Auf der einen Seite haben wir viele Unternehmen, die händeringend Fachkräfte benötigen, sich aber andererseits beschweren, wenn sich nicht nur 1er-Abgänger bewerben. Müssen die Unternehmen also selbst mehr Verantwortung übernehmen? Robert ist davon überzeugt und berichtet von einem großen Industrieunternehmen in der Steiermark, das schon seit Jahren Nachhilfelehrer für die Auszubildenden in Mathematik und Deutsch anstellt – das, was das Schulsystem nicht schafft, wird aktiv bei den Unternehmen nachgeholt.</p>



2.&nbsp;Berufsbilder werden falsch und ungenügend dargestellt



<p>Kennt ihr auch noch diese Plakate aus dem Handwerk, bei dem der Schreinerberuf oft verklärt romantisch dargestellt wird? Damit meine ich z. B., dass ein Lehrling bzw. eine Lehrtochter mit Hobel zu sehen ist, der bzw. die mit der Hand einen Tisch oder Ähnliches bearbeitet. Damit werden aber falsche Assoziationen geweckt, denn die Realität sieht doch heute ganz anders aus. Schreiner:innen arbeiten heute mit ganz anderen Geräten wie zum Beispiel CNC-Fräsen und da geht es oft eher darum, so eine Maschine (technisch) bedienen zu können. Das Berufsbild wird also völlig verzerrt. Robert bringt das Beispiel eines Kochs an: Automatisch verknüpft ein Großteil mit dem Beruf unmögliche Arbeitszeiten, schlechte Arbeitsbedingungen und ein geringes Gehalt. Dabei gäbe es viele Gastronomie-Unternehmen, die ordentlich bezahlen und gute Bedingungen schaffen. </p>



<p>Woher kommt also diese Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit? Wir schaffen es einfach nicht mehr, Berufsbilder adäquat zu vermitteln. Das fängt in der Schule an: Da gibt es die Berufsorientierung quasi nur auf dem Papier – obwohl wir in Österreich sogar ein Schulfach zur „Berufsorientierung“ haben! Das bedeutet in der Praxis aber oft nur: Man liest sich Berufe am Computer durch. Ist in Deutschland übrigens nicht anders.</p>



<p>Statt also ständig neue Lehrberufe zu schaffen (mittlerweile haben wir in Österreich über 200), sollten wir die Aufgaben in den bestehenden Berufen adäquat vermitteln – denn da hat sich über die Jahre schon genug getan. Unsere Jugendlichen haben mittlerweile in der Regel die Wahlmöglichkeit und können sich aussuchen, in welchem Betrieb sie anfangen. Da sollten wir sie nicht noch mit der Komplexität ständig neuer Berufsbilder konfrontieren.</p>



3. Weg von der betrieblichen hin zur Berufsausbildung



<p>Die rasante Weiterentwicklung der Berufe ist eine Sache – früher hat ein:e Schreiner:in gelernt, Fenster, Küchen und Möbel zu bauen. Heute ist er bzw. sie meist auf eine Sache spezialisiert. Vor 30, 40 Jahren lernte ein Lehrling oder eine Lehrtochter also eine viel höhere Bandbreite des Berufes kennen, als das heute der Fall ist. Deshalb sagt Robert richtigerweise: „Wir müssen weg von einer betrieblichen hin zu einer Berufsausbildung kommen“. Also: Die Auszubildenden lernen nicht mehr ausschließlich in einem Betrieb, sondern in verschiedenen Unternehmen. Z. B. im Rahmen einer Logistikausbildung bei der Bahn und in einer Spedition und in weiteren Bereichen. Erst danach entscheiden die Jugendlichen, wo sie später einmal fest arbeiten möchten. Das hat mehrere Vorteile: Der Beruf wird allumfänglich kennengelernt. Jugendliche bauen schon in der Ausbildung ein umfangreiches Netzwerk auf und die Qualität der Ausbildung steigt massiv.</p>





<p>Hört mal rein, wenn ihr wissen wollt, welches Mindset Unternehmen bei der Auszubildendensuche mitbringen sollten, warum die Verbände noch mehr gefragt sind und was es mit der Berufsweltmeisterschaft World Skills auf sich hat. Ich bin gespannt auf eure Kommentare!</p>



<p>Foto: Margit Berger, <a href="http://foto-berger.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">foto-berger.at</a></p>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/28807/wie-koennen-wir-die-lehre-verbessern-robert-frasch.mp3" length="54744112"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[„Wir verändern nicht die Jugendlichen, sondern das System der Lehre. Denn wir sollten nicht den Menschen erklären, wie sie anders und besser sein können, sondern es ist doch sinnvoller, das System passend zu machen.“Robert Frasch







Mein Gast: Robert Frasch



Robert Frasch setzt sich seit fünf Jahren für die Verbesserung der dualen Ausbildung ein. Dafür hat er mit Lehrlingspower.at ein Netzwerk für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen und zugleich Forum für Austausch gegründet. Die Idee dahinter: Ausbilder:innen und Personalverantwortliche aus Ausbildungsbetrieben der verschiedensten Größen und Branchen berichten aus der Praxis und lernen voneinander, um die Lehre zu verbessern – da sitzt der Handwerker auch mal neben der Industrieausbilderin. Zudem stellt Robert Arbeitsmittel für die duale Ausbildung bereit. Wir sprechen im Podcast darüber, warum der Lehrberuf noch immer einen geringeren Stellenwert als der akademische Abschluss hat und welche Ansätze Potenzial für die Verbesserung der Lehre haben.



Das sind die drei Hauptpunkte in Kürze:



1. Eltern nehmen eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Berufsweges ein



Es ist absurd: Wir investieren in Österreich einerseits Milliarden in Nachhilfeunterricht, auf der anderen Seite rückt die Lehre, also eine solide Ausbildung, in den Hintergrund. Warum ist das so? In Österreich unterschreiben bis zur Volljährigkeit die Eltern auf dem Lehrvertrag. Das ist das eigentliche Problem. So sind die Jugendlichen zwar sehr offen für Lehrberufe, die Eltern wollen aber oft einen höheren Bildungsabschluss für ihre Kinder. „Ich vermute, dass sie möchten, dass es ihren Kindern besser geht – dass diese mehr erreichen, als sie selbst“, sagt Robert. Das Fatale daran: Eltern schauen oft nicht darauf, ob das auch für das Kind das Beste ist. Der Fehler liegt aber im System, in dem Noten oft noch immer ausschlaggebend für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch sind. Auf der einen Seite haben wir viele Unternehmen, die händeringend Fachkräfte benötigen, sich aber andererseits beschweren, wenn sich nicht nur 1er-Abgänger bewerben. Müssen die Unternehmen also selbst mehr Verantwortung übernehmen? Robert ist davon überzeugt und berichtet von einem großen Industrieunternehmen in der Steiermark, das schon seit Jahren Nachhilfelehrer für die Auszubildenden in Mathematik und Deutsch anstellt – das, was das Schulsystem nicht schafft, wird aktiv bei den Unternehmen nachgeholt.



2.&nbsp;Berufsbilder werden falsch und ungenügend dargestellt



Kennt ihr auch noch diese Plakate aus dem Handwerk, bei dem der Schreinerberuf oft verklärt romantisch dargestellt wird? Damit meine ich z. B., dass ein Lehrling bzw. eine Lehrtochter mit Hobel zu sehen ist, der bzw. die mit der Hand einen Tisch oder Ähnliches bearbeitet. Damit werden aber falsche Assoziationen geweckt, denn die Realität sieht doch heute ganz anders aus. Schreiner:innen arbeiten heute mit ganz anderen Geräten wie zum Beispiel CNC-Fräsen und da geht es oft eher darum, so eine Maschine (technisch) bedienen zu können. Das Berufsbild wird also völlig verzerrt. Robert bringt das Beispiel eines Kochs an: Automatisch verknüpft ein Großteil mit dem Beruf unmögliche Arbeitszeiten, schlechte Arbeitsbedingungen und ein geringes Gehalt. Dabei gäbe es viele Gastronomie-Unternehmen, die ordentlich bezahlen und gute Bedingungen schaffen. 



Woher kommt also diese Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit? Wir schaffen es einfach nicht mehr, Berufsbilder adäquat zu vermitteln. Das fängt in der Schule an: Da gibt es die Berufsorientierung quasi nur auf dem Papier – obwohl wir in Österreich sogar ein Schulfach zur „Berufsorientierung“ haben! Das bedeutet in der Praxis aber oft nur: Man liest sich Berufe am Computer durch. Ist in Deutschland übrigens nicht anders.



Statt also ständig neue Lehrberufe zu schaffen (mittlerweile haben wir in Österreich über 200), sollten wir die Aufgaben in den bestehenden Berufen adäquat vermitteln – denn da hat]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2021/08/Robert-Frasch.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2021/08/Robert-Frasch.jpg</url>
			<title>Wie können wir die Lehre verbessern, Robert Frasch?</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>56:59</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[„Wir verändern nicht die Jugendlichen, sondern das System der Lehre. Denn wir sollten nicht den Menschen erklären, wie sie anders und besser sein können, sondern es ist doch sinnvoller, das System passend zu machen.“Robert Frasch







Mein Gast: Robert Frasch



Robert Frasch setzt sich seit fünf Jahren für die Verbesserung der dualen Ausbildung ein. Dafür hat er mit Lehrlingspower.at ein Netzwerk für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen und zugleich Forum für Austausch gegründet. Die Idee dahinter: Ausbilder:innen und Personalverantwortliche aus Ausbildungsbetrieben der verschiedensten Größen und Branchen berichten aus der Praxis und lernen voneinander, um die Lehre zu verbessern – da sitzt der Handwerker auch mal neben der Industrieausbilderin. Zudem stellt Robert Arbeitsmittel für die duale Ausbildung bereit. Wir sprechen im Podcast darüber, warum der Lehrberuf noch immer einen geringeren Stellenwert als der akademische Abschluss hat und welche Ansätze Potenzial für d]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2021/08/Robert-Frasch.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Wie funktioniert Schulunterricht auf Augenhöhe? Das Scrum4Schools-Gespräch</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-funktioniert-schulunterricht-auf-augenhoehe-das-scrum4schools-gespraech/</link>
	<pubDate>Thu, 01 Apr 2021 07:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://www.insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=28280</guid>
	<description><![CDATA[<p>„Man ist so lange in einem Schulsystem. Aber das, was man wirklich fürs Leben braucht, kommt immer erst so spät.“ </p>



<p>Vor einigen Jahren haben wir in meinem Unternehmen borisgloger consulting die Scrum-inspirierte Lernmethode Scrum4Schools ins Leben gerufen, um Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, selbstorganisiert zu lernen. Es begann als eine Pro-bono-Initiative unserer Beraterinnen und Berater. Seit dem letzten Herbst haben wir zwei neue Kolleginnen in unserer Mitte, die Scrum4Schools voranbringen: Laura Vollmann-Popovic und Anna Czerny.</p>



Meine Gäste: Anna Czerny &amp; Laura Vollmann-Popovic



<p>Anna Czerny und Laura Vollmann-Popovic sind unsere beiden Programmmanagerinnen für Scrum4Schools, Anna in Österreich und Laura in Deutschland. <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.borisgloger.com/team/laura-vollmann-popovic" target="_blank">Laura</a> hat unter anderem in der politischen Bildung und der Friedenserziehung im interkulturellen Kontext gearbeitet. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit Schulen zusammen und unterstützt Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerkräfte dabei, Bildungsprozesse aktiv mitzugestalten. <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.borisgloger.com/team/anna-czerny" target="_blank">Anna</a> hat einen ganz anderen Hintergrund: Nach vielen Jahren im Marketing hat sie in die Personalentwicklung gewechselt und aus dieser Perspektive beobachtet, wie Menschen lernen und sich entwickeln. Während ihrer Ausbildungen zur Trainerin und zum Coach lernte sie, wie Lernen funktioniert und Anna kam unweigerlich die Frage in den Sinn: „Wenn der Mensch so lernt, warum ist Schule dann so anders?“</p>



<p>Das sind die Fragen, die ihr euch zu Scrum4Schools stellen solltet und die im Podcast beantwortet werden:</p>



Machen die Kinder wirklich Scrum?





<p>Ja und nein. Scrum4Schools ist an Scrum angelehnt, aber wie alle agilen Frameworks wird es nicht einfach kopiert, sondern an die realen Umstände angepasst. Tatsächlich verwenden wir im Scrum4Schools-Framework eigene agile Begriffe. Die Lerntafel ist beispielsweise an das Kanban-Board angelehnt. Der Wert „Commitment“ aus Scrum ist mit Selbstverpflichtung übersetzt. Anna hat für alle diese Begriffe den „Agilen Baum“ für die Schule aufgezeichnet.</p>



<p>Die vielleicht entscheidendste Ähnlichkeit zwischen Scrum und Scrum4Schools ist das Mindset. Das betrifft einerseits die Schülerinnen und Schüler, die z. B. erst lernen, dass Feedback etwas Positives sein kann, das ihnen hilft, sich zu verbessern. Stellt euch vor: Anstatt euch wochenlang auf eine Präsentation vorzubereiten, auf die ihr dann eine Fünf kassiert, würdet ihr Zwischenergebnisse präsentieren und laufend konstruktives Feedback von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern und der Lehrkraft einholen. Bei welcher Methode lernen die Kids wohl mehr und motivierter?</p>



<p>Andererseits müssen die Lehrkräfte alte Denk- und Verhaltensmuster überwinden: Interessanterweise finden viele von ihnen Scrum4Schools richtig toll, haben aber gleichzeitig die Sorge, dass ihre Klassen das nicht „können“. „Die erwarten von uns, dass wir ihnen im Frontalunterricht erklären, wie die Dinge funktionieren und möchten das Wissen lieber „konsumieren“, hören Laura und Anna regelmäßig von Lehrkräften. Das ist doch paradox: Durch die Art, wie wir an den Schulen lehren, werden die Kinder von der ersten Klasse an darauf trainiert, „Wissen“ zu konsumieren. Natürlich dauert es ein wenig, und als Lehrkraft muss man wohl auch erst dieses Denkmuster überwinden, bis die Schülerinnen und Schüler selbstorganisiert arbeiten können. Nichts anderes erleben wir in Unternehmen: Managerinnen und Manager, die uns sagen, dass ihre Mitarbeitenden keine Lust auf Selbstorganisation haben. Bei manchen ist das vielleicht wirklich so, bei manchen dauert es einfach länger. Aber die meisten finden es super.</p>



Geht das Lernen mit Scrum4Schools schneller?



<p>Das ist tatsächlich nicht die Frage, die ihr euch stellen solltet, aber sie liegt nahe: Ja, vielleicht lernen die Kinder schneller, aber das ist auch erstmal egal. Vor allem lernen sie aber motivierter und deshalb effektiver. Eigentlich ist es einfach: Wenn man Schülerinnen und Schülern beibringt, sich selbst etwas zu erarbeiten, anstatt still dazusitzen und Arbeitsblätter auszufüllen, dann lernen sie auf lange Sicht wahrscheinlich sogar schneller, weil sie nicht so viel Energie aufwenden müssen, um gegen ihre eigene Demotivation anzukämpfen.</p>



Bedeutet Selbstorganisation für Kinder dasselbe wie für Erwachsene?



<p>Ja! Ihr werdet lachen, aber manche Kinder sind sogar besser darin, sich selbst zu organisieren, als so manche Erwachsenen – wenn die Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter immer wieder dafür sorgen, dass ihnen der Rahmen klar ist: Freiheit bedeutet auch Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen.</p>



<p>Warum sollten Kinder schon lernen, sich selbst zu organisieren? Damit sie zu Erwachsenen heranwachsen, die sich einbringen können und wollen, die Eigeninitiative haben, die motiviert sind, auf ein Ziel hinzuarbeiten, weil sie gelernt haben, dass sie das können. Selbstorganisation ist also der Weg und das Ziel. Was meine Kolleginnen und ich in den letzten Monaten immer wieder gehört haben: Kinder und Jugendliche, die das selbstorganisierte Lernen schon gewohnt waren, taten sich mit der Umstellung auf den Distanzunterricht viel leichter. Und in der nahen Zukunft wird es ihnen helfen, mutig die großen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen, wie Klimawandel und Ressourcenknappheit.</p>



Was machen die Lehrkräfte, während die Schülerinnen und Schüler selbstorganisiert lernen?



<p>Kinder und Jugendliche lernen mit Scrum4Schools, selbständig zu lernen, einander zu unterstützen und voneinander zu lernen, zu reflektieren und einander Feedback zu geben. Die Lehrkräfte haben in gewisser Hinsicht weniger zu tun, oder mehr, je nachdem, wie viel Arbeit sie sonst in ihren Unterricht stecken würden. Also: Einerseits machen die Schülerinnen und Schüler alles selber und kommen nur dann zu ihrem „“Lerncoach“, wenn sie Unterstützung wollen. Diese müssen aber andererseits erst einmal selbst lernen, wie Scrum4Schools funktioniert (dafür gibt es natürlich ein passendes <a href="https://www.borisgloger.com/ueber-uns/nachhaltigkeit/scrum-4-schools" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Training</a> von uns) und dann ist es ihre Aufgabe, immer wieder den Rahmen zu schaffen, damit die Schülerteams selbstorganisiert arbeiten können. Wenn die Schülerinnen und Schüler das hinkriegen, dann spüren sie ihre Selbstwirksamkeit. Und die Lerncoaches haben mehr Zeit, um denjenigen, die punktuell Unterstützung brauchen, wirklich zu helfen.</p>



<p>Die stellvertretende Schulleiterin der ISG Süd Silke Henningsen hat Scrum4Schools in diesem <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.borisgloger.com/blog/2021/03/17/retrospektive-zum-global-goals-projekt-mit-silke-henningsen-stellv-schulleiterin-scrum4schools-an-der-igs-sued-3" target="_blank">Interview</a> mit einer Rucksackreise verglichen. Wer eher der All-inclusive-Typ ist und das Abenteuer scheut, sollte die Finger von Scrum4Schools lassen. </p>



Ist das denn nachhaltig?



<p>Wieder ganz entschieden: Ja! Anna erzählt von einem Lehrer, der mit seiner Klasse Scrum4Schools in einem Projekt ausprobiert hat. Die Schülerinnen und Schüler lernten, motivierter und autonomer zu arbeiten. Das bemerkten auch die Kolleginnen und Kollegen dieses Lehrers, die selbst nicht mit Scrum4Schools arbeiteten. Verwundert fragten sie den Kollegen: Was hast du mit ihnen gemacht?</p>



<p>Also ja, wenn Scrum4Schools funktioniert, dann hält die Wirkung an. Denn es ist nicht so sehr darauf ausgerichtet, dass die Schülerinnen und Schüler genau den Lernstoff beherrschen, der gerade auf dem Plan steht (dafür brauchen sie kein Scrum4Schools, da reicht vermutlich schon eine engagierte Lehrkraft), sondern dass sie langfristig in der Lage sind, sich eigene Lernziele zu setzen und diese zu erreichen. &nbsp;</p>



Ist das Arbeiten in selbstorganisierten Teams in den Schulen denn wirklich neu?



<p>Nein, zum Glück nicht. In vielen Grundschulen lernen die Kinder schon, so zu arbeiten. Seltsamerweise scheint hier etwas auf dem Weg in die weiterführenden Schulen verloren zu gehen. Das hat zumindest Laura im Gespräch mit Lehrkräften festgestellt.</p>



<p>Wir behaupten auch gar nicht, das Rad neu erfunden zu haben: Diverse reformpädagogische Schulen gehen mit ihren Konzepten bereits in eine ähnliche Richtung. Mit Scrum4Schools gehen wir aber nicht den Weg über ein Schulkonzept (zumindest noch nicht), sondern über ein Projekt. Das hat den Vorteil, dass jede Schule – wirklich jede – Scrum4Schools ausprobieren kann, um ihren Schülerinnen und Schülern mehr Freiheit und mehr Verantwortung für das eigene Lernen zu ermöglichen.</p>



Wo finde ich mehr Informationen?



<p>Die Scrum4Schools-Checkliste, das Konzept und überhaupt alles rund um Scrum4Schools findet ihr auf: <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.borisgloger.com/scrum4schools" target="_blank">www.borisgloger.com/scrum4schools</a> Das nächste <a rel="noreferrer noopener" href="http://Die%20erwarten%20von%20uns,%20dass%20wir%20ihnen%20im%20Frontalunterricht%20erklären,%20wie%20die%20Dinge%20funktionieren%20und%20möchten%20das%20Wissen%20lieber%20„konsumieren“,%20hören%20wir%20regelmäßig%20von%20Lehrkräften." target="_blank">Training</a> findet am 4. Und 11. Juni statt. Wenn ihr wissen möchtet, woran Anna und Laura gerade arbeiten, dann abonniert am besten den <a rel="noreferrer noopener" href="https://borisgloger.us1.list-manage.com/subscribe?u=ce6103796783bbbe6b2b7a198&amp;id=adffaab795" target="_blank">Scrum4Schools-Newsletter</a>. Wenn ihr nicht so lange warten und gleich etwas lesen wollt, dann schaut einfach in den <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.borisgloger.com/blog/category/wandel/agiles-lernen/scrum4schools" target="_blank">Scrum4Schools-Blog</a>.</p>



<p>Mehr Podcast-Folgen zu Schule und Lernen findet ihr in der Kategorie <a href="https://insightsbyborisgloger.com/series/agiles-lernen/">"Agiles Lernen"</a>.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[„Man ist so lange in einem Schulsystem. Aber das, was man wirklich fürs Leben braucht, kommt immer erst so spät.“ 



Vor einigen Jahren haben wir in meinem Unternehmen borisgloger consulting die Scrum-inspirierte Lernmethode Scrum4Schools ins Leben geru]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>„Man ist so lange in einem Schulsystem. Aber das, was man wirklich fürs Leben braucht, kommt immer erst so spät.“ </p>



<p>Vor einigen Jahren haben wir in meinem Unternehmen borisgloger consulting die Scrum-inspirierte Lernmethode Scrum4Schools ins Leben gerufen, um Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, selbstorganisiert zu lernen. Es begann als eine Pro-bono-Initiative unserer Beraterinnen und Berater. Seit dem letzten Herbst haben wir zwei neue Kolleginnen in unserer Mitte, die Scrum4Schools voranbringen: Laura Vollmann-Popovic und Anna Czerny.</p>



Meine Gäste: Anna Czerny &amp; Laura Vollmann-Popovic



<p>Anna Czerny und Laura Vollmann-Popovic sind unsere beiden Programmmanagerinnen für Scrum4Schools, Anna in Österreich und Laura in Deutschland. <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.borisgloger.com/team/laura-vollmann-popovic" target="_blank">Laura</a> hat unter anderem in der politischen Bildung und der Friedenserziehung im interkulturellen Kontext gearbeitet. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit Schulen zusammen und unterstützt Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerkräfte dabei, Bildungsprozesse aktiv mitzugestalten. <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.borisgloger.com/team/anna-czerny" target="_blank">Anna</a> hat einen ganz anderen Hintergrund: Nach vielen Jahren im Marketing hat sie in die Personalentwicklung gewechselt und aus dieser Perspektive beobachtet, wie Menschen lernen und sich entwickeln. Während ihrer Ausbildungen zur Trainerin und zum Coach lernte sie, wie Lernen funktioniert und Anna kam unweigerlich die Frage in den Sinn: „Wenn der Mensch so lernt, warum ist Schule dann so anders?“</p>



<p>Das sind die Fragen, die ihr euch zu Scrum4Schools stellen solltet und die im Podcast beantwortet werden:</p>



Machen die Kinder wirklich Scrum?





<p>Ja und nein. Scrum4Schools ist an Scrum angelehnt, aber wie alle agilen Frameworks wird es nicht einfach kopiert, sondern an die realen Umstände angepasst. Tatsächlich verwenden wir im Scrum4Schools-Framework eigene agile Begriffe. Die Lerntafel ist beispielsweise an das Kanban-Board angelehnt. Der Wert „Commitment“ aus Scrum ist mit Selbstverpflichtung übersetzt. Anna hat für alle diese Begriffe den „Agilen Baum“ für die Schule aufgezeichnet.</p>



<p>Die vielleicht entscheidendste Ähnlichkeit zwischen Scrum und Scrum4Schools ist das Mindset. Das betrifft einerseits die Schülerinnen und Schüler, die z. B. erst lernen, dass Feedback etwas Positives sein kann, das ihnen hilft, sich zu verbessern. Stellt euch vor: Anstatt euch wochenlang auf eine Präsentation vorzubereiten, auf die ihr dann eine Fünf kassiert, würdet ihr Zwischenergebnisse präsentieren und laufend konstruktives Feedback von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern und der Lehrkraft einholen. Bei welcher Methode lernen die Kids wohl mehr und motivierter?</p>



<p>Andererseits müssen die Lehrkräfte alte Denk- und Verhaltensmuster überwinden: Interessanterweise finden viele von ihnen Scrum4Schools richtig toll, haben aber gleichzeitig die Sorge, dass ihre Klassen das nicht „können“. „Die erwarten von uns, dass wir ihnen im Frontalunterricht erklären, wie die Dinge funktionieren und möchten das Wissen lieber „konsumieren“, hören Laura und Anna regelmäßig von Lehrkräften. Das ist doch paradox: Durch die Art, wie wir an den Schulen lehren, werden die Kinder von der ersten Klasse an darauf trainiert, „Wissen“ zu konsumieren. Natürlich dauert es ein wenig, und als Lehrkraft muss man wohl auch erst dieses Denkmuster überwinden, bis die Schülerinnen und Schüler selbstorganisiert arbeiten können. Nichts anderes erleben wir in Unternehmen: Managerinnen und Manager, die uns sagen, dass ihre Mitarbeitenden keine Lust auf Selbstorganisation haben. Bei manchen ist das vielleicht wirklich so, bei manchen dauert es einfach länger. Aber die meisten finden es super.</p>



Geht das Lernen mit Scrum4Schools schneller?



<p>Das ist tatsächlich nicht die Frage, die ihr euch stellen solltet, aber sie liegt nahe: Ja, vielleicht lernen die Kinder schneller, aber das ist auch erstmal egal. Vor allem lernen sie aber motivierter und deshalb effektiver. Eigentlich ist es einfach: Wenn man Schülerinnen und Schülern beibringt, sich selbst etwas zu erarbeiten, anstatt still dazusitzen und Arbeitsblätter auszufüllen, dann lernen sie auf lange Sicht wahrscheinlich sogar schneller, weil sie nicht so viel Energie aufwenden müssen, um gegen ihre eigene Demotivation anzukämpfen.</p>



Bedeutet Selbstorganisation für Kinder dasselbe wie für Erwachsene?



<p>Ja! Ihr werdet lachen, aber manche Kinder sind sogar besser darin, sich selbst zu organisieren, als so manche Erwachsenen – wenn die Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter immer wieder dafür sorgen, dass ihnen der Rahmen klar ist: Freiheit bedeutet auch Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen.</p>



<p>Warum sollten Kinder schon lernen, sich selbst zu organisieren? Damit sie zu Erwachsenen heranwachsen, die sich einbringen können und wollen, die Eigeninitiative haben, die motiviert sind, auf ein Ziel hinzuarbeiten, weil sie gelernt haben, dass sie das können. Selbstorganisation ist also der Weg und das Ziel. Was meine Kolleginnen und ich in den letzten Monaten immer wieder gehört haben: Kinder und Jugendliche, die das selbstorganisierte Lernen schon gewohnt waren, taten sich mit der Umstellung auf den Distanzunterricht viel leichter. Und in der nahen Zukunft wird es ihnen helfen, mutig die großen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen, wie Klimawandel und Ressourcenknappheit.</p>



Was machen die Lehrkräfte, während die Schülerinnen und Schüler selbstorganisiert lernen?



<p>Kinder und Jugendliche lernen mit Scrum4Schools, selbständig zu lernen, einander zu unterstützen und voneinander zu lernen, zu reflektieren und einander Feedback zu geben. Die Lehrkräfte haben in gewisser Hinsicht weniger zu tun, oder mehr, je nachdem, wie viel Arbeit sie sonst in ihren Unterricht stecken würden. Also: Einerseits machen die Schülerinnen und Schüler alles selber und kommen nur dann zu ihrem „“Lerncoach“, wenn sie Unterstützung wollen. Diese müssen aber andererseits erst einmal selbst lernen, wie Scrum4Schools funktioniert (dafür gibt es natürlich ein passendes <a href="https://www.borisgloger.com/ueber-uns/nachhaltigkeit/scrum-4-schools" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Training</a> von uns) und dann ist es ihre Aufgabe, immer wieder den Rahmen zu schaffen, damit die Schülerteams selbstorganisiert arbeiten können. Wenn die Schülerinnen und Schüler das hinkriegen, dann spüren sie ihre Selbstwirksamkeit. Und die Lerncoaches haben mehr Zeit, um denjenigen, die punktuell Unterstützung brauchen, wirklich zu helfen.</p>



<p>Die stellvertretende Schulleiterin der ISG Süd Silke Henningsen hat Scrum4Schools in diesem <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.borisgloger.com/blog/2021/03/17/retrospektive-zum-global-goals-projekt-mit-silke-henningsen-stellv-schulleiterin-scrum4schools-an-der-igs-sued-3" target="_blank">Interview</a> mit einer Rucksackreise verglichen. Wer eher der All-inclusive-Typ ist und das Abenteuer scheut, sollte die Finger von Scrum4Schools lassen. </p>



Ist das denn nachhaltig?



<p>Wieder ganz entschieden: Ja! Anna erzählt von einem Lehrer, der mit seiner Klasse Scrum4Schools in einem Projekt ausprobiert hat. Die Schülerinnen und Schüler lernten, motivierter und autonomer zu arbeiten. Das bemerkten auch die Kolleginnen und Kollegen dieses Lehrers, die selbst nicht mit Scrum4Schools arbeiteten. Verwundert fragten sie den Kollegen: Was hast du mit ihnen gemacht?</p>



<p>Also ja, wenn Scrum4Schools funktioniert, dann hält die Wirkung an. Denn es ist nicht so sehr darauf ausgerichtet, dass die Schülerinnen und Schüler genau den Lernstoff beherrschen, der gerade auf dem Plan steht (dafür brauchen sie kein Scrum4Schools, da reicht vermutlich schon eine engagierte Lehrkraft), sondern dass sie langfristig in der Lage sind, sich eigene Lernziele zu setzen und diese zu erreichen. &nbsp;</p>



Ist das Arbeiten in selbstorganisierten Teams in den Schulen denn wirklich neu?



<p>Nein, zum Glück nicht. In vielen Grundschulen lernen die Kinder schon, so zu arbeiten. Seltsamerweise scheint hier etwas auf dem Weg in die weiterführenden Schulen verloren zu gehen. Das hat zumindest Laura im Gespräch mit Lehrkräften festgestellt.</p>



<p>Wir behaupten auch gar nicht, das Rad neu erfunden zu haben: Diverse reformpädagogische Schulen gehen mit ihren Konzepten bereits in eine ähnliche Richtung. Mit Scrum4Schools gehen wir aber nicht den Weg über ein Schulkonzept (zumindest noch nicht), sondern über ein Projekt. Das hat den Vorteil, dass jede Schule – wirklich jede – Scrum4Schools ausprobieren kann, um ihren Schülerinnen und Schülern mehr Freiheit und mehr Verantwortung für das eigene Lernen zu ermöglichen.</p>



Wo finde ich mehr Informationen?



<p>Die Scrum4Schools-Checkliste, das Konzept und überhaupt alles rund um Scrum4Schools findet ihr auf: <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.borisgloger.com/scrum4schools" target="_blank">www.borisgloger.com/scrum4schools</a> Das nächste <a rel="noreferrer noopener" href="http://Die%20erwarten%20von%20uns,%20dass%20wir%20ihnen%20im%20Frontalunterricht%20erklären,%20wie%20die%20Dinge%20funktionieren%20und%20möchten%20das%20Wissen%20lieber%20„konsumieren“,%20hören%20wir%20regelmäßig%20von%20Lehrkräften." target="_blank">Training</a> findet am 4. Und 11. Juni statt. Wenn ihr wissen möchtet, woran Anna und Laura gerade arbeiten, dann abonniert am besten den <a rel="noreferrer noopener" href="https://borisgloger.us1.list-manage.com/subscribe?u=ce6103796783bbbe6b2b7a198&amp;id=adffaab795" target="_blank">Scrum4Schools-Newsletter</a>. Wenn ihr nicht so lange warten und gleich etwas lesen wollt, dann schaut einfach in den <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.borisgloger.com/blog/category/wandel/agiles-lernen/scrum4schools" target="_blank">Scrum4Schools-Blog</a>.</p>



<p>Mehr Podcast-Folgen zu Schule und Lernen findet ihr in der Kategorie <a href="https://insightsbyborisgloger.com/series/agiles-lernen/">"Agiles Lernen"</a>.</p>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/28280/wie-funktioniert-schulunterricht-auf-augenhoehe-das-scrum4schools-gespraech.mp3" length="62545757"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[„Man ist so lange in einem Schulsystem. Aber das, was man wirklich fürs Leben braucht, kommt immer erst so spät.“ 



Vor einigen Jahren haben wir in meinem Unternehmen borisgloger consulting die Scrum-inspirierte Lernmethode Scrum4Schools ins Leben gerufen, um Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, selbstorganisiert zu lernen. Es begann als eine Pro-bono-Initiative unserer Beraterinnen und Berater. Seit dem letzten Herbst haben wir zwei neue Kolleginnen in unserer Mitte, die Scrum4Schools voranbringen: Laura Vollmann-Popovic und Anna Czerny.



Meine Gäste: Anna Czerny &amp; Laura Vollmann-Popovic



Anna Czerny und Laura Vollmann-Popovic sind unsere beiden Programmmanagerinnen für Scrum4Schools, Anna in Österreich und Laura in Deutschland. Laura hat unter anderem in der politischen Bildung und der Friedenserziehung im interkulturellen Kontext gearbeitet. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit Schulen zusammen und unterstützt Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerkräfte dabei, Bildungsprozesse aktiv mitzugestalten. Anna hat einen ganz anderen Hintergrund: Nach vielen Jahren im Marketing hat sie in die Personalentwicklung gewechselt und aus dieser Perspektive beobachtet, wie Menschen lernen und sich entwickeln. Während ihrer Ausbildungen zur Trainerin und zum Coach lernte sie, wie Lernen funktioniert und Anna kam unweigerlich die Frage in den Sinn: „Wenn der Mensch so lernt, warum ist Schule dann so anders?“



Das sind die Fragen, die ihr euch zu Scrum4Schools stellen solltet und die im Podcast beantwortet werden:



Machen die Kinder wirklich Scrum?





Ja und nein. Scrum4Schools ist an Scrum angelehnt, aber wie alle agilen Frameworks wird es nicht einfach kopiert, sondern an die realen Umstände angepasst. Tatsächlich verwenden wir im Scrum4Schools-Framework eigene agile Begriffe. Die Lerntafel ist beispielsweise an das Kanban-Board angelehnt. Der Wert „Commitment“ aus Scrum ist mit Selbstverpflichtung übersetzt. Anna hat für alle diese Begriffe den „Agilen Baum“ für die Schule aufgezeichnet.



Die vielleicht entscheidendste Ähnlichkeit zwischen Scrum und Scrum4Schools ist das Mindset. Das betrifft einerseits die Schülerinnen und Schüler, die z. B. erst lernen, dass Feedback etwas Positives sein kann, das ihnen hilft, sich zu verbessern. Stellt euch vor: Anstatt euch wochenlang auf eine Präsentation vorzubereiten, auf die ihr dann eine Fünf kassiert, würdet ihr Zwischenergebnisse präsentieren und laufend konstruktives Feedback von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern und der Lehrkraft einholen. Bei welcher Methode lernen die Kids wohl mehr und motivierter?



Andererseits müssen die Lehrkräfte alte Denk- und Verhaltensmuster überwinden: Interessanterweise finden viele von ihnen Scrum4Schools richtig toll, haben aber gleichzeitig die Sorge, dass ihre Klassen das nicht „können“. „Die erwarten von uns, dass wir ihnen im Frontalunterricht erklären, wie die Dinge funktionieren und möchten das Wissen lieber „konsumieren“, hören Laura und Anna regelmäßig von Lehrkräften. Das ist doch paradox: Durch die Art, wie wir an den Schulen lehren, werden die Kinder von der ersten Klasse an darauf trainiert, „Wissen“ zu konsumieren. Natürlich dauert es ein wenig, und als Lehrkraft muss man wohl auch erst dieses Denkmuster überwinden, bis die Schülerinnen und Schüler selbstorganisiert arbeiten können. Nichts anderes erleben wir in Unternehmen: Managerinnen und Manager, die uns sagen, dass ihre Mitarbeitenden keine Lust auf Selbstorganisation haben. Bei manchen ist das vielleicht wirklich so, bei manchen dauert es einfach länger. Aber die meisten finden es super.



Geht das Lernen mit Scrum4Schools schneller?



Das ist tatsächlich nicht die Frage, die ihr euch stellen solltet, aber sie liegt nahe: Ja, vielleicht lernen die Kinder schneller, aber das ist auch erstmal egal. Vor allem lernen sie aber motivierter und deshalb effektiver. Eigentlich ist es einfach: Wenn man Schülerinnen und Schülern beibringt, sich selbst etwas zu erarbeit]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2021/03/BGC_2001_14650.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2021/03/BGC_2001_14650.jpg</url>
			<title>Wie funktioniert Schulunterricht auf Augenhöhe? Das Scrum4Schools-Gespräch</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>1:05:08</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[„Man ist so lange in einem Schulsystem. Aber das, was man wirklich fürs Leben braucht, kommt immer erst so spät.“ 



Vor einigen Jahren haben wir in meinem Unternehmen borisgloger consulting die Scrum-inspirierte Lernmethode Scrum4Schools ins Leben gerufen, um Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, selbstorganisiert zu lernen. Es begann als eine Pro-bono-Initiative unserer Beraterinnen und Berater. Seit dem letzten Herbst haben wir zwei neue Kolleginnen in unserer Mitte, die Scrum4Schools voranbringen: Laura Vollmann-Popovic und Anna Czerny.



Meine Gäste: Anna Czerny &amp; Laura Vollmann-Popovic



Anna Czerny und Laura Vollmann-Popovic sind unsere beiden Programmmanagerinnen für Scrum4Schools, Anna in Österreich und Laura in Deutschland. Laura hat unter anderem in der politischen Bildung und der Friedenserziehung im interkulturellen Kontext gearbeitet. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit Schulen zusammen und unterstützt Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerkräfte dabei, B]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2021/03/BGC_2001_14650.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Ideenlosigkeit oder Innovationen: Hoffnung für das Bildungssystem?</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/ideenlosigkeit-oder-innovationen-hoffnung-fuer-das-bildungssystem/</link>
	<pubDate>Mon, 30 Nov 2020 11:45:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=27908</guid>
	<description><![CDATA[<p>Bildung ist vergleichbar mit der Fußball-WM, meint mein Gast <a href="https://gerald-lembke.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Prof. Dr. Lembke</a>: Viele Zuschauer denken, sie hätten das Wissen des Bundestrainers gepachtet – analog dazu seien sehr viele Eltern selbsternannte Profipädagoginnen und -pädagogen. Aber woran liegt das? Jeder Mensch, so Professor Lembke, durchläuft in Deutschland ein völlig standardisiertes Bildungssystem – Eltern würden das weitergeben, was sie selbst auch über Lernen und Lehren erfahren haben. Damit blieben viele Chancen verborgen und die Hoffnung auf neue, wirklich innovative Ansätze schwinden – jedoch nicht nur aus diesem Grund. Auch die politischen Strukturen erlaubten keine bahnbrechenden Neuerungen. Wir sind uns leider schnell einig, wozu das letztendlich führt: Das deutsche Bildungssystem instrumentalisiert die Schülerinnen und Schüler, sie werden zu Objekten degradiert. Damit sind sie die Leidtragenden dieses Systems, in dem sie keinerlei Mitspracherecht haben.</p>



<p>Professor Lembke ist sich zudem sicher: Der Hebel für besseres Lernen und Lehren sind nicht die neuen Medien. Er hat vielmehr Sorge, dass Schulen künftig ohne jede Reflexion digitalisiert werden. Und er weiß, wovon er spricht: Der Wirtschaftspädagoge und promovierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler hat die digitalen Entwicklungen der letzten 40 Jahre erst miterlebt und dann mitgestaltet – zum Beispiel im Bertelsmann-Konzern und an diversen Hochschulen. Als Studiengangsleiter betreut er seit 2009 die wissenschaftliche Ausbildung im Studiengang Digitale Medien an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim.</p>



<p>Natürlich möchte ich dann auch zukunftsgewandt von meinem Gast wissen: Wie können wir einen wertschätzenden, den Schülerinnen und Schülern zugewandten Unterricht gestalten? Gerald Lembke stellt eine interessante Forderung auf: Wir sollten das Problem beim Schopf packen und schon in der Lehrerausbildung beginnen – etwa über privatisierte Hochschulen und ohne Verbeamtung der angehenden Lehrkräfte. Die Folge könnten kooperative Lernprozesse an Schulen sein, die Unterricht progressiv voranbringen.</p>



<p>Neugierig geworden? Hört doch mal in die neue Folge rein und kommentiert gerne. &nbsp;</p>



<p>Übrigens: Am 2. Dezember diskutiere ich bei unserem virtuellen Bildungspanel u. a. mit Professor Lembke über neue Ansätze im Bildungssystem. <a href="https://www.meetup.com/de-DE/borisgloger-Agile-Experience-Camp-Frankfurt-Main/events/274666599/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wer dabei sein möchte, meldet sich hier kostenfrei an.</a></p>



<p>© Gerald Lembke</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Bildung ist vergleichbar mit der Fußball-WM, meint mein Gast Prof. Dr. Lembke: Viele Zuschauer denken, sie hätten das Wissen des Bundestrainers gepachtet – analog dazu seien sehr viele Eltern selbsternannte Profipädagoginnen und -pädagogen. Aber woran li]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>Bildung ist vergleichbar mit der Fußball-WM, meint mein Gast <a href="https://gerald-lembke.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Prof. Dr. Lembke</a>: Viele Zuschauer denken, sie hätten das Wissen des Bundestrainers gepachtet – analog dazu seien sehr viele Eltern selbsternannte Profipädagoginnen und -pädagogen. Aber woran liegt das? Jeder Mensch, so Professor Lembke, durchläuft in Deutschland ein völlig standardisiertes Bildungssystem – Eltern würden das weitergeben, was sie selbst auch über Lernen und Lehren erfahren haben. Damit blieben viele Chancen verborgen und die Hoffnung auf neue, wirklich innovative Ansätze schwinden – jedoch nicht nur aus diesem Grund. Auch die politischen Strukturen erlaubten keine bahnbrechenden Neuerungen. Wir sind uns leider schnell einig, wozu das letztendlich führt: Das deutsche Bildungssystem instrumentalisiert die Schülerinnen und Schüler, sie werden zu Objekten degradiert. Damit sind sie die Leidtragenden dieses Systems, in dem sie keinerlei Mitspracherecht haben.</p>



<p>Professor Lembke ist sich zudem sicher: Der Hebel für besseres Lernen und Lehren sind nicht die neuen Medien. Er hat vielmehr Sorge, dass Schulen künftig ohne jede Reflexion digitalisiert werden. Und er weiß, wovon er spricht: Der Wirtschaftspädagoge und promovierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler hat die digitalen Entwicklungen der letzten 40 Jahre erst miterlebt und dann mitgestaltet – zum Beispiel im Bertelsmann-Konzern und an diversen Hochschulen. Als Studiengangsleiter betreut er seit 2009 die wissenschaftliche Ausbildung im Studiengang Digitale Medien an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim.</p>



<p>Natürlich möchte ich dann auch zukunftsgewandt von meinem Gast wissen: Wie können wir einen wertschätzenden, den Schülerinnen und Schülern zugewandten Unterricht gestalten? Gerald Lembke stellt eine interessante Forderung auf: Wir sollten das Problem beim Schopf packen und schon in der Lehrerausbildung beginnen – etwa über privatisierte Hochschulen und ohne Verbeamtung der angehenden Lehrkräfte. Die Folge könnten kooperative Lernprozesse an Schulen sein, die Unterricht progressiv voranbringen.</p>



<p>Neugierig geworden? Hört doch mal in die neue Folge rein und kommentiert gerne. &nbsp;</p>



<p>Übrigens: Am 2. Dezember diskutiere ich bei unserem virtuellen Bildungspanel u. a. mit Professor Lembke über neue Ansätze im Bildungssystem. <a href="https://www.meetup.com/de-DE/borisgloger-Agile-Experience-Camp-Frankfurt-Main/events/274666599/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wer dabei sein möchte, meldet sich hier kostenfrei an.</a></p>



<p>© Gerald Lembke</p>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/27908/ideenlosigkeit-oder-innovationen-hoffnung-fuer-das-bildungssystem.mp3" length="50207615"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[Bildung ist vergleichbar mit der Fußball-WM, meint mein Gast Prof. Dr. Lembke: Viele Zuschauer denken, sie hätten das Wissen des Bundestrainers gepachtet – analog dazu seien sehr viele Eltern selbsternannte Profipädagoginnen und -pädagogen. Aber woran liegt das? Jeder Mensch, so Professor Lembke, durchläuft in Deutschland ein völlig standardisiertes Bildungssystem – Eltern würden das weitergeben, was sie selbst auch über Lernen und Lehren erfahren haben. Damit blieben viele Chancen verborgen und die Hoffnung auf neue, wirklich innovative Ansätze schwinden – jedoch nicht nur aus diesem Grund. Auch die politischen Strukturen erlaubten keine bahnbrechenden Neuerungen. Wir sind uns leider schnell einig, wozu das letztendlich führt: Das deutsche Bildungssystem instrumentalisiert die Schülerinnen und Schüler, sie werden zu Objekten degradiert. Damit sind sie die Leidtragenden dieses Systems, in dem sie keinerlei Mitspracherecht haben.



Professor Lembke ist sich zudem sicher: Der Hebel für besseres Lernen und Lehren sind nicht die neuen Medien. Er hat vielmehr Sorge, dass Schulen künftig ohne jede Reflexion digitalisiert werden. Und er weiß, wovon er spricht: Der Wirtschaftspädagoge und promovierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler hat die digitalen Entwicklungen der letzten 40 Jahre erst miterlebt und dann mitgestaltet – zum Beispiel im Bertelsmann-Konzern und an diversen Hochschulen. Als Studiengangsleiter betreut er seit 2009 die wissenschaftliche Ausbildung im Studiengang Digitale Medien an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim.



Natürlich möchte ich dann auch zukunftsgewandt von meinem Gast wissen: Wie können wir einen wertschätzenden, den Schülerinnen und Schülern zugewandten Unterricht gestalten? Gerald Lembke stellt eine interessante Forderung auf: Wir sollten das Problem beim Schopf packen und schon in der Lehrerausbildung beginnen – etwa über privatisierte Hochschulen und ohne Verbeamtung der angehenden Lehrkräfte. Die Folge könnten kooperative Lernprozesse an Schulen sein, die Unterricht progressiv voranbringen.



Neugierig geworden? Hört doch mal in die neue Folge rein und kommentiert gerne. &nbsp;



Übrigens: Am 2. Dezember diskutiere ich bei unserem virtuellen Bildungspanel u. a. mit Professor Lembke über neue Ansätze im Bildungssystem. Wer dabei sein möchte, meldet sich hier kostenfrei an.



© Gerald Lembke]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/11/Lembke.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/11/Lembke.jpg</url>
			<title>Ideenlosigkeit oder Innovationen: Hoffnung für das Bildungssystem?</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>52:17</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[Bildung ist vergleichbar mit der Fußball-WM, meint mein Gast Prof. Dr. Lembke: Viele Zuschauer denken, sie hätten das Wissen des Bundestrainers gepachtet – analog dazu seien sehr viele Eltern selbsternannte Profipädagoginnen und -pädagogen. Aber woran liegt das? Jeder Mensch, so Professor Lembke, durchläuft in Deutschland ein völlig standardisiertes Bildungssystem – Eltern würden das weitergeben, was sie selbst auch über Lernen und Lehren erfahren haben. Damit blieben viele Chancen verborgen und die Hoffnung auf neue, wirklich innovative Ansätze schwinden – jedoch nicht nur aus diesem Grund. Auch die politischen Strukturen erlaubten keine bahnbrechenden Neuerungen. Wir sind uns leider schnell einig, wozu das letztendlich führt: Das deutsche Bildungssystem instrumentalisiert die Schülerinnen und Schüler, sie werden zu Objekten degradiert. Damit sind sie die Leidtragenden dieses Systems, in dem sie keinerlei Mitspracherecht haben.



Professor Lembke ist sich zudem sicher: Der Hebel für]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/11/Lembke.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Malen statt Schule – mit Arno &#038; André Stern</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/malen-statt-schule-mit-arno-andre-stern/</link>
	<pubDate>Thu, 06 Aug 2020 12:30:03 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=27566</guid>
	<description><![CDATA[<p>André Stern ist Musiker, Komponist, Autor. Er ist ohne Schule aufgewachsen und glücklich darüber. Sein Vater Arno Stern ist Gründer des "Malorts". Der Malort ist ein Raum, in dem Kinder einfach malen, ohne Anweisungen, Reglementierungen und ohne wertende Blicke.</p>



<p>Arno Stern arbeitete nach dem zweiten Weltkrieg in Frankreich mit Kriegswaisen. Er ließ sie malen und stellte fest, dass, bei den richtigen Rahmenbedingungen, die Bilder nur so aus ihnen herausströmten. In Paris gründete er ein Malatelier für Kinder, das bis heute als "Malort" weiterbesteht und in mehreren europäischen Städten verbreitet ist. Ein Grundsatz im Atelier ist, dass es keine Meister oder Lehrkräfte gibt, sondern nur Erwachsene, die dem Kind dienen, damit dieses die idealen Bedingungen zum Malen vorfindet und damit es keine materiellen Sorgen hat. Wenn die Kinder zum Malen etwas Besonderes brauchen, dann machen die Erwachsenen das möglich. Arno stellte fest, dass die Bilder, die die Kinder hier hervorbringen, ganz anders sind als die, die sie in der Schule oder zuhause malen. </p>



<p>Warum das so ist, welches Menschenbild damit einhergeht und warum die Frage "Schläft das Kind durch?" ein Misstrauensantrag ist, darüber habe ich mit Arno und André Stern gesprochen. Hört mal rein!</p>



<p>André hat ein Buch darüber geschrieben, wie es für ihn war, ohne Schule aufzuwachsen: "<a href="https://andrestern.com/de/andre-stern/veroeffentlichungen/buecher/und-ich-war-nie-in-der-schule.html">Und ich war nie in der Schule</a>"</p>



<p>In diesem Buch blicken Arno und André Stern gemeinsam auf ihre Vater-Sohn-Beziehung: "<a href="https://andrestern.com/de/andre-stern/veroeffentlichungen/buecher/mein-vater-mein-freund.html">Mein Vater, mein Freund – Das Geheimnis glücklicher Söhne</a>" </p>



<p>Auf diesen Webseiten erfahrt ihr mehr über <a rel="noreferrer noopener" href="https://arnostern.com/de/biographie_d.htm" target="_blank">Arno Stern</a> und <a rel="noreferrer noopener" href="https://andrestern.com/de/startseite.html" target="_blank">André Stern</a>.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[André Stern ist Musiker, Komponist, Autor. Er ist ohne Schule aufgewachsen und glücklich darüber. Sein Vater Arno Stern ist Gründer des Malorts. Der Malort ist ein Raum, in dem Kinder einfach malen, ohne Anweisungen, Reglementierungen und ohne wertende B]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>André Stern ist Musiker, Komponist, Autor. Er ist ohne Schule aufgewachsen und glücklich darüber. Sein Vater Arno Stern ist Gründer des "Malorts". Der Malort ist ein Raum, in dem Kinder einfach malen, ohne Anweisungen, Reglementierungen und ohne wertende Blicke.</p>



<p>Arno Stern arbeitete nach dem zweiten Weltkrieg in Frankreich mit Kriegswaisen. Er ließ sie malen und stellte fest, dass, bei den richtigen Rahmenbedingungen, die Bilder nur so aus ihnen herausströmten. In Paris gründete er ein Malatelier für Kinder, das bis heute als "Malort" weiterbesteht und in mehreren europäischen Städten verbreitet ist. Ein Grundsatz im Atelier ist, dass es keine Meister oder Lehrkräfte gibt, sondern nur Erwachsene, die dem Kind dienen, damit dieses die idealen Bedingungen zum Malen vorfindet und damit es keine materiellen Sorgen hat. Wenn die Kinder zum Malen etwas Besonderes brauchen, dann machen die Erwachsenen das möglich. Arno stellte fest, dass die Bilder, die die Kinder hier hervorbringen, ganz anders sind als die, die sie in der Schule oder zuhause malen. </p>



<p>Warum das so ist, welches Menschenbild damit einhergeht und warum die Frage "Schläft das Kind durch?" ein Misstrauensantrag ist, darüber habe ich mit Arno und André Stern gesprochen. Hört mal rein!</p>



<p>André hat ein Buch darüber geschrieben, wie es für ihn war, ohne Schule aufzuwachsen: "<a href="https://andrestern.com/de/andre-stern/veroeffentlichungen/buecher/und-ich-war-nie-in-der-schule.html">Und ich war nie in der Schule</a>"</p>



<p>In diesem Buch blicken Arno und André Stern gemeinsam auf ihre Vater-Sohn-Beziehung: "<a href="https://andrestern.com/de/andre-stern/veroeffentlichungen/buecher/mein-vater-mein-freund.html">Mein Vater, mein Freund – Das Geheimnis glücklicher Söhne</a>" </p>



<p>Auf diesen Webseiten erfahrt ihr mehr über <a rel="noreferrer noopener" href="https://arnostern.com/de/biographie_d.htm" target="_blank">Arno Stern</a> und <a rel="noreferrer noopener" href="https://andrestern.com/de/startseite.html" target="_blank">André Stern</a>.</p>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/27566/malen-statt-schule-mit-arno-andre-stern.mp3" length="58148618"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[André Stern ist Musiker, Komponist, Autor. Er ist ohne Schule aufgewachsen und glücklich darüber. Sein Vater Arno Stern ist Gründer des "Malorts". Der Malort ist ein Raum, in dem Kinder einfach malen, ohne Anweisungen, Reglementierungen und ohne wertende Blicke.



Arno Stern arbeitete nach dem zweiten Weltkrieg in Frankreich mit Kriegswaisen. Er ließ sie malen und stellte fest, dass, bei den richtigen Rahmenbedingungen, die Bilder nur so aus ihnen herausströmten. In Paris gründete er ein Malatelier für Kinder, das bis heute als "Malort" weiterbesteht und in mehreren europäischen Städten verbreitet ist. Ein Grundsatz im Atelier ist, dass es keine Meister oder Lehrkräfte gibt, sondern nur Erwachsene, die dem Kind dienen, damit dieses die idealen Bedingungen zum Malen vorfindet und damit es keine materiellen Sorgen hat. Wenn die Kinder zum Malen etwas Besonderes brauchen, dann machen die Erwachsenen das möglich. Arno stellte fest, dass die Bilder, die die Kinder hier hervorbringen, ganz anders sind als die, die sie in der Schule oder zuhause malen. 



Warum das so ist, welches Menschenbild damit einhergeht und warum die Frage "Schläft das Kind durch?" ein Misstrauensantrag ist, darüber habe ich mit Arno und André Stern gesprochen. Hört mal rein!



André hat ein Buch darüber geschrieben, wie es für ihn war, ohne Schule aufzuwachsen: "Und ich war nie in der Schule"



In diesem Buch blicken Arno und André Stern gemeinsam auf ihre Vater-Sohn-Beziehung: "Mein Vater, mein Freund – Das Geheimnis glücklicher Söhne" 



Auf diesen Webseiten erfahrt ihr mehr über Arno Stern und André Stern.]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/07/Andrea-und-Arno-Stern.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/07/Andrea-und-Arno-Stern.jpg</url>
			<title>Malen statt Schule – mit Arno &#038; André Stern</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>1:00:33</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[André Stern ist Musiker, Komponist, Autor. Er ist ohne Schule aufgewachsen und glücklich darüber. Sein Vater Arno Stern ist Gründer des "Malorts". Der Malort ist ein Raum, in dem Kinder einfach malen, ohne Anweisungen, Reglementierungen und ohne wertende Blicke.



Arno Stern arbeitete nach dem zweiten Weltkrieg in Frankreich mit Kriegswaisen. Er ließ sie malen und stellte fest, dass, bei den richtigen Rahmenbedingungen, die Bilder nur so aus ihnen herausströmten. In Paris gründete er ein Malatelier für Kinder, das bis heute als "Malort" weiterbesteht und in mehreren europäischen Städten verbreitet ist. Ein Grundsatz im Atelier ist, dass es keine Meister oder Lehrkräfte gibt, sondern nur Erwachsene, die dem Kind dienen, damit dieses die idealen Bedingungen zum Malen vorfindet und damit es keine materiellen Sorgen hat. Wenn die Kinder zum Malen etwas Besonderes brauchen, dann machen die Erwachsenen das möglich. Arno stellte fest, dass die Bilder, die die Kinder hier hervorbringen, ganz]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/07/Andrea-und-Arno-Stern.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Schule, die glücklich macht – mit Uli Marienfeld von der ESBZ</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/schule-die-gluecklich-macht-mit-uli-marienfeld-von-der-esbz/</link>
	<pubDate>Tue, 16 Jun 2020 12:03:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=27521</guid>
	<description><![CDATA[<p>Aus dem Wunsch heraus, dass Schule ein guter Ort sein soll und Kinder beim Lernen Spaß haben sollen, hat eine Elterninitiative 2007 die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.ev-schule-zentrum.de/" target="_blank">Evangelische Schule Berlin Zentrum</a> (ESBZ) gegründet. Zu den Methoden gehört, dass die Schülerinnen und Schüler im eigenen Tempo und jahrgangsübergreifend lernen und dass die Lehrkräfte ihre Erfolge mitfeiern, anstatt mit dem Rotstift anzusetzen. Uli Marienfeld ist Mathelehrer an der ESBZ. Er erklärt im Podcast, was es für ihn und das Kollegium heißt, die Kinder und Jugendlichen in ihren Interessen zu bestärken und sie dabei zu begleiten, wenn sie „nebenbei ihr Abi machen“, während sie von der Schule (nicht nur im Unterricht) fürs Leben lernen.</p>



<p>Wir haben die ESBZ schon in verschiedenen Projekten begleiten dürfen und ich bin immer wieder begeistert, was die Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler und Eltern hier gemeinsam auf die Beine stellen.</p>



<p>Hört mal rein, es lohnt sich!</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Aus dem Wunsch heraus, dass Schule ein guter Ort sein soll und Kinder beim Lernen Spaß haben sollen, hat eine Elterninitiative 2007 die Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ) gegründet. Zu den Methoden gehört, dass die Schülerinnen und Schüler im eige]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem Wunsch heraus, dass Schule ein guter Ort sein soll und Kinder beim Lernen Spaß haben sollen, hat eine Elterninitiative 2007 die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.ev-schule-zentrum.de/" target="_blank">Evangelische Schule Berlin Zentrum</a> (ESBZ) gegründet. Zu den Methoden gehört, dass die Schülerinnen und Schüler im eigenen Tempo und jahrgangsübergreifend lernen und dass die Lehrkräfte ihre Erfolge mitfeiern, anstatt mit dem Rotstift anzusetzen. Uli Marienfeld ist Mathelehrer an der ESBZ. Er erklärt im Podcast, was es für ihn und das Kollegium heißt, die Kinder und Jugendlichen in ihren Interessen zu bestärken und sie dabei zu begleiten, wenn sie „nebenbei ihr Abi machen“, während sie von der Schule (nicht nur im Unterricht) fürs Leben lernen.</p>



<p>Wir haben die ESBZ schon in verschiedenen Projekten begleiten dürfen und ich bin immer wieder begeistert, was die Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler und Eltern hier gemeinsam auf die Beine stellen.</p>



<p>Hört mal rein, es lohnt sich!</p>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/27521/schule-die-gluecklich-macht-mit-uli-marienfeld-von-der-esbz.mp3" length="32054543"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[Aus dem Wunsch heraus, dass Schule ein guter Ort sein soll und Kinder beim Lernen Spaß haben sollen, hat eine Elterninitiative 2007 die Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ) gegründet. Zu den Methoden gehört, dass die Schülerinnen und Schüler im eigenen Tempo und jahrgangsübergreifend lernen und dass die Lehrkräfte ihre Erfolge mitfeiern, anstatt mit dem Rotstift anzusetzen. Uli Marienfeld ist Mathelehrer an der ESBZ. Er erklärt im Podcast, was es für ihn und das Kollegium heißt, die Kinder und Jugendlichen in ihren Interessen zu bestärken und sie dabei zu begleiten, wenn sie „nebenbei ihr Abi machen“, während sie von der Schule (nicht nur im Unterricht) fürs Leben lernen.



Wir haben die ESBZ schon in verschiedenen Projekten begleiten dürfen und ich bin immer wieder begeistert, was die Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler und Eltern hier gemeinsam auf die Beine stellen.



Hört mal rein, es lohnt sich!]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/06/ESBZ.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/06/ESBZ.jpg</url>
			<title>Schule, die glücklich macht – mit Uli Marienfeld von der ESBZ</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>33:23</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[Aus dem Wunsch heraus, dass Schule ein guter Ort sein soll und Kinder beim Lernen Spaß haben sollen, hat eine Elterninitiative 2007 die Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ) gegründet. Zu den Methoden gehört, dass die Schülerinnen und Schüler im eigenen Tempo und jahrgangsübergreifend lernen und dass die Lehrkräfte ihre Erfolge mitfeiern, anstatt mit dem Rotstift anzusetzen. Uli Marienfeld ist Mathelehrer an der ESBZ. Er erklärt im Podcast, was es für ihn und das Kollegium heißt, die Kinder und Jugendlichen in ihren Interessen zu bestärken und sie dabei zu begleiten, wenn sie „nebenbei ihr Abi machen“, während sie von der Schule (nicht nur im Unterricht) fürs Leben lernen.



Wir haben die ESBZ schon in verschiedenen Projekten begleiten dürfen und ich bin immer wieder begeistert, was die Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler und Eltern hier gemeinsam auf die Beine stellen.



Hört mal rein, es lohnt sich!]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/06/ESBZ.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Draußen ist es schöner – mit Julia Dorner von der Waldkindergruppe „Waldleos“</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/draussen-ist-es-schoener-mit-julia-dorner-von-der-waldkindergruppe-waldleos/</link>
	<pubDate>Wed, 27 May 2020 09:15:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=27496</guid>
	<description><![CDATA[<p>Das Erste und Wichtigste, das die Betreuer:innen der Waldkindergruppe Waldleos verinnerlichen, ist das Mindset. Sie sollen die Kinder als Ebenbürtige behandeln und ihnen, auch wenn sie einmal einen wunden Punkt berühren, ihre Würde lassen, erklärt Julia Dorner im Gespräch. Die Kinder bestimmen vorwiegend selbst, wie und womit sie spielen und werken. Der Phantasie sind nicht durch vorgefertigte Spielsachen oder vorgegebene Räume Grenzen gesetzt.</p>



<p>Bereits 1950 gab es den ersten Waldkindergarten in Dänemark, und in Wiesbaden entstand der erste 1968. Das kann ich gut verstehen, der Wald um Wiesbaden herum ist großartig. Heute gibt es in <a rel="noreferrer noopener" href="https://bvnw.de/der-bundesverband/" target="_blank">Deutschland</a> circa 1.500 Natur- und Waldkindergärten. In Österreich sind es wohl nur etwa 23-40, die sich aber nicht als Kindergärten bezeichnen dürfen. Das Konzept dieser “Waldkindergruppen” ist dasselbe und schnell erklärt: Die Kinder verbringen den größten Anteil des Tages mit ihren Betreuer:innen draußen im Wald. Wir bei borisgloger finden das Konzept genial. Deshalb fördern wir die Kindergruppe <a href="http://www.waldleos.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Waldleos</a> in Mödling. Die Waldleos pflegen eine natur- und menschennahe Einstellung: „Unsere Vision ist es, den Kleinsten eine kindgerechte Entwicklung unmittelbar im Lebensraum Wald zu ermöglichen – im Sinne einer nachhaltigen (Bildungs-) Partnerschaft von Mensch und Natur. Wie Mensch und Natur sich gegenseitig bereichern, das wird nirgends so deutlich, wie im direkten Kontakt miteinander.“</p>



<p>Ich habe mich mit der Gründerin der Waldleos in Mödling Julia Dorner über das Konzept Waldkindergarten, über die Vorteile und die Ideen hinter diesem Zugang unterhalten.</p>



<p>Freut euch auf ein interessantes und spannendes Interview!</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Das Erste und Wichtigste, das die Betreuer:innen der Waldkindergruppe Waldleos verinnerlichen, ist das Mindset. Sie sollen die Kinder als Ebenbürtige behandeln und ihnen, auch wenn sie einmal einen wunden Punkt berühren, ihre Würde lassen, erklärt Julia ]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>Das Erste und Wichtigste, das die Betreuer:innen der Waldkindergruppe Waldleos verinnerlichen, ist das Mindset. Sie sollen die Kinder als Ebenbürtige behandeln und ihnen, auch wenn sie einmal einen wunden Punkt berühren, ihre Würde lassen, erklärt Julia Dorner im Gespräch. Die Kinder bestimmen vorwiegend selbst, wie und womit sie spielen und werken. Der Phantasie sind nicht durch vorgefertigte Spielsachen oder vorgegebene Räume Grenzen gesetzt.</p>



<p>Bereits 1950 gab es den ersten Waldkindergarten in Dänemark, und in Wiesbaden entstand der erste 1968. Das kann ich gut verstehen, der Wald um Wiesbaden herum ist großartig. Heute gibt es in <a rel="noreferrer noopener" href="https://bvnw.de/der-bundesverband/" target="_blank">Deutschland</a> circa 1.500 Natur- und Waldkindergärten. In Österreich sind es wohl nur etwa 23-40, die sich aber nicht als Kindergärten bezeichnen dürfen. Das Konzept dieser “Waldkindergruppen” ist dasselbe und schnell erklärt: Die Kinder verbringen den größten Anteil des Tages mit ihren Betreuer:innen draußen im Wald. Wir bei borisgloger finden das Konzept genial. Deshalb fördern wir die Kindergruppe <a href="http://www.waldleos.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Waldleos</a> in Mödling. Die Waldleos pflegen eine natur- und menschennahe Einstellung: „Unsere Vision ist es, den Kleinsten eine kindgerechte Entwicklung unmittelbar im Lebensraum Wald zu ermöglichen – im Sinne einer nachhaltigen (Bildungs-) Partnerschaft von Mensch und Natur. Wie Mensch und Natur sich gegenseitig bereichern, das wird nirgends so deutlich, wie im direkten Kontakt miteinander.“</p>



<p>Ich habe mich mit der Gründerin der Waldleos in Mödling Julia Dorner über das Konzept Waldkindergarten, über die Vorteile und die Ideen hinter diesem Zugang unterhalten.</p>



<p>Freut euch auf ein interessantes und spannendes Interview!</p>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/27496/draussen-ist-es-schoener-mit-julia-dorner-von-der-waldkindergruppe-waldleos.mp3" length="43681113"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[Das Erste und Wichtigste, das die Betreuer:innen der Waldkindergruppe Waldleos verinnerlichen, ist das Mindset. Sie sollen die Kinder als Ebenbürtige behandeln und ihnen, auch wenn sie einmal einen wunden Punkt berühren, ihre Würde lassen, erklärt Julia Dorner im Gespräch. Die Kinder bestimmen vorwiegend selbst, wie und womit sie spielen und werken. Der Phantasie sind nicht durch vorgefertigte Spielsachen oder vorgegebene Räume Grenzen gesetzt.



Bereits 1950 gab es den ersten Waldkindergarten in Dänemark, und in Wiesbaden entstand der erste 1968. Das kann ich gut verstehen, der Wald um Wiesbaden herum ist großartig. Heute gibt es in Deutschland circa 1.500 Natur- und Waldkindergärten. In Österreich sind es wohl nur etwa 23-40, die sich aber nicht als Kindergärten bezeichnen dürfen. Das Konzept dieser “Waldkindergruppen” ist dasselbe und schnell erklärt: Die Kinder verbringen den größten Anteil des Tages mit ihren Betreuer:innen draußen im Wald. Wir bei borisgloger finden das Konzept genial. Deshalb fördern wir die Kindergruppe Waldleos in Mödling. Die Waldleos pflegen eine natur- und menschennahe Einstellung: „Unsere Vision ist es, den Kleinsten eine kindgerechte Entwicklung unmittelbar im Lebensraum Wald zu ermöglichen – im Sinne einer nachhaltigen (Bildungs-) Partnerschaft von Mensch und Natur. Wie Mensch und Natur sich gegenseitig bereichern, das wird nirgends so deutlich, wie im direkten Kontakt miteinander.“



Ich habe mich mit der Gründerin der Waldleos in Mödling Julia Dorner über das Konzept Waldkindergarten, über die Vorteile und die Ideen hinter diesem Zugang unterhalten.



Freut euch auf ein interessantes und spannendes Interview!]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/05/Julia-Dorner.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/05/Julia-Dorner.jpg</url>
			<title>Draußen ist es schöner – mit Julia Dorner von der Waldkindergruppe „Waldleos“</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>45:29</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[Das Erste und Wichtigste, das die Betreuer:innen der Waldkindergruppe Waldleos verinnerlichen, ist das Mindset. Sie sollen die Kinder als Ebenbürtige behandeln und ihnen, auch wenn sie einmal einen wunden Punkt berühren, ihre Würde lassen, erklärt Julia Dorner im Gespräch. Die Kinder bestimmen vorwiegend selbst, wie und womit sie spielen und werken. Der Phantasie sind nicht durch vorgefertigte Spielsachen oder vorgegebene Räume Grenzen gesetzt.



Bereits 1950 gab es den ersten Waldkindergarten in Dänemark, und in Wiesbaden entstand der erste 1968. Das kann ich gut verstehen, der Wald um Wiesbaden herum ist großartig. Heute gibt es in Deutschland circa 1.500 Natur- und Waldkindergärten. In Österreich sind es wohl nur etwa 23-40, die sich aber nicht als Kindergärten bezeichnen dürfen. Das Konzept dieser “Waldkindergruppen” ist dasselbe und schnell erklärt: Die Kinder verbringen den größten Anteil des Tages mit ihren Betreuer:innen draußen im Wald. Wir bei borisgloger finden das Konzept]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/05/Julia-Dorner.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Tools finden &#038; Inhalte erstellen – Homeschooling #2 mit Future Learning Lab &#038; Bildungsgrund</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/tools-finden-inhalte-erstellen-homeschooling-2-mit-future-learning-lab-bildungsgrund/</link>
	<pubDate>Mon, 04 May 2020 09:01:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://www.insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=27393</guid>
	<description><![CDATA[<p>Elisabeth Lehner (Edumaker/<a href="https://futurelearning.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Future Learning Lab Wien</a>) und Wolfgang Ruge (<a href="http://bildungsgrund.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bildungsgrund</a>) beraten Bildungseinrichtungen zum digitalen Unterricht und Webinaren. Gerade gibt es viele Fragen: Welche Tools sind für welche Zwecke geeignet? Wie erstellt man sinnvollen Content? Was lässt sich ins Digitale übersetzen und was nicht? Was bedeutet der Abstand für das Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden?</p>



<p>Humboldt brauchte nicht viel mehr als eine Bibliothek und die Kompetenz zu lesen, unsere Kinder brauchen, wenn sie auf dem Stand der Technik lernen, digitale Kompetenzen. Neben der Fähigkeit zu lesen und fremde Sprachen zu verstehen, wenn sie zum Beispiel englische Lehrvideos ansehen wollen, müssen sie mit den digitalen Tools umgehen können. Das fängt damit an, zu verstehen, wie ein Computer funktioniert, was eine App wirklich ist, dass die Daten in der Cloud gespeichert werden und es hört vielleicht damit auf, dass sie die letzte Funktion von Tools wie MS Teams , Slack oder <a href="https://discordapp.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Discord</a> oder vom Messenger <a href="https://schoolfox.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schoolfox</a> verstehen.</p>



<p>Doch digitale Kompetenz braucht mehr – wie mir jetzt auch wieder in diesem Gespräch mit Elisabeth und Wolfgang klar wurde: Kinder und Lehrer müssen sich selbst organisieren können. Sie müssen wissen, wie sie Lerngruppen bilden, wie sie effektiv miteinander an Zielen arbeiten und wie sie sich in der Gruppe miteinander effektiv abstimmen und ihre Ergebnisse dann an das Umfeld kommunizieren. Das vermitteln wir auch mit Scrum4Schools, <a href="https://www.borisgloger.com/ueber-uns/csr/scrum-4-schools/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier könnt ihr mehr darüber lesen.</a></p>



<p>Was mir auch immer klarer wird: Die digitale Schule wird die Lehrkörper dazu zwingen, sich besser abzustimmen. Es kann nicht sein, dass jeder Lehrer ein anderes Tool nutzt, um mit den Kindern zu sprechen. Lehrinhalte werden in Zukunft nicht mehr selbst vom Lehrer erstellt, sondern eher kuratiert werden.</p>



<p>Wer mehr darüber erfahren will, hört am besten in die interessanten Insights von Wolfgang und Elisabeth rein.</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Elisabeth Lehner (Edumaker/Future Learning Lab Wien) und Wolfgang Ruge (Bildungsgrund) beraten Bildungseinrichtungen zum digitalen Unterricht und Webinaren. Gerade gibt es viele Fragen: Welche Tools sind für welche Zwecke geeignet? Wie erstellt man sinnv]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>Elisabeth Lehner (Edumaker/<a href="https://futurelearning.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Future Learning Lab Wien</a>) und Wolfgang Ruge (<a href="http://bildungsgrund.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bildungsgrund</a>) beraten Bildungseinrichtungen zum digitalen Unterricht und Webinaren. Gerade gibt es viele Fragen: Welche Tools sind für welche Zwecke geeignet? Wie erstellt man sinnvollen Content? Was lässt sich ins Digitale übersetzen und was nicht? Was bedeutet der Abstand für das Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden?</p>



<p>Humboldt brauchte nicht viel mehr als eine Bibliothek und die Kompetenz zu lesen, unsere Kinder brauchen, wenn sie auf dem Stand der Technik lernen, digitale Kompetenzen. Neben der Fähigkeit zu lesen und fremde Sprachen zu verstehen, wenn sie zum Beispiel englische Lehrvideos ansehen wollen, müssen sie mit den digitalen Tools umgehen können. Das fängt damit an, zu verstehen, wie ein Computer funktioniert, was eine App wirklich ist, dass die Daten in der Cloud gespeichert werden und es hört vielleicht damit auf, dass sie die letzte Funktion von Tools wie MS Teams , Slack oder <a href="https://discordapp.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Discord</a> oder vom Messenger <a href="https://schoolfox.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schoolfox</a> verstehen.</p>



<p>Doch digitale Kompetenz braucht mehr – wie mir jetzt auch wieder in diesem Gespräch mit Elisabeth und Wolfgang klar wurde: Kinder und Lehrer müssen sich selbst organisieren können. Sie müssen wissen, wie sie Lerngruppen bilden, wie sie effektiv miteinander an Zielen arbeiten und wie sie sich in der Gruppe miteinander effektiv abstimmen und ihre Ergebnisse dann an das Umfeld kommunizieren. Das vermitteln wir auch mit Scrum4Schools, <a href="https://www.borisgloger.com/ueber-uns/csr/scrum-4-schools/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier könnt ihr mehr darüber lesen.</a></p>



<p>Was mir auch immer klarer wird: Die digitale Schule wird die Lehrkörper dazu zwingen, sich besser abzustimmen. Es kann nicht sein, dass jeder Lehrer ein anderes Tool nutzt, um mit den Kindern zu sprechen. Lehrinhalte werden in Zukunft nicht mehr selbst vom Lehrer erstellt, sondern eher kuratiert werden.</p>



<p>Wer mehr darüber erfahren will, hört am besten in die interessanten Insights von Wolfgang und Elisabeth rein.</p>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/27393/tools-finden-inhalte-erstellen-homeschooling-2-mit-future-learning-lab-bildungsgrund.mp3" length="54895853"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[Elisabeth Lehner (Edumaker/Future Learning Lab Wien) und Wolfgang Ruge (Bildungsgrund) beraten Bildungseinrichtungen zum digitalen Unterricht und Webinaren. Gerade gibt es viele Fragen: Welche Tools sind für welche Zwecke geeignet? Wie erstellt man sinnvollen Content? Was lässt sich ins Digitale übersetzen und was nicht? Was bedeutet der Abstand für das Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden?



Humboldt brauchte nicht viel mehr als eine Bibliothek und die Kompetenz zu lesen, unsere Kinder brauchen, wenn sie auf dem Stand der Technik lernen, digitale Kompetenzen. Neben der Fähigkeit zu lesen und fremde Sprachen zu verstehen, wenn sie zum Beispiel englische Lehrvideos ansehen wollen, müssen sie mit den digitalen Tools umgehen können. Das fängt damit an, zu verstehen, wie ein Computer funktioniert, was eine App wirklich ist, dass die Daten in der Cloud gespeichert werden und es hört vielleicht damit auf, dass sie die letzte Funktion von Tools wie MS Teams , Slack oder Discord oder vom Messenger Schoolfox verstehen.



Doch digitale Kompetenz braucht mehr – wie mir jetzt auch wieder in diesem Gespräch mit Elisabeth und Wolfgang klar wurde: Kinder und Lehrer müssen sich selbst organisieren können. Sie müssen wissen, wie sie Lerngruppen bilden, wie sie effektiv miteinander an Zielen arbeiten und wie sie sich in der Gruppe miteinander effektiv abstimmen und ihre Ergebnisse dann an das Umfeld kommunizieren. Das vermitteln wir auch mit Scrum4Schools, hier könnt ihr mehr darüber lesen.



Was mir auch immer klarer wird: Die digitale Schule wird die Lehrkörper dazu zwingen, sich besser abzustimmen. Es kann nicht sein, dass jeder Lehrer ein anderes Tool nutzt, um mit den Kindern zu sprechen. Lehrinhalte werden in Zukunft nicht mehr selbst vom Lehrer erstellt, sondern eher kuratiert werden.



Wer mehr darüber erfahren will, hört am besten in die interessanten Insights von Wolfgang und Elisabeth rein.]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/04/Wolfgang-Ruge_Elisabeth-Lehner1.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/04/Wolfgang-Ruge_Elisabeth-Lehner1.jpg</url>
			<title>Tools finden &#038; Inhalte erstellen – Homeschooling #2 mit Future Learning Lab &#038; Bildungsgrund</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>57:10</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[Elisabeth Lehner (Edumaker/Future Learning Lab Wien) und Wolfgang Ruge (Bildungsgrund) beraten Bildungseinrichtungen zum digitalen Unterricht und Webinaren. Gerade gibt es viele Fragen: Welche Tools sind für welche Zwecke geeignet? Wie erstellt man sinnvollen Content? Was lässt sich ins Digitale übersetzen und was nicht? Was bedeutet der Abstand für das Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden?



Humboldt brauchte nicht viel mehr als eine Bibliothek und die Kompetenz zu lesen, unsere Kinder brauchen, wenn sie auf dem Stand der Technik lernen, digitale Kompetenzen. Neben der Fähigkeit zu lesen und fremde Sprachen zu verstehen, wenn sie zum Beispiel englische Lehrvideos ansehen wollen, müssen sie mit den digitalen Tools umgehen können. Das fängt damit an, zu verstehen, wie ein Computer funktioniert, was eine App wirklich ist, dass die Daten in der Cloud gespeichert werden und es hört vielleicht damit auf, dass sie die letzte Funktion von Tools wie MS Teams , Slack oder Discord oder ]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/04/Wolfgang-Ruge_Elisabeth-Lehner1.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Wie Covid-19 die Schule ändert – aus Sicht einer Lehrerin</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/wie-covid-19-die-schule-aendert-aus-sicht-einer-lehrerin/</link>
	<pubDate>Tue, 21 Apr 2020 06:30:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://www.insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=27390</guid>
	<description><![CDATA[<p>Sonja Macher lehrt an der NMS (Neue Mittelschule) Leibnizgasse im 10. Bezirk. Sie ist dort Klassenvorstand und erzählt uns, vor welchen Herausforderungen sie tagtäglich mit ihren Schülern steht. Nicht alle Kinder können zuhause in Ruhe lernen, aber manchen gelingt es, in dieser Zeit sogar fünf Stunden am Tag für die Schule zu arbeiten. Sie erzählt von der Ausstattung der Schulen und von Lehrern, die ihre Schüler noch immer Arbeitsblätter ausfüllen lassen, aber auch davon, wie gerne die Schüler in der jetzigen Situation mit ihr in Kontakt bleiben.</p>



<p>Für mich ist dieses Interview in vielen Aspekten sehr augenöffnend gewesen: Einerseits sind viele Lehrer und viele Schulen offenbar noch tatsächlich nicht im digitalen Zeitalter angekommen, andererseits gibt es Lehrer mit wunderbaren Initiativen und vieles wird im System auf dem Rücken derer ausgetragen, die es verbessern wollen: Den Lehrern und Schulleitern, die etwas anderes probieren. Es ist möglich, anders vorzugehen, doch die Aufwände sind extrem.</p>



<p>Hoffen wir, dass nach Covid-19 so viele Skills dazu gekommen sind, dass sich die Schulen von selbst ändern.</p>



<p>Den Podcast gibt es auch als Video:</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Sonja Macher lehrt an der NMS (Neue Mittelschule) Leibnizgasse im 10. Bezirk. Sie ist dort Klassenvorstand und erzählt uns, vor welchen Herausforderungen sie tagtäglich mit ihren Schülern steht. Nicht alle Kinder können zuhause in Ruhe lernen, aber manch]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>Sonja Macher lehrt an der NMS (Neue Mittelschule) Leibnizgasse im 10. Bezirk. Sie ist dort Klassenvorstand und erzählt uns, vor welchen Herausforderungen sie tagtäglich mit ihren Schülern steht. Nicht alle Kinder können zuhause in Ruhe lernen, aber manchen gelingt es, in dieser Zeit sogar fünf Stunden am Tag für die Schule zu arbeiten. Sie erzählt von der Ausstattung der Schulen und von Lehrern, die ihre Schüler noch immer Arbeitsblätter ausfüllen lassen, aber auch davon, wie gerne die Schüler in der jetzigen Situation mit ihr in Kontakt bleiben.</p>



<p>Für mich ist dieses Interview in vielen Aspekten sehr augenöffnend gewesen: Einerseits sind viele Lehrer und viele Schulen offenbar noch tatsächlich nicht im digitalen Zeitalter angekommen, andererseits gibt es Lehrer mit wunderbaren Initiativen und vieles wird im System auf dem Rücken derer ausgetragen, die es verbessern wollen: Den Lehrern und Schulleitern, die etwas anderes probieren. Es ist möglich, anders vorzugehen, doch die Aufwände sind extrem.</p>



<p>Hoffen wir, dass nach Covid-19 so viele Skills dazu gekommen sind, dass sich die Schulen von selbst ändern.</p>



<p>Den Podcast gibt es auch als Video:</p>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/27390/wie-covid-19-die-schule-aendert-aus-sicht-einer-lehrerin.mp3" length="36723656"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[Sonja Macher lehrt an der NMS (Neue Mittelschule) Leibnizgasse im 10. Bezirk. Sie ist dort Klassenvorstand und erzählt uns, vor welchen Herausforderungen sie tagtäglich mit ihren Schülern steht. Nicht alle Kinder können zuhause in Ruhe lernen, aber manchen gelingt es, in dieser Zeit sogar fünf Stunden am Tag für die Schule zu arbeiten. Sie erzählt von der Ausstattung der Schulen und von Lehrern, die ihre Schüler noch immer Arbeitsblätter ausfüllen lassen, aber auch davon, wie gerne die Schüler in der jetzigen Situation mit ihr in Kontakt bleiben.



Für mich ist dieses Interview in vielen Aspekten sehr augenöffnend gewesen: Einerseits sind viele Lehrer und viele Schulen offenbar noch tatsächlich nicht im digitalen Zeitalter angekommen, andererseits gibt es Lehrer mit wunderbaren Initiativen und vieles wird im System auf dem Rücken derer ausgetragen, die es verbessern wollen: Den Lehrern und Schulleitern, die etwas anderes probieren. Es ist möglich, anders vorzugehen, doch die Aufwände sind extrem.



Hoffen wir, dass nach Covid-19 so viele Skills dazu gekommen sind, dass sich die Schulen von selbst ändern.



Den Podcast gibt es auch als Video:]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/04/Sonja-Macher.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/04/Sonja-Macher.jpg</url>
			<title>Wie Covid-19 die Schule ändert – aus Sicht einer Lehrerin</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>38:14</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[Sonja Macher lehrt an der NMS (Neue Mittelschule) Leibnizgasse im 10. Bezirk. Sie ist dort Klassenvorstand und erzählt uns, vor welchen Herausforderungen sie tagtäglich mit ihren Schülern steht. Nicht alle Kinder können zuhause in Ruhe lernen, aber manchen gelingt es, in dieser Zeit sogar fünf Stunden am Tag für die Schule zu arbeiten. Sie erzählt von der Ausstattung der Schulen und von Lehrern, die ihre Schüler noch immer Arbeitsblätter ausfüllen lassen, aber auch davon, wie gerne die Schüler in der jetzigen Situation mit ihr in Kontakt bleiben.



Für mich ist dieses Interview in vielen Aspekten sehr augenöffnend gewesen: Einerseits sind viele Lehrer und viele Schulen offenbar noch tatsächlich nicht im digitalen Zeitalter angekommen, andererseits gibt es Lehrer mit wunderbaren Initiativen und vieles wird im System auf dem Rücken derer ausgetragen, die es verbessern wollen: Den Lehrern und Schulleitern, die etwas anderes probieren. Es ist möglich, anders vorzugehen, doch die Aufwände]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/04/Sonja-Macher.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Die Schwächsten bleiben zurück – Homeschooling #1 mit Future Learning Lab Wien</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/die-schwaechsten-bleiben-zurueck-homeschooling-1-mit-future-learning-lab-wien/</link>
	<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 10:00:00 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://www.insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=27357</guid>
	<description><![CDATA[<p>„Wir verlieren Schüler, wenn wir sie nicht erreichen“, Helmut Stemmer und Elisabeth Lehner unterstützen Schulen mit dem Future Learning Lab. Die kritischen Faktoren für den remote Unterricht sind für sie ausreichend Geräte und Internetzugang, aufrechter Kontakt und die Beziehung zwischen Eltern und Lehrpersonen. Kinder aus bildungsferneren und sozial schlechter gestellten Familien sind gerade akut in Gefahr, zurückgelassen zu werden.</p>



<p>Wenn man die Beiträge, auch die von uns, zum Thema Schule liest, bekommt auf den ersten Blick den Eindruck: Super, die Schulen sind nun im Zeitalter der digitalen Bildung angelangt und wir brauchen sie nur mit guten Tipps zu unterstützen, wie unsere remote #Scrum4Schools Initiative oder die wunderbare Idee der Raiffeisen Service Gesellschaft mit ihrer Fiebel zu Homeschooling. Diese Ideen sind sehr wertvoll, wie uns Lehrer und Eltern berichten, ich freue mich auch sehr über die positive Resonanz. Aber ich habe mich gefragt, ob wir nicht ein verzerrtes Bild bekommen von den Herausforderungen, denen die Kinder und Eltern im Homeschooling begegnen. Um dem nachzugehen, habe ich mich virtuell mit Elisabeth Lehner und Helmut Stemmer von Future Learning Lab getroffen.</p>



<p>Im <a rel="noreferrer noopener" href="https://futurelearning.at/" target="_blank">Future Learning Lab </a>in Wien können SchülerInnen und Lehrpersonen neue digitale Lehrmethoden ausprobieren, mit 3D-Druckern experimentieren und Tabletts und PCs zum Lernen vorfinden. Ich spreche mit Elisabeth Lehner und Helmut Stemmer über die Verhältnisse, unter denen Kinder aus sozial schwächeren Familien lernen müssen, wie schwierig es ist, in der Absprache zwischen Eltern und Lehrern einen standardisierten Weg zu finden, wie sehr der Erfolg von Homeschooling von dem Engagement der Lehrer und Eltern abhängt und wie wenig unser Schulsystem derzeit strukturell darauf ausgelegt ist.</p>



<p>Foto Credits: edugroup.at, frogvienna.at</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[„Wir verlieren Schüler, wenn wir sie nicht erreichen“, Helmut Stemmer und Elisabeth Lehner unterstützen Schulen mit dem Future Learning Lab. Die kritischen Faktoren für den remote Unterricht sind für sie ausreichend Geräte und Internetzugang, aufrechter ]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>„Wir verlieren Schüler, wenn wir sie nicht erreichen“, Helmut Stemmer und Elisabeth Lehner unterstützen Schulen mit dem Future Learning Lab. Die kritischen Faktoren für den remote Unterricht sind für sie ausreichend Geräte und Internetzugang, aufrechter Kontakt und die Beziehung zwischen Eltern und Lehrpersonen. Kinder aus bildungsferneren und sozial schlechter gestellten Familien sind gerade akut in Gefahr, zurückgelassen zu werden.</p>



<p>Wenn man die Beiträge, auch die von uns, zum Thema Schule liest, bekommt auf den ersten Blick den Eindruck: Super, die Schulen sind nun im Zeitalter der digitalen Bildung angelangt und wir brauchen sie nur mit guten Tipps zu unterstützen, wie unsere remote #Scrum4Schools Initiative oder die wunderbare Idee der Raiffeisen Service Gesellschaft mit ihrer Fiebel zu Homeschooling. Diese Ideen sind sehr wertvoll, wie uns Lehrer und Eltern berichten, ich freue mich auch sehr über die positive Resonanz. Aber ich habe mich gefragt, ob wir nicht ein verzerrtes Bild bekommen von den Herausforderungen, denen die Kinder und Eltern im Homeschooling begegnen. Um dem nachzugehen, habe ich mich virtuell mit Elisabeth Lehner und Helmut Stemmer von Future Learning Lab getroffen.</p>



<p>Im <a rel="noreferrer noopener" href="https://futurelearning.at/" target="_blank">Future Learning Lab </a>in Wien können SchülerInnen und Lehrpersonen neue digitale Lehrmethoden ausprobieren, mit 3D-Druckern experimentieren und Tabletts und PCs zum Lernen vorfinden. Ich spreche mit Elisabeth Lehner und Helmut Stemmer über die Verhältnisse, unter denen Kinder aus sozial schwächeren Familien lernen müssen, wie schwierig es ist, in der Absprache zwischen Eltern und Lehrern einen standardisierten Weg zu finden, wie sehr der Erfolg von Homeschooling von dem Engagement der Lehrer und Eltern abhängt und wie wenig unser Schulsystem derzeit strukturell darauf ausgelegt ist.</p>



<p>Foto Credits: edugroup.at, frogvienna.at</p>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/27357/die-schwaechsten-bleiben-zurueck-homeschooling-1-mit-future-learning-lab-wien.mp3" length="42085850"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[„Wir verlieren Schüler, wenn wir sie nicht erreichen“, Helmut Stemmer und Elisabeth Lehner unterstützen Schulen mit dem Future Learning Lab. Die kritischen Faktoren für den remote Unterricht sind für sie ausreichend Geräte und Internetzugang, aufrechter Kontakt und die Beziehung zwischen Eltern und Lehrpersonen. Kinder aus bildungsferneren und sozial schlechter gestellten Familien sind gerade akut in Gefahr, zurückgelassen zu werden.



Wenn man die Beiträge, auch die von uns, zum Thema Schule liest, bekommt auf den ersten Blick den Eindruck: Super, die Schulen sind nun im Zeitalter der digitalen Bildung angelangt und wir brauchen sie nur mit guten Tipps zu unterstützen, wie unsere remote #Scrum4Schools Initiative oder die wunderbare Idee der Raiffeisen Service Gesellschaft mit ihrer Fiebel zu Homeschooling. Diese Ideen sind sehr wertvoll, wie uns Lehrer und Eltern berichten, ich freue mich auch sehr über die positive Resonanz. Aber ich habe mich gefragt, ob wir nicht ein verzerrtes Bild bekommen von den Herausforderungen, denen die Kinder und Eltern im Homeschooling begegnen. Um dem nachzugehen, habe ich mich virtuell mit Elisabeth Lehner und Helmut Stemmer von Future Learning Lab getroffen.



Im Future Learning Lab in Wien können SchülerInnen und Lehrpersonen neue digitale Lehrmethoden ausprobieren, mit 3D-Druckern experimentieren und Tabletts und PCs zum Lernen vorfinden. Ich spreche mit Elisabeth Lehner und Helmut Stemmer über die Verhältnisse, unter denen Kinder aus sozial schwächeren Familien lernen müssen, wie schwierig es ist, in der Absprache zwischen Eltern und Lehrern einen standardisierten Weg zu finden, wie sehr der Erfolg von Homeschooling von dem Engagement der Lehrer und Eltern abhängt und wie wenig unser Schulsystem derzeit strukturell darauf ausgelegt ist.



Foto Credits: edugroup.at, frogvienna.at]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/04/Helmut-Stemmer-Elisabeth-Lehner.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/04/Helmut-Stemmer-Elisabeth-Lehner.jpg</url>
			<title>Die Schwächsten bleiben zurück – Homeschooling #1 mit Future Learning Lab Wien</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>43:49</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[„Wir verlieren Schüler, wenn wir sie nicht erreichen“, Helmut Stemmer und Elisabeth Lehner unterstützen Schulen mit dem Future Learning Lab. Die kritischen Faktoren für den remote Unterricht sind für sie ausreichend Geräte und Internetzugang, aufrechter Kontakt und die Beziehung zwischen Eltern und Lehrpersonen. Kinder aus bildungsferneren und sozial schlechter gestellten Familien sind gerade akut in Gefahr, zurückgelassen zu werden.



Wenn man die Beiträge, auch die von uns, zum Thema Schule liest, bekommt auf den ersten Blick den Eindruck: Super, die Schulen sind nun im Zeitalter der digitalen Bildung angelangt und wir brauchen sie nur mit guten Tipps zu unterstützen, wie unsere remote #Scrum4Schools Initiative oder die wunderbare Idee der Raiffeisen Service Gesellschaft mit ihrer Fiebel zu Homeschooling. Diese Ideen sind sehr wertvoll, wie uns Lehrer und Eltern berichten, ich freue mich auch sehr über die positive Resonanz. Aber ich habe mich gefragt, ob wir nicht ein verzerrtes B]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/04/Helmut-Stemmer-Elisabeth-Lehner.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>

<item>
	<title>Vom Homeschooling zum Freilernen – mit Professor Ulrich Remus</title>
	<link>https://insightsbyborisgloger.com/podcast/vom-homeschooling-zum-freilernen-professor-ulrich-remus-im-talk-mit-boris-gloger/</link>
	<pubDate>Thu, 26 Mar 2020 11:00:45 +0000</pubDate>
	<dc:creator><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></dc:creator>
	<guid isPermaLink="false">https://www.insightsbyborisgloger.com/?post_type=podcast&#038;p=27311</guid>
	<description><![CDATA[<p>Die Fragen, die viele Eltern sich gerade
stellen, beschäftigen Professor Remus und die Freilerner-Community in
Österreich schon lange: Wie umgehen mit der Eltern-Lehrer-Rolle? Wie kommt das
Kind mit einer Schulunterbrechung zurecht? Was tun, wenn es im Homeschooling
etwas nicht lernen möchte? Im Gespräch mit Boris Gloger stellt Professor Ulrich
Remus den “Sozialisierungsauftrag” von Schulen in Frage und spricht darüber,
wie seine Kinder zu Freilernern wurden, was es für Eltern heißt, das Lerntempo
des eigenen Kindes zu akzeptieren und deren Eigenmotivation zu fördern.</p>



<p>Mit dem Freilerner-Ansatz in Österreich, wo es im Gegensatz zu Deutschland&nbsp;die Möglichkeit gibt, die Kinder von zuhause aus lernen zu lassen, lernen Kinder nicht nach einem Curriculum, sondern ihrer eigenen Motivation entsprechend. Als Professor für Wirtschaftsinformatik an der Uni Innsbruck beschäftigt Ulrich Remus sich vor allem mit Softwareentwicklung, den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung und Wissensmanagement. </p>





<p>Foto: I. Seeber, Universität Innsbruck</p>]]></description>
	<itunes:subtitle><![CDATA[Die Fragen, die viele Eltern sich gerade
stellen, beschäftigen Professor Remus und die Freilerner-Community in
Österreich schon lange: Wie umgehen mit der Eltern-Lehrer-Rolle? Wie kommt das
Kind mit einer Schulunterbrechung zurecht? Was tun, wenn es im H]]></itunes:subtitle>
								<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fragen, die viele Eltern sich gerade
stellen, beschäftigen Professor Remus und die Freilerner-Community in
Österreich schon lange: Wie umgehen mit der Eltern-Lehrer-Rolle? Wie kommt das
Kind mit einer Schulunterbrechung zurecht? Was tun, wenn es im Homeschooling
etwas nicht lernen möchte? Im Gespräch mit Boris Gloger stellt Professor Ulrich
Remus den “Sozialisierungsauftrag” von Schulen in Frage und spricht darüber,
wie seine Kinder zu Freilernern wurden, was es für Eltern heißt, das Lerntempo
des eigenen Kindes zu akzeptieren und deren Eigenmotivation zu fördern.</p>



<p>Mit dem Freilerner-Ansatz in Österreich, wo es im Gegensatz zu Deutschland&nbsp;die Möglichkeit gibt, die Kinder von zuhause aus lernen zu lassen, lernen Kinder nicht nach einem Curriculum, sondern ihrer eigenen Motivation entsprechend. Als Professor für Wirtschaftsinformatik an der Uni Innsbruck beschäftigt Ulrich Remus sich vor allem mit Softwareentwicklung, den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung und Wissensmanagement. </p>





<p>Foto: I. Seeber, Universität Innsbruck</p>]]></content:encoded>
		<enclosure url="https://insightsbyborisgloger.com/podcast-download/27311/vom-homeschooling-zum-freilernen-professor-ulrich-remus-im-talk-mit-boris-gloger.mp3" length="60105033"
			   type="audio/mpeg"></enclosure>
			<itunes:summary><![CDATA[Die Fragen, die viele Eltern sich gerade
stellen, beschäftigen Professor Remus und die Freilerner-Community in
Österreich schon lange: Wie umgehen mit der Eltern-Lehrer-Rolle? Wie kommt das
Kind mit einer Schulunterbrechung zurecht? Was tun, wenn es im Homeschooling
etwas nicht lernen möchte? Im Gespräch mit Boris Gloger stellt Professor Ulrich
Remus den “Sozialisierungsauftrag” von Schulen in Frage und spricht darüber,
wie seine Kinder zu Freilernern wurden, was es für Eltern heißt, das Lerntempo
des eigenen Kindes zu akzeptieren und deren Eigenmotivation zu fördern.



Mit dem Freilerner-Ansatz in Österreich, wo es im Gegensatz zu Deutschland&nbsp;die Möglichkeit gibt, die Kinder von zuhause aus lernen zu lassen, lernen Kinder nicht nach einem Curriculum, sondern ihrer eigenen Motivation entsprechend. Als Professor für Wirtschaftsinformatik an der Uni Innsbruck beschäftigt Ulrich Remus sich vor allem mit Softwareentwicklung, den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung und Wissensmanagement. 





Foto: I. Seeber, Universität Innsbruck]]></itunes:summary>
				<itunes:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/03/Ulrich-Remus1-scaled.jpg"></itunes:image>
		<image>
			<url>https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/03/Ulrich-Remus1-scaled.jpg</url>
			<title>Vom Homeschooling zum Freilernen – mit Professor Ulrich Remus</title>
		</image>
		<itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:duration>41:44</itunes:duration>
	<itunes:author><![CDATA[Insights by Boris Gloger]]></itunes:author>		<googleplay:description><![CDATA[Die Fragen, die viele Eltern sich gerade
stellen, beschäftigen Professor Remus und die Freilerner-Community in
Österreich schon lange: Wie umgehen mit der Eltern-Lehrer-Rolle? Wie kommt das
Kind mit einer Schulunterbrechung zurecht? Was tun, wenn es im Homeschooling
etwas nicht lernen möchte? Im Gespräch mit Boris Gloger stellt Professor Ulrich
Remus den “Sozialisierungsauftrag” von Schulen in Frage und spricht darüber,
wie seine Kinder zu Freilernern wurden, was es für Eltern heißt, das Lerntempo
des eigenen Kindes zu akzeptieren und deren Eigenmotivation zu fördern.



Mit dem Freilerner-Ansatz in Österreich, wo es im Gegensatz zu Deutschland&nbsp;die Möglichkeit gibt, die Kinder von zuhause aus lernen zu lassen, lernen Kinder nicht nach einem Curriculum, sondern ihrer eigenen Motivation entsprechend. Als Professor für Wirtschaftsinformatik an der Uni Innsbruck beschäftigt Ulrich Remus sich vor allem mit Softwareentwicklung, den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung un]]></googleplay:description>
					<googleplay:image href="https://insightsbyborisgloger.com/wp-content/uploads/2020/03/Ulrich-Remus1-scaled.jpg"></googleplay:image>
				<googleplay:explicit>No</googleplay:explicit>
		<googleplay:block>no</googleplay:block>
</item>
	</channel>
</rss>
